Spacerat hat geschrieben:
Und deswegen ists logisch, alles was schneller ist als c, auf c zu reduzieren? Also für mich zumindest nicht und schon gar nicht in Konstellationen, wo sich photon nur scheinbar auf einer Strecke bewegt.
Nichts bewegt sich scheinbar, weder Regentropfen noch Photonen. Bewegung, Geschwindigkeit und Richtung sind nun mal abhängig vom Bezugssystem. Dein Misstrauen gegenüber der Lichtuhr ist aber durchaus berechtigt, denn mit konstantem c könnte sie gar nicht funktionieren, wenn sie eine so hohe Geschwindigkeit hat, dass die Photonen (die ja durch die zickzack-Bewegung eine längere Strecke haben!) den davoneilenden Spiegeln nicht mehr nachkommen können.
Dateianhang:
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Denken wir uns eine sehr große Lichtuhr, in welcher der obere Spiegel eine Lichtsekunde entfernt vom unteren ist. Ein Photon braucht demnach bis zum oberen Spiegel 1 s. Die Uhr bewegt sich z.B. mit 0,5 c. Wie sieht es ein relativ ruhender Außenbeobachter:
In dieser 1 s ist der mit 0,5 c bewegte Spiegel 149896,229 km weiter gelaufen. Für das Photon hat sich die Laufstrecke diagonal verlängert auf 335178,157614 km. Es hat in dieser 1 s 299792,458 km (mit c!) zurückgelegt und demnach noch 35385,69961 km bis zum Spiegel, welcher sich aber noch weiter bewegt, während das Licht diese 35385,69961 km zurücklegt und daher den Spiegel nicht mehr treffen kann! Die Lichtuhr bleibt aus Sicht des Außenbeobachters also je nach Größe der Uhr und ihrer Geschwindigkeit entweder sofort oder nach kurzer Zeit stehen!
Die Lichtuhr kann nur funktionieren, wenn in diesem Beispiel das Licht für den Außenbeobachter die Geschwindigkeit 335178,15761487 km/s annimmt!
Was ist mit der Lorentzkontraktion? Die nützt leider auch nichts!
Würde für den Außenbeobachter die Laufstrecke des oberen Spiegels bei 0,5 c auf 129813,942245 km kontrahieren, wäre die diagonale Lichtlaufstrecke immer noch 326691,25711441 km lang, der Spiegel nach 1 s daher noch 26898,799 km entfernt und er liefe auch in diesem Fall dem Photon davon! Auch bei Annahme einer Kontraktion des Koordinatensystems der Uhr bliebe sie für den Außenbeobachter stehen, für den mitbewegten Beobachter hingegen nicht!
Und das ist ein Widerspruch, wie er krasser nicht sein könnte. Die Lichtuhr ist nicht nur ein untaugliches Erklärungsschema für die ZD, sondern widerlegt das 2. Postulat der SRT auf unübersehbare Weise!
Die LT nützt in diesem Falle auch nichts, weil der Außenbeobachter das Ereignis, das zu transformieren wäre, gar nicht beobachten kann. Die Uhr bleibt für ihn ja stehen!
Grüße
Harald Maurer