fallili hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
.......
Beide Lampen gleichzeitig im Erdsystem ist eben nicht gleichzeitig im Akkusystem - und die Zeitspanne dazwischen beträgt lt. LT eben 3,55 s !!!
Grüße
Harald Maurer
Genau das ist für mich schon ein Grund zum Verzweifeln.
Du willst eine symmetrische Situation aufbauen und ich sehe nicht wie da gehen soll. Auch mir ist bewusst, dass die Anfangsbedingung "beide Lampen gleichzeitig im Erdsystem" impliziert das eben nicht "beide Lampen gleichzeitig im Raumschiffsystem" zutreffen kann.
Ich hab aber noch keine Ahnung wie eine wirklich symmetrische Situation beschreibbar wäre. So fürs erste würde ich sagen, das dazu die Bedingung lauten müsste: Beide schalten Ihre Lampen in dem Moment für 2 s ein wenn der Andere in einer bestimmte für beide gleichen Entfernung ist.
Bin aber irgendwie wirr im Kopf und komm da auch nicht weiter.
Du musst nicht versuchen, eine Situation willkürlich symmetrisch aufzustellen, weil eine Situation zwischen 2 Inertialsystemen in der SRT immer symmetrisch ist! Das liegt daran, dass die "Ruhe" eines Ruhesystems nur eine Definition darstellt und tatsächlich keines der Systeme ruhend ist - denn dann würde es
absolut ruhen. Da sich im Erdsystem die Akkulampe bewegt, bewegt sich im Akkusystem die Erde! Die LT transformiert von einem Ruhesystem in das andere und dabei
bleibt der raumzeitliche Abstand invariant! Daraus ergibt sich die Symmetrie der relativistischen Effekte.
In der SRT kommt es nicht darauf an, ob sich ein IS von einem anderen weg bewegt oder darauf zu, sondern die Systeme bewegen sich stets zueinander oder voneinander - und nur die Relativgeschwindigkeit hat eine Bedeutung! Also lass' Dich nicht dadurch irritieren, dass die Systeme jeweils "ruhend" definiert werden - sie sind es ja nicht!
Diese Symmetrie kann man nur dadurch brechen, wenn einer der Beobachter etwas tut, was der andere nicht macht. Zum Beispiel umkehren, beschleunigen, die Richtung ändern... er wechselt dadurch das Inertialsystem und die Symmetrie ist damit nicht mehr gegeben. Siehe Zwillingsparadoxon!
Grüße
Harald Maurer