
hat geschrieben:
in die Fresse geschlagen und die Wirbelsäule durch den Hals gezogen
Nette Phantasie, aber der Versuch alleine gilt noch nicht als vollbrachte Tat.
Lycinus hat geschrieben:
Wenn ein Athlet mit einem eingebildeten Gegner fechten und mächtige Faust- und Fersenschläge in die Luft austeilen würde, als ob er sie seinem Gegner gäbe, wird ihn der Kampfrichter darum gleich durch öffentlichen Ausruf für unüberwindlich erklären lassen? Wird er nicht vielmehr diese Fechtübungen für das ansehen, was sie sind, für eine ebenso leichte als ungefährliche Spielerei, da ja niemand Widerstand leistet, ihm den Sieg aber nur dann zuerkennen, wenn er mit dem Gegner selbst gekämpft hat und Meister über ihn geworden ist und dieser sich für überwunden bekennen muss?
Hermotimus soll sich also ja nicht einbilden, seine Lehrmeister hätten, weil sie mit ihren Spiegelfechtereien so leicht mit uns Abwesenden fertig werden, uns wirklich überwunden, und unsere Systeme wären so schlecht gebaut, daß es leicht sei, sie umzuwerfen! Sie machen es mit ihren Widerlegungen wie die Kinder, die es nicht viel Mühe kostet, die Häuschen, die danach auch gebaut sind, wieder einzureißen, oder wie die Anfänger im Pfeilschießen, die einen Strohwisch auf eine Stange stecken, um in sehr kleiner Entfernung danach zu schießen, und wenn sie dann einmal treffen und den Strohwisch durchstechen, ein großes Freudengeschrei erheben, als ob es eine große Tat wäre, einen Pfeil durch einen Bündel Haferstroh zu schießen.
Sage also deinem Hermotimus in unserem Namen, seine Lehrmeister schössen nur nach Strohwischen und rühmten sich, bewaffnete Männer erlegt zu haben, oder sie kämpften gegen Schattenrisse, die uns vorstellen sollen, und wenn sie, wie natürlich, Herr über sie geworden sind, prahlten sie, als ob sie uns zu Boden geworfen hätten.
Unangefochten,
