Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 09:31 
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Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Beiträge: 1920
Wohnort: Nürnberg
Ernst hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:
Wo liegt das Problem?

Darin, daß die gleiche Bombe explodiert und nicht explodiert. Abhängig davon, wer sie sich ansieht.
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Falsch! Es geht nur darum, was die Bombe "sieht" und nicht um das, was andere Beobachter sehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 10:18 
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Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08
Beiträge: 2977
Spacerat hat geschrieben:
Warum denn nicht mal was ganz Einfaches ohne irgendwelche Transformationen, sondern nur Signallaufzeiten?
Ein gleichseitiges 5-Eck, Kantenlänge 300000km. Von oben beginnend alle Ecken im Uhzeigersinn durchnummeriert, an jeder dieser Ecke stehen synchron laufende Uhren. In Punkt 1 soll eine Bombe Explodieren, wenn in Punkt 5 und Punkt 2 gleichzeitig Blitze einschlagen. Und nun nennt mir die Anzahl der Punkte, in denen tatsächlich wahrgenommen werden kann, wie in Punkt 2 und 5 gleichzeitig Blitze einschlagen, wenn sie dort tatsächlich lt. Uhr gleichzeitig einschlagen. Oder anders gefragt: In welcher Ecke sieht man genau die Realität, die tatsächlich eintrifft?

Ja, supereinfach - warum nicht gleich ein 32-Eck?

Außerdem kann man in jeder Ecke die "Realität" erkennen!
Es geht hier nicht einfach um Lichtlaufzeiten. Um die Lichtlaufzeiten möglichst einfach "wegzukriegen" hat Ernst ja die digitale Übermittlung der Einschlagzeiten eingeführt.
Aber auch ohne diese Übermittlung kann man die Lichtlaufzeiten einfach berücksichtigen.
Wenn in meinem IS ein Blitz in 300 000 km entfernt und ein zweiter in 600 000 km Entfernung um exakt 12 Uhr einschlägt, sehe ich das erst um 12:00:01 Uhr und um 12:00:02 Uhr, weiß aber sofort dass die Blitze um 12 Uhr- also gleichzeitig - eingeschlagen haben. Ich muss nur auf meine Uhr schauen und die Laufzeiten berücksichtigen.

Für einen bewegten Beobachter ist das aber nicht mehr so einfach möglich. Da Du das Beispiel nur etwas verkompliziert hast, werde ich die von einem bewegten Beobachter ermittelten Einschlagzeiten erst gar nicht ausrechnen - ist, wie gesagt, nur etwas komplizierter und liefert auch nur Zahlen(Zeiten) die dann sowieso niemand anerkennt.
Wenn es schon bei der simplen Situation Blitz in je 300 000 km links und rechts vom ruhenden Beobachter nicht verständlich gemacht werden kann was los ist, und dabei schon die Bedeutung der entsprechenden Zahlen/Zeiten nicht verstanden wird, wird es mit diesem 5 Eck garantiert nicht besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 11:19 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
contravariant hat geschrieben:
Messen und senden die Uhren nun die Zeiten aus ihrem Ruhesystem oder nicht?

Die Uhren messen die Einschlagzeiten. In jedem der beiden Systeme. Punktum.

Um das zu verbildlichen:

A) ich (Wärter) stehe auf dem Bahnhof und sehe an zwei Orten ruhende Blitzableiter A und B. Oben fliegt ein Flugzeug mit einer Bombe mit dem bekannten Logikzünder.
Da schlägt ein Blitz in A ein. Und danach ein Blitz in B. Ich stoppe die beiden Zeiten tA und tB mit meiner Armbanduhr, versehe sie mit der Kennung A bzw. B, und sende sie an die Bombe. Passiert nix, weil tA<tB

b) Ich (Schaffner) stehe im Zug und sehe aus dem Fenster zwei Blitzableiter vorbeiziehen. Oben fliegt ein Flugzeug. Da schlägt ein Blitz bei B ein. Und danach ein Blitz bei A. Ich stoppe die beiden Zeiten tA' und tB' mit meiner Armbanduhr, versehe sie mit der Kennung A bzw. B, und sende sie an die Bombe. Knall, weil tA'> tb'.

Das ist ein einziger identischer Vorgang. Es sind die gleichen Blitze. Bertrachtet aus zwei IS. Keins davon ist irgendwie bevorzugt.
Die unterschiedliche Beobachtung des selben Vorgangs kann aber nicht zur Explosion führen, weshalb eben die RdG irreal ist. Widerlegt durch digitale Informationsübertragung.
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 Betreff des Beitrags: Re: Strohmann
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 11:31 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
fallili hat geschrieben:
Wenn an den Zünder von 2 Stellen Informationen geliefert werden, kann es kaum wundern wenn die Bombe hochgeht, wenn einer das auslöst.

Unsinn. Es bestehen keine Parallelwelten S und S' aus denen je zwei unterschiedliche Signale abgesendet werden. Es ist ein einziger Vorgang. Es werden zwei Signale ausgesendet. Und diese beiden Signale unterscheiden sich zeitlich nur deshalb, weil man den Vorgang in S bzw. S' bzw. S' beobachtet. Man kann nicht in beiden gleichzeitig beobachten.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 11:37 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
julian apostata hat geschrieben:
Es geht nur darum, was die Bombe "sieht" und nicht um das, was andere Beobachter sehen.

Die Bombe ist blind. Sie erhält die Zeitziffern per Brief in Blindenschrift.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 12:54 
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Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Beiträge: 1920
Wohnort: Nürnberg
Highway hat geschrieben:

Bild

tb liegt nach ta, wie auch tb' nach ta' liegt! Wo ist deine angebliche Vertauschung?


Leute, seid ihr alle Wurzelfreaks oder was? Was wollt ihr den andauernd mit dieser schwulen Geschwindigkeit c/2?

Nehmt 0,6*c und ihr könnt einfache Beispiele im Kopf ausrechnen.

Und in der zugehörigen Lt-Matrix schreibt man ein "-" vor den Impulsen für die nach rechts laufenden Züge und für Züge nach links tut man die "-" wieder raus.

Um die Rechnung einfach zu halten brauch ich für den blauen Kasten nur 2 gleichzeitige Raumzeitpunkte. t=0 x=-1 x=1.

Als Ergebnis erhalten wir t'=0,75 und t'-0,75
Als Ergebnis erhalten wir t''=0,75 und t''-0,75

Züge nach links explodieren. Züge nach rechts bleiben unbehelligt. Wo ist das Problem?

Bild


Bild


Zuletzt geändert von julian apostata am So 15. Mär 2015, 14:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 12:58 
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Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19
Beiträge: 1662
@Ernst:

Eine Uhr UA ruht in S am Ort xA und misst zur Zeit tA einen Blitzanschlag und zeigt diese Zeit auch an. Zum selben Zeitpunkt tA befindet sich eine zur Uhr UA gleichförmig bewegte Uhr UA' am selben Ort xA. Die Uhr UA' zeigt die Zeit des Blitzeinschlags in IHREM Ruhesystem S' mit tA' an. Im Allgemeinen ist tA<>tA'. Aber für dein "Experiment" musst du dich entscheiden, welche der beiden Uhren du verwendest. Selbiges gilt für die Uhren UB und UB'. Sinnvoller Weise verwendest du ENTWEDER UA und UB ODER UA' und UB'. Der Ausgang des Experiments ist für ALLE IS, IS', etc. identisch, wenn du das Uhrenpaar für dein Experiment ausgewählt hast.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 13:11 
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Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16
Beiträge: 3029
Ernst hat geschrieben:
Die Uhren messen die Einschlagzeiten. In jedem der beiden Systeme. Punktum.

Kannst du das irgendwie aus den Grundlagen der SRT ableiten? Oder ist das wieder ein Fall von Ernstscher Offensichtlichkeit?

Ich zitiere mich da mal einfach selber
viewtopic.php?f=6&t=562&start=1110#p89060
Zitat:
Du schreibst diese Relation ja selber hin. Betrachten wir wieder zwei IS S und S' die sich mit v=0.5c gegeneinander bewegen. In S vergeht eine Sekunde, eine in S ruhende zeigt dann also 1s an. In S' sind allerdings aus S betrachtet erst 0.577s vergangen (die von dir genannte Zeitdilatation). Trotzdem soll nach deiner Argumentation eine in S' ruhende Uhr aus S betrachtet 1s anzeigen. Dh. aus S betrachtet soll die in S' ruhende Uhr schneller laufen als die Zeit in S'. Wie kommt das zustande?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 13:15 
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Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Beiträge: 3221
Wohnort: Graz
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Sinnvoller Weise verwendest du ENTWEDER UA und UB ODER UA' und UB'. Der Ausgang des Experiments ist für ALLE IS, IS', etc. identisch, wenn du das Uhrenpaar für dein Experiment ausgewählt hast.

Der Ausgang des Experiments darf nicht von der Wahl des Bezugssystems abhängen! Genau darum geht es in Ernsts Argumentation!

Grüße
Harald Maurer


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 Betreff des Beitrags: Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?
BeitragVerfasst: So 15. Mär 2015, 13:21 
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Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16
Beiträge: 3029
Harald Maurer hat geschrieben:
Der Ausgang des Experiments darf nicht von der Wahl des Bezugssystems abhängen! Genau darum geht es in Ernsts Argumentation!

Tut es ja auch nicht. Lässt man die Bombe durch Ua und Ub zünden, dann explodiert die Bombe in allen IS. Lässt man die Bombe durch Ua' und Ub' zünden, dann explodiert die Bombe in allen IS nicht.


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