fallili hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:Es ist ja keine Frage, dass die SRT behauptet, dass z.B. von zwei baugleichen und gleich geladenen Akkus jener länger Strom abgibt, welcher relativ bewegt ist (ZD) und das ist nichts andres als eine Analogie zum Myonen-Beweis der ZD. Der ruhende Akku ist leer und der bewegte hat noch Strom.
Grüße
Harald Maurer
Das ist aber das ganz normale Zwillingsparadoxon - da kann auch der eine noch leben während der andere längst tot ist - und dieses ist seit 100 Jahren schon ausführlich genug diskutiert worden.
Das ZP wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert mit unterschiedlichen Lösungen und Vorschlägen. Das beweist aber nur, dass keine Klarheit herrscht!
fallili hat geschrieben:Und das die Entladeströme abhängig vom Bezugssystem sind, ist eine Missinterpretation der Situation. Ein Akku der 2 Ah Kapazität hat wird 2 Stunden lang 1 A abgeben können und das auch tun - und daran ändert sich nichts wenn diese 2 Stunden in einem anderen Bezugsystem 0,1 oder 10 Stunden entsprechen.
Genausowenig wie ein 600nm Laser seine Frequenz ändern muss, wenn in dazu bewegten Systemen 100 nm oder 1000nm empfangen werden.
Eine Missinterpretation der SRT ist die Annahme, 2 Stunden würden in einem anderen Bezugssystem irgendeiner anderen Dauer "entsprechen". In allen Inertialsystemen ist die SI-Sekunde das Zeitnormal. Es handelt sich daher nicht um "Entsprechung" einer Dauer mit unterschiedlichen Zahlen, sondern um konkret unterschiedliche Zeiträume (sonst wäre die LT ja sinnlos!). Wenn ein Akku, der in 2 s leer wäre, erst in 4 s entladen ist, dann ist das eben nun mal doppelt so lang wie 2 s. Auch die Lebensdauern der Zwillinge "entsprechen" nicht einander, schließlich unterscheiden sie sich letztlich in ihrem Alter. So leicht kannst Du dir die Anwort daher nicht machen!
fallili hat geschrieben:Hier wird einfach vergessen, dass das was ich aus einem anderen System aus beobachte/beurteile nicht beeinflusst, was in dem System selbst passiert.
Du bist offenbar gar nicht in der Lage, einen Widerspruch als solchen zu erkennen! Ein Akku entlädt sich langsamer, bloß weil er von einem bewegten Beobachter betrachtet wird - abgesehen davon, dass dies offensichtlich absurd ist, ergibt das unweigerlich unterschiedliche Entladeströme abhängig vom Bewegungszustand. Eine Erklärung dieses Paradoxons müsste darauf abzielen, zu zeigen, dass der Entladestrom trotz unterschiedlicher Entladedauer unabhängig vom Bewegungszustand stets gleich stark wäre. Ohne Energiegeschenk aus dem Nichts geht das aber leider mit ZD nicht!
Der Vergleich des stationären Akkus mit dem bewegten ist letztlich nichts anderes als eine Messung. Konkret unterschiedlicher Ladezustand schließt einen "Beobachtereffekt" aus - und dass eine Beobachtung ein Ereignis in einem anderen System verändern sollte, wurde ja nicht behauptet. Ganz im Gegenteil darf sich an dem Akku eben gar nichts verändern. Ein verminderter Entladestrom über eine dafür längere Dauer wird damit unmöglich und mit der Energieerhaltung hapert es wohl auch gewaltig.
Die Effekte der SRT treten lediglich aufgrund von relativen Bewegungszuständen von Koordinatensystemen auf - ohne jede Wechselwirkung! Und das ist doch völlig unphysikalischer Blödsinn!
Grüße
Harald Maurer

