Gerhard Kemme hat geschrieben:
Für mich wären solche Modelle Übersetzungen oder auch Abbildungen aus einem unsichtbaren und unzugänglichen Bereich unserer Seinsumgebung in den Bereich des menschlichen Verständnisses. Will man solche Sichtweise praktizieren, dann benötigt man eine Verankerung in den schwer zugänglichen Bereich und man benötigt eine Konstruktion des Modelles so, dass im Denkapparat des erkennenden Subjektes ein Verständnis hervorgerufen wird. Bezüglich der Beschaffenheit des Vakuums (oder wie man den Raum zwischen den Atomen etc. bezeichnen soll) existieren unterschiedliche Modellvorstellungen. Bei "deinem" BT-Modell fehlt mir etwas die Überzeugungskraft für den menschlichen Verstand - d.h. mir fehlt da irgendwie eine Verankerung nach dem Motto: "Das ist genauso wie ihr das von ... kennt".
Nehmen wir kleine Kristalle, lauter gleiche, bauen daraus ein Haus, das Haus besteht nur aus Kristallen, es gibt kein anderes Material.
Aus diesen Kristallen werden die "Ziegelsteine" für die Wände, die "Glasscheiben" für die Fenster, die Keramikkacheln für den Kachelofen, die Treppe zum Dachboden, die Schüssel für den ASTRA-SAT.... zusammengebaut.
Die einzelnen Bausteine wie Ziegelsteine usw. entsprechen Atomen und Molekülen, eine Fensterscheibe und ein Dachziegel sind also nur unterschiedliche Moleküle, zusammengesetzt aus Atomen, diese wiederum letztendlich aus den kleinen Kristallen.
Diese kleinen Kristalle sind also die Grundlage aller Atome und Moleküle und damit der Fensterscheibe und der Dachziegel.
Jetzt stellt sich die Frage was denn diese kleinen Kristalle sind, denn sie sind ja allgegenwärtig und sind, so wie die Dachziegel auch, Materie.
Was also sind diese Kristalle, besser gesagt woraus sind diese zusammengebaut, wo kommen sie her, wie sind sie entstanden.
Somit sind wir bei den BT, bei den Basisteilchen der Materie.
Sie sind die unterste Stufe der Materie, der Atombausteine, der Elektronen, der Fensterscheiben.
Gut, sie sind aber Materie, wenn auch die kleinsten Bausteine davon.
Man kann nicht sagen, dass die BT (oder bei deinem Beispiel: die Kristalle) die kleinsten Teilchen wären, da man ihnen dann im nächsten Satz wiederum eine Vielzahl von Funktionen zuweist - z.B. machen einen Zusammenhalt oder bewirken im Zusammenspiel dann die ganzen Wirkungen der Atome. Insofern wäre es gut, wenn du die Basisteilchen z.B. als angenommene kleinste Teilchen bezeichnen würdest.
Dieser Ansatz kleinster Teilchen war ja bereits der Weg der Entdeckung des Atoms - insofern wird er bei der Konstruktion eines geeigneten Modells durchaus gangbar sein, wenn man nicht zu frühzeitig eine Modellvorstellung mit der Ansicht überfrachtet, dass es so tatsächlich sei.
", welche als Black-Boxes allerdings mit Ein- und Ausgängen durchaus eine Vielzahl von Funktionen im Inneren ausführen können.