Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Di 13. Mai 2014, 09:40

fallili hat geschrieben:Also "passen" zwischen Sender und Empfänger nun wesentlich "mehr Wellen rein" als wenn sich das MMI nicht bewegen würde.

Falsch. Es kommt nicht darauf an, wie viele Wellenlängen in die Strecke in einer statischen Darstellung "passen", sondern darauf, wie viele Wellenlängen innerhalb einer Sekunde über die Strecke laufen. Das können bei konstanter Frequenz stets nur gleich viel sein!
fallili hat geschrieben:Aber jedenfalls ergibt sich wieder die von Ernst und mir beschriebene Situation, dass eben die Wellen dadurch phasenverschoben zur Sendewelle am Spiegel ankommen und reflektiert werden. Dass die Welle nur reflektiert wird, wenn der auf dieser Strecke "nur ganzzahlige Vielfache der Welle auftreten" werde ich ja nie akzeptieren.

Brauchst Du auch nicht, weil ich das nie behauptet habe! Es geht um den Zeitpunkt einer Reflexion, und nicht ob es eine gibt oder nicht. Es gibt immer eine Reflexion. Aber nicht zu beliebigen Zeitpunken!
fallili hat geschrieben:b) Dann bewegen wir das MMI und haben eine ganz bestimmte Geschwindigkeit v1 bei der "die Welle so stark verkürzt" ist, dass nun der Spiegel zwei verkürzte Wellenlängen entfernt ist - auch da gibt es, wie Du immer schreibst eine Reflexion.

Natürlich gibt es eine Reflexion. Kann der Zeitpunkt dieser Reflexion einfach mit c+/-v ermittelt werden? Ich sage "Nein!". Leider hast Du die Wellengleichung nicht verstanden, obwohl dies in der animierten Form leicht zu verstehen ist!
fallili hat geschrieben:Also das kannst Du auch nicht ernsthaft in Betracht ziehen - das wäre ein intermittierende Reflexionsverhalten.

Die Reflexionen erfolgen im Rhythmus der Frequenz! D.h. es ist nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine Amplitude vor dem Spiegel, die reflektiert wird, sondern es wird im zeitlichen Abstand der Periodendauer eine da sein! Ist diese Periodendauer vom Sender zum Empfänger zeitlich konstant, wird der Spiegel im Takt der Periodendauer reflektieren. Reflektiert er zu jedem beliebigen Zeitpunkt, also auch, wenn die Periode nicht vollendet ist, dann hat er eine Periode verkürzt oder verlängert, und dann ist die Periodendauer eben nicht konstant! Nur geht das eben gar nicht, weil außerhalb der durch die zeitlich konstante Periodendauer vorgegebenen Intervallen gar keine Reflexion erfolgen wird, weil da nämlich gar keine Amplitude vor dem Spiegel sein wird, die zu reflektieren wäre. Die sind nur im Takt der Frequenz da! Ganz leicht zu verstehen, wenn man will!
fallili hat geschrieben:Das ist von der Betrachtung absolut nichts Anderes als ruhende Luft in der sich Schall mit 330 m/sek bewegt.
Und das MMI wäre dann vergleichbar mit einer Schallquelle (Sender) und einem Empfänger (Spiegel) die eben in vorgegebenen konstantem Abstand auf einem offenen Wagen mit v fahren.

Alles völlig bekannte Sachen, bei denen man weder bei der intuitiven Vorstellung noch bei der Berechnung oder auch bei Reflexion (am vorderer Position eben eine glatte Fläche die den Schall reflektiert, und am Sendeort zusätzlich ein Empfänger) irgendwelche Probleme hat.

Ein dem MMI analoges Experiment mit Ultraschall, mit einem dem MMI entsprechenden Aufbau, der sich auf einem Fahrzeug platziert durch die Luft bewegt, ergibt ebenfalls ein Nullresultat!
Du schmetterst meine Argumente einfach ab, weil Du sie nicht verstehst! Dabei ist das alles total simpel: die zu reflektierenden Amplituden sind zeitlich durch die Periodendauer getrennt und darauf ergibt sich die räumliche Periode, die Wellenlänge. Berechnet man nach irgendeiner Milchmädchen-Methode einen Zeitpunkt, von welchem man meint, da müsse eine Amplitude reflektiert werden, und die zu reflektierende Amplitude ist noch eine halbe Periode zu diesem Zeitpunkt vom Spiegel entfernt, dann kann sie eben nicht reflektiert werden! Hat sie noch eine halbe Periode vor sich, ist zuvor eine Amplitude reflektiert worden und seither auch eine halbe Periode vergangen. Diese wurde also zu einer vollen Periode reflektiert, und die Amplitude, die nun noch eine halbe Periode lang zum Spiegel zieht, wird daher auch zur vollen Periode reflektiert werden. Ist die zeitliche Periodendauer sagen wir mal 0,001 s, dann wird der Spiegel exakt alle 0,001 s eine Amplitude reflektieren! Und niemals eine nach 0,001 s und die nächste nach 0,0005 s, weil das eben nicht möglich ist! Wenn nun die Periodendauer in jedem der Teilstrahlen zeitlich konstant bleibt (und darüber herrscht ja bereits Einigkeit!), was denkst Du denn, was sich an den Spiegeln alle 0,001 s abspielen wird? Es geht gar nicht anders, als dass bei einer zeitlich konstanten Periodendauer von 0,001 s an jedem Spiegel alle 0,001 s eine Amplitude reflektiert wird! Und das erfolgt dann stets bei jeder Reflexion mit der gleichen Phasenlage. Also - wie wird unter diesen Umständen das Ergebnis dieser Messung sein, wenn die Periodendauer auch dann konstant bleibt, wenn das MMI gedreht wird?
Die Frequenz müsste sich zeitlich von Reflexionspunkt zu Reflexionspunkt verschieben, um eine Phasenverschiebung zu erzeugen. Und genau das ist bei zeitlich konstanten Perioden nicht möglich!
Kannst Du denken?

Ernst hat geschrieben:Sind die Wellenlängen kürzer, gehen mehr Wellenlängen auf die konstante Distanz.

Quatsch!
Wenn beim Sender und beim Empfänger dieselbe Frequenz auftritt, kann es wohl nicht anders sein, als dass innerhalb eines bestimmten Zeitraums gleich viele Wellenlängen über die Strecke sausen. Zwei Sender schicken innerhalb 1 s 100 Wellenlängen zu einem jeweils gleich weit entfernten Empfänger. Der eine schickt Wellenzüge mit c-v und dementsprechend verkürzter Wellenlänge zum Empfänger. Wieviele kommen innerhalb 1 s dort an? 100! Der andere schickt mit c+v dementsprechend verlängerte Wellenzüge zum Sender. Wieviele kommen innerhalb 1 s dort an? 100! Also müssen in gleichem Zeitraum jeweils 100 Wellenzüge über die Strecke gelaufen sein!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Di 13. Mai 2014, 09:41

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:Eben genau das ist dein/euer Trugschluss! Wenn der "Durchsatz" in Rad/s durch das MMI sowohl ohne als auch mit Ätherwind konstant ist und die konstante Zeit λo/c dauert, dann passen auch nicht mehr oder weniger Wellen zwischen Sender und Empfänger! (Gleiche Messarmlängen natürlich vorausgesetzt)

Quatsch.
Sind die Wellenlängen kürzer, gehen mehr Wellenlängen auf die konstante Distanz.
.
.


Blödsinn!

Der Durchsatz Rad/Sekunde ist doch der gleiche. Eindeutig zu sehen an der Kreisfrequenz. Wo sollen denn die Schwingungen herkommen bzw. verschwinden?

Die Frequenz ist gleich :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!:

Sind die Wellenlängen kürzer, gehen mehr Wellenlängen auf die konstante Distanz.

Das versteht ja jedes Milchmädchen.
.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Di 13. Mai 2014, 09:46

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Sind die Wellenlängen kürzer, gehen mehr Wellenlängen auf die konstante Distanz.

Quatsch!
Wenn beim Sender und beim Empfänger dieselbe Frequenz auftritt, kann es wohl nicht anders sein, als dass innerhalb eines bestimmten Zeitraums gleich viele Wellenlängen über die Strecke sausen. Zwei Sender schicken innerhalb 1 s 100 Wellenlängen zu einem jeweils gleich weit entfernten Empfänger. Der eine schickt Wellenzüge mit c-v und dementsprechend verkürzter Wellenlänge zum Empfänger. Wieviele kommen innerhalb 1 s dort an? 100! Der andere schickt mit c+v dementsprechend verlängerte Wellenzüge zum Sender. Wieviele kommen innerhalb 1 s dort an? 100! Also müssen in gleichem Zeitraum jeweils 100 Wellenzüge über die Strecke gelaufen sein!

Was soll man dazu sagen. Es ist zum Weinen.

Sind die Wellenlängen kürzer, gehen mehr Wellenlängen auf die konstante Distanz.

Wie kann man eine so simple Tatsache verdrängen. :(

Das können bei konstanter Frequenz stets nur gleich viel sein!

Das ist so ungeheuerlich falsch, daß es einen graust.

Zwei Wellenlängen, welche mit doppeletr Geschwindigkeit auf der Strecke unterwegs sind, erzeugen die gleiche Frequenz, wie vier Wellenlängen, die mit einfacher Geschwindigkeit unterwegs sind.
.
.
Zuletzt geändert von Ernst am Di 13. Mai 2014, 09:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Di 13. Mai 2014, 09:48

Highway hat geschrieben:Diese Animation müsste also derart korrigiert werden, dass die grünen Autos mit v nach links fahren und gleichzeitig mit c nach rechts (Rückenwindsituation) Die roten sollten einfach nur konstant schnell fahren. Dann würde man es auch sehen.



Also was soll das wieder heißen "mit v nach links und mit c nach rechts" ?
Und dass Du das als "Rückenwindsituation" bezeichnest, halte ich für einen "Flüchtigkeitsfehler" von Dir (ich hoff jedenfalls, dass Du es nicht wirklich so siehst).

Solange v kleiner als c ist ( und das wird wohl immer so sein) wird so etwas in einer Zeichnung immer derart dargestellt, dass sich etwas mit der Summengeschwindigkeit bewegt. Also ein "Auto" das sich daher mit c-v nach rechts bewegt. Was denn sonst?
Und genau so ist es ja abgebildet.

Dass die roten Autos und deren Geschwindigkeit den Querarm darstellen, zeigt halt die zu vergleichenden Verhältnisse am MMI - aber natürlich könnte man die roten Autos einfach mit einer konstanten c - entsprechenden Geschwindigkeit darstellen und damit einen Vergleich bewegt / unbewegt zeigen.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Di 13. Mai 2014, 10:12

Ernst hat geschrieben:Das ist so ungeheuerlich falsch, daß es einen graust.

Zwei Wellenlängen, welche mit doppeletr Geschwindigkeit auf der Strecke unterwegs sind, erzeugen die gleiche Frequenz, wie vier Wellenlängen, die mit einfacher Geschwindigkeit unterwegs sind.


Quatsch!
Auf einer bestimmten Strecke fahren innerhalb einer Minute 100 langsame Autos. In der gleichen Minute sausen über diese Autos 100 Düsenjäger hinweg. Wieviele Autos und wieviele Düsenjäger waren innerhalb dieser Minute auf der Strecke? Ist das eine schwere Frage?
Du machst ständig Momentaufnahmen von einer völlig dynamischen Situation. Das führt auf die falsche Anschauung, dass wegen der unterschiedlichen Wellenlängen auf den Teilstrecken unterschiedliche Anzahlen dieser Wellenlängen laufen. Und das ist leider falsch!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Di 13. Mai 2014, 10:40

Highway hat geschrieben:Wenn die Durchlaufzeit für eine Welle, egal welcher Wellenlänge, immer zu λo/c berechnet, dann durchlaufen auch, wie Harald schon richtig angeführt hat, gleich viele Wellen die Strecke L. Da gibt's nichts zu rütteln! Das müsste aber schon anhand der Kreisfrequenz ω einleuchtend sein. Wenn die Kreisfrequenz gleich ist, dann ist 2π*f gleich. Wenn 2π*f gleich ist, dann werden gleich viele Wellen in der gleichen Zeit durchs System geschleust. Egal mit welcher Wellenlänge. Ist doch völlig logisch.

So ist es. Aber mit der Logik hapert's hier leider gewaltig! Sie stellen sich ständig die Abläufe statisch vor und schließen daraus falsche Folgerungen. Was eine für beide Teilstrahlen gültige konstante Periodendauer für Folgen hat, können sie sich daher nicht ausmalen. Ganz zu schweigen, dass eine Kreisfrequenz einen präzisen Ablauf der Perioden erzwingt und es da keine halben Sachen gibt. Das ganze ist zu leicht zu verstehen, deswegen sträubt sich der Verstand dagegen, der sich da hochkomplizierte Vorgänge erwartet. Und Mitdenken kommt sowieso nicht in Frage!

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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Di 13. Mai 2014, 11:11

Harald Maurer hat geschrieben:Quatsch!
Auf einer bestimmten Strecke fahren innerhalb einer Minute 100 langsame Autos. In der gleichen Minute sausen über diese Autos 100 Düsenjäger hinweg. Wieviele Autos und wieviele Düsenjäger waren innerhalb dieser Minute auf der Strecke? Ist das eine schwere Frage?
Du machst ständig Momentaufnahmen von einer völlig dynamischen Situation. Das führt auf die falsche Anschauung, dass wegen der unterschiedlichen Wellenlängen auf den Teilstrecken unterschiedliche Anzahlen dieser Wellenlängen laufen. Und das ist leider falsch!

Grüße
Harald Maurer


Harald, Du kannst einen wirklich zum Schwitzen bringen (find ich gut) weil Deine Argumente und Beispiele immer so logisch und einleuchtend erscheinen.

Aber: Hier stellst Du eine Momentaufnahme einer dynamischen Situation dar!

Machen wir das mal "real" - Die Autos fahren mit 100 km/h die Flugzeuge mit 1000 ( damits ein leichtes Verhältnis ist) - und alles von links nach rechts.

Jetzt ist es so, dass in der Zeit in der 1 Auto rechts aus "dieser bestimmten Strecke" rausfährt, dann aber auch parallel dazu 10 Flugzeuge rausfliegen.
Um die von Dir beschriebene Gesamtsituation aufrechtzuerhalten ( je 100 Objekte auf der Strecke) müssen also links 1 Auto und 10 Flugzeuge wieder reinkommen !

Und das bedeutet aber, dass Deine Annahme, das immer gleich viele Autos wie Flugzeuge auf der Strecke sind, nur dann funktioniert, wenn die "Flugzeugfrequenz" höher (in dem Fall 10 mal höher) als die "Autofrequenz" ist !

Das ist aber eben beim MMI nicht der Fall - die Sendefrequenz ist ja logischerweise gleich.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Di 13. Mai 2014, 11:44

Harald Maurer hat geschrieben:Auf einer bestimmten Strecke fahren innerhalb einer Minute 100 langsame Autos. In der gleichen Minute sausen über diese Autos 100 Düsenjäger hinweg. Wieviele Autos und wieviele Düsenjäger waren innerhalb dieser Minute auf der Strecke? Ist das eine schwere Frage?

Das sind dann gleichlange Wellen mit unterschiedlichen Frequenzen am Empfänger.
Wir haben aber unterschiedlich lange Wellen.
ist die eine 10m und die andere 40m lang, dann passen auf eine feste Länge von 100m von der ersten 10 Stück und von der anderen 2,5 Stück.

Du machst ständig Momentaufnahmen von einer völlig dynamischen Situation. Das führt auf die falsche Anschauung, dass wegen der unterschiedlichen Wellenlängen auf den Teilstrecken unterschiedliche Anzahlen dieser Wellenlängen laufen. Und das ist leider falsch!

Das ist natürlich richtig. Alles andere wäre eine Verhonepipelung der elementaren Algebra.
Ein Schnappschuß einer dynamischen Situation verdeutlicht sowas. Und die Animationen in Zeitlupe, die es hier zur Genüge gab, zeigen das ebenfalls.

Eigentlich unnötig, weil es an den Fingern einer Hand abzuzählen ist.

Harald Maurer hat geschrieben:Auf einer bestimmten Strecke fahren innerhalb einer Minute 100 langsame Autos. In der gleichen Minute sausen über diese Autos 100 Düsenjäger hinweg. Wieviele Autos und wieviele Düsenjäger waren innerhalb dieser Minute auf der Strecke? Ist das eine schwere Frage?

Das sind dann gleichlange Wellen mit unterschiedlichen frequenzen am Empfänger.
Wir haben aber unterschiedlich lange Wellen.
ist die eine 10m und die andere 40m lang, dann passen auf eine feste Länge von 100m von der ersten 10 Stück und von der anderen 2,5 Stück auf 100m

Du machst ständig Momentaufnahmen von einer völlig dynamischen Situation. Das führt auf die falsche Anschauung, dass wegen der unterschiedlichen Wellenlängen auf den Teilstrecken unterschiedliche Anzahlen dieser Wellenlängen laufen. Und das ist leider falsch!

Das ist natürlich richtig. Alles anderwäre eine Verhonepipelung der elementaren Algebra.
Ein Schnappschuß einer dynamischen Situation verdeutlicht sowas. Und die Animationen in Zeitlupe, die es hier zur Genüge gab, zeigen das ebenfalls.

Eigentlich unnötig, weil es an den Fingern einer Hand abzuzählen ist.
Zähl ei nfach nach:

phasenversatz_1.gif
phasenversatz_1.gif (2.86 KiB) 3720-mal betrachtet

.
.
Zuletzt geändert von Ernst am Di 13. Mai 2014, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Di 13. Mai 2014, 11:49

fallili hat geschrieben:Und das bedeutet aber, dass Deine Annahme, das immer gleich viele Autos wie Flugzeuge auf der Strecke sind, nur dann funktioniert, wenn die "Flugzeugfrequenz" höher (in dem Fall 10 mal höher) als die "Autofrequenz" ist !

Mit beliebig angenommenen Geschwindigkeiten und Abständen geht das nicht!
Im MMI sind die Wellenlängen und Geschwindigkeiten in einer strikten Beziehung zueinander. Die Veränderung der Wellenlänge verhält sich proportional zur Geschwindigkeit. Ist c=300 m/s und v=10 m/s und f=100 Hz dann wäre die Nominalwellenlänge 3 m, die Geschwindigkeit der verkürzten Wellen bei c-v 290 m/s und die Wellenlänge wird dann zu 2,9 m. Die Geschwindigkeit der langen Wellen ist dann 310 m/s und die Wellenlänge ergibt sich dann mit 3,1 m. Die durchschnittliche Wellenlänge ist dann nichts anderes als 3 m, also die Nominal-Wellenlänge. Wenn diese Beziehungen vorliegen, dann gilt das von mir Gesagte! Dann laufen pro Zeiteinheit gleich viele Wellenlängen über die Strecke. Interferieren die beiden, dann ergibt sich eine Welle in der common frequency von 100 Hz mit der Wellenlänge von 3 m, mit der Periode 0,01 s - also die "Original"-Welle! Das ist auch der Fall, wenn diese Wellen auf getrennten gleich langen Strecken geführt werden und dann zusammen kommen. Das Interferenzmuster Michelsons zeigt stets diesen Durchschnitt an, also zwei Wellen, die dann gleich sind und natürlich keine Phasenverschiebung haben werden.
Das hier war jetzt praktisch eine Kurzfassung der Argumente in Engelhardts Paper.

Grüße
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Di 13. Mai 2014, 12:17

Harald Maurer hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Und das bedeutet aber, dass Deine Annahme, das immer gleich viele Autos wie Flugzeuge auf der Strecke sind, nur dann funktioniert, wenn die "Flugzeugfrequenz" höher (in dem Fall 10 mal höher) als die "Autofrequenz" ist !


Mit beliebig angenommenen Geschwindigkeiten und Abständen geht das nicht!

Grüße
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Nun aber mal langsam. In dem Beispiel (dass Du ja auch selber bringst) steht "Abstand" für Wellenlänge und "Geschwindigkeit" für die Relativgeschwindigkeit Äther/MMI.
Die Frequenz des Lichtstrahls mit dem ich messen werde, darf ich ja wohl beliebig wählen.
Und die "Geschwindigkeit" ist ja eine Unbekannte, deren Wert ich eben mit dem Experiment herauskriegen will. Kann also auch alle Werte von Null bis x km/sek haben.
Wellenlänge und Geschwindigkeit stehen also mal nicht von vornherein in einer bekannten, strikten und einzuhaltenden Beziehung zueinander.
Die Wellenlänge zwischen Sender und Spiegel ergibt sich dann im Experiment in Abhängigkeit von der (existierenden oder nicht existierende) Relativgeschwindigkeit eines "Äthers".

Und wie bei Deinem Beispiel (Wellenlänge und Geschwindigkeit hast Du ja auch mal beliebig angenommen), pro Zeiteinheit gleich viele Wellen über die Strecke laufen können, wenn die Geschwindigkeit bei gleichen Streckenlängen mal 290 m/s und mal 310 m/s ist (Vergleich zwischen ruhendem Medium und bewegtem Medium) erschließt sich mir überhaupt nicht.

Im ersten Fall ist die "Welle" nach einer Sekunde schon 290 m weit gekommen, die andere Welle ist schon 10 m weiter (mal nur die Laufrichtung von Sender zum Spiegel betrachtet bei v = 10 m/s).
Das heißt, das die erst ankommende Welle mal garantiert früher reflektiert wird als die zweite - und beim "Zurücklaufen" kann diese "zweite Welle" die erste ja nicht mehr "überholen".

Und wenn man nun diese beiden Wellen auf Längs- und Querarm "verteilt", um dem MMI zu entsprechen, dann sieht man dass natürlich eine Phasenverschiebung auftritt.
fallili
 
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