Ernst hat geschrieben:So ist das ja nun nicht. Das Licht bewegt sich in jedem Bezugssystem senkrecht zwischen den Spiegeln Das Photon bewegt sich in jedem Bezugssystem, auch im bewegten, stets auf der Senkrechten zwischen beiden Spiegeln. Eine Animation könnte das leicht zeigen.
Nein. Im Bezugssystem eines relativ ruhenden Beobachters bewegt sich das Licht nicht senkrecht.

Nur wird man das wie in der Animation tatsächlich nie sehen, weil in unserem Erfahrungsbereich erreichbare Geschwindigkeiten so klein in Bezug zur LG sind, dass der resultierende winzige Winkel kaum sichtbar sein wird. Da würde der Strahl bestenfalls etwas breiter erscheinen, aber von einer Diagonalen ist wohl nichts zu sehen. Aber prinzipiell ist sie da - wie Du ja auch im Widerspruch zu Deinem ersten Satz schreibst:
Ernst hat geschrieben:Aber der schräge Weg des Photons im bewegten Bezugssystem ist länger als der senkrechte Weg im ruhenden Bezugssystem.
Senkrecht oder schräg ist nun auch bei Licht abhängig vom Bezugssystem - genauso wie bei Ball oder Regentropfen.
Ernst hat geschrieben:Da aber in beiden Systemen der Zielspiegel gleichzeitig erreicht wird, ist die Geschwindigkeit des Photons im bewegten Bezugssystem größer als im ruhenden.
Und der Relativist wird sagen, der Spiegel wird eben nicht in beiden Systemen gleichzeitig erreicht, denn das wäre nur bei absoluter Zeit der Fall. So aber erreicht der Strahl den Spiegel, und die Uhren in den Systemen zeigen unterschiedliche Zeiten an, weil ja die Dauer des Lichtlaufs zum Spiegel unterschiedlich gemessen wird.
Lorentztransformation:
An einer Lichtuhr mit 1 LS Höhe erreicht der senkrechte Lichtstrahl den oberen Spiegel nach 1 s. Ein mit 0,5 c relativ bewegter Beobachter sieht:
x=0 --> x'=-173085,256327319576... km
t=1 s --> t'=1,154700538379251529 s
D.h. während des Lichtlaufs bewegt sich der obere Spiegel 173085,256327319576... km weiter, mit der Höhe von 1 LS ergibt sich die Lichtstrecke als eine Diagonale von 346170,512654639... km, diese durchläuft das Licht mit c in 1,154700538379251529 s ! Einer misst 1 s, der andere 1,154700538379251529 s und das ergibt sich natürlich auch sofort mit der ZD-Formel. Und die LK steckt da auch schon drin. Um also die ZD und LK von einer Lichtuhr herzuleiten, muss man beides zuvor schon hineinstecken. Ein Zirkelschluss, wie das in der SRT üblich ist.
Ernst hat geschrieben:Doch, das ist eine gute Darstellung des unredlichen Prinzips der Zeitmanipulation.
Da stimme ich Dir zu!
Grüße
Harald Maurer