Steinewerfen

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Re: Steinewerfen

Beitragvon Ernst » Sa 30. Jan 2010, 20:39

Kurt hat geschrieben:Du kannst auch mit der Grösse Zeit rechnen, selbstverständlich.
Ich wehre mich ganz einfach gegen die Annahme das Zeit existiert.
Dem ist nicht so, war es nie, wird es nie sein.
Kurt

Das ist Philosophie und keine Physik. Ebenso kannst Du sagen, es existiere keine Temperatur, kein Luftdruck, keinen Elastizitätsmodul, keine Spannung, keine Dichte etc etc. Alle diese Größen kann man messen, d.h. mit einem festgesetzten Normal vergleichen; ganz genauso wie die Zeit. Die Zeit existiert als physikalische Größe. Wenn du mit "nicht existieren meinst", daß man sie nicht anfassen kann, dann hat sie das mit der überwiegenden Zahl der physikalischen Größen gemeinsam.
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Kurt » Sa 30. Jan 2010, 20:55

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Du kannst auch mit der Grösse Zeit rechnen, selbstverständlich.
Ich wehre mich ganz einfach gegen die Annahme das Zeit existiert.
Dem ist nicht so, war es nie, wird es nie sein.
Kurt

Das ist Philosophie und keine Physik. Ebenso kannst Du sagen, es existiere keine Temperatur, kein Luftdruck, keinen Elastizitätsmodul, keine Spannung, keine Dichte etc etc. Alle diese Größen kann man messen, d.h. mit einem festgesetzten Normal vergleichen; ganz genauso wie die Zeit. Die Zeit existiert als physikalische Größe. Wenn du mit "nicht existieren meinst", daß man sie nicht anfassen kann, dann hat sie das mit der überwiegenden Zahl der physikalischen Größen gemeinsam.


Na dann sag mal wie du die Zeit messen kannst.

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Re: Steinewerfen

Beitragvon Ernst » Sa 30. Jan 2010, 21:49

Kurt hat geschrieben:Na dann sag mal wie du die Zeit messen kannst.

Messen ist wie gesagt immer Vergleichen mit einem festgelegtem Maßstab.

Für die Masse ist der Maßstab das Kilogramm, definiert durch das Urkilogramm in Paris. Die Masse eines Sack Kartoffeln messe ich durch Vergleich mit der Masse des Urkilogramms (praktisch mit einem davon angeleiteten Eichnormal).
Für die Zeit ist der Maßstab das Jahr (prinzipiell immer noch), definiert durch einen Erdumlauf um die Sonne. Deine Lebenszeit messe ich durch den Vergleich mit den erlebten Sonnenumläufen.

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Re: Steinewerfen

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 30. Jan 2010, 21:50

Kurt hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Na dann sag mal wie du die Zeit messen kannst.


Wie bereits oft wiederholt, stellt diese Buchstabenfolge ein deutschsprachiges Wort dar, zu welchem es in fast allen Sprachen der Menschen eine Entsprechung gibt. Solche Substantive oder Hauptworte bezeichnen nicht nur Gegenstände, sondern auch eine Vielzahl von Objekten des Denkens. Die physikalische Größe "Zeit" bezeichnet einen periodischen Vorgang, der in vielfältiger Weise durch Menschen - und auch Tiere und Pflanzen - genutzt wird:

    Der Zeitnehmer stoppt die "Zeit" bei einem Sportwettkampf.
    Die Zeitkonstante einer RC-Kombination verzögert um eine definierte Zeitdauer das Signal am Eingang eines elektronischen Bausteins.
    Die Tageszeit regelt den Tagesablauf vieler Menschen im Rhythmus des Sonnenstandes und man kann in einer Region mit Hilfe von Sonnenuhren das Verhalten von Menschen zwecks Zusammenarbeit normieren, indem man den Beginn der Siesta für den Zeitpunkt bestimmt, wo die Sonne im Zenit steht.
    Die Jahreszeit ermöglicht Planungen während eines Jahres, beispielsweise wird beschlossen, die Felder im März für die Aussaat vorzubereiten.
    Mit Hilfe von periodischen Zählgeräten - Uhren - können die Zeiten periodischer Naturvorgänge mit technischen Einrichtungen synchronisiert werden, so dass die technische Zeitmesseinrichtung an die Stelle des periodischen Naturvorganges treten kann und nur hin und wieder nachkorrigiert werden muss.

Insofern ist "Zeit" ein Begriff mit großer Bedeutung für den Menschen und umfasst eine Vielfalt von Anwendungen. Letzten Endes wird "Zeit" von der Natur als periodischer Naturvorgang bereit gestellt und dann vom Menschen genutzt - so wie das Wasser einer Quelle fließt und vom Menschen dann geschöpft wird. Bitte sich immer wieder daran erinnern, dass Substantive oder Hauptwörter nicht nur Gegenstände, sondern auch Objekte des Denkens bezeichnen und dass dieser Vorgang des Bezeichnens und der Begriffsbildung mit zu den grundlegendsten Kulturtechniken gehört.

mfg
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 30. Jan 2010, 21:57

Hallo,

Zeit ist für mich eine Informationsveränderung von Objekten im Raum. Mittels periodischen Vorgängen lässt sich dann dieses dann objektiv messen.

Wenn sich nichts in einem Raumgebiet verändert, dann ist dort buchstäblich die Zeit stehengeblieben.

Gruß

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Re: Steinewerfen

Beitragvon Ernst » So 31. Jan 2010, 11:54

Highway hat geschrieben: Die Zeit trennt unterscheidbare Ereignisse.

Besser wohl: Zeit trennt unterschiedliche Zustände.
Denn ein Ereignis impliziert schon einen Zeitabschnitt.
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Kurt » So 31. Jan 2010, 12:39

Ernst hat geschrieben:
Highway hat geschrieben: Die Zeit trennt unterscheidbare Ereignisse.

Besser wohl: Zeit trennt unterschiedliche Zustände.
Denn ein Ereignis impliziert schon einen Zeitabschnitt.


Ja das kommt hin, trennt Abschnitte, trennt Zustände, trennt Jetzt's.
Trennt Jetzt's!!

Um das für uns uns irgendwie verständlich zu machen, es unserem Funktionsschema (Denkstruktur) anzupassen, brauchen wir etwas das eben trennt.
Falsch, nicht trennt, die Trennung ist ja eh von Natur aus vorhanden, ja es ist nichtmal eine Trennung notwendig, denn es existiert ja nichts was noch (noch!) existieren würde.
Es ist also weder eine Trennung notwendig, noch vorhanden, es gibt nichts zu trennen, es ist einfach nichts da was zu trennen wäre.
Somit ist diese ominöse, nicht existierende "Zeit", weder notwendig, noch vorhanden.

Zeit ist das was Uhren zeigen, so Albert Einstein.
Was zeigen Uhren?
Eine Menge an gezählten, selbsterzeugten Ereignissen.
Braucht die Natur eine Uhr?
Nein.
Braucht die Natur einen Zähler?
Nein.
Braucht die Natur einen Speicher der die Ereignisse welche vor einer Stunde, einer Nanosekunde, einem Jahrtausend, einer Oszillationsperiode unseres Alls waren?
Nein, sie braucht das alles nicht.

Aber wozu bracht sie denn dann Zeit?
Nun, sie braucht keine Zeit, sie hat keine Zeit, es existiert keine Zeit.
Einzig wir, die Primitivilos brauchen so ein Gedankenkonstrukt.
Warum?
Ganz einfach, weil wir Bilder aufeinanderlegen müssen um Abläufe und Zustände erkennen zu können.
Evolutionsbedingt hat sich das so ergeben.
Denn wie sollten wir sonst erkennen können ob es sich um einen Feind oder Freund handelt, ob dort ein
lohnender Wildschwein(braten) oder eine grosse Wurzel ist.
Das ist so, das ist gut so, das ist notwendig.
Ja gut, aber!!
Aber wir sollten auch in der Lage sein das zu erkennen, zu wissen, zu verstehen, auszublenden wenn es darum geht zu versuchgen die -Vorgänge- die sind zu verstehen.
Diese Trennung ist notwendig, sonst versinken alle Versuche des Verstehens im Sumpf.
im Sumpf von Hilfsvorstellungen.

Zeit ist das was Uhren zeigen, Uhren eigen eine von ihnen selbst erstellt Menge, eine Zahl, dargestellt in einer geschichtlich gewachsenden Form.
Und diese Form nennt man Zeit.

jetzt existiert das Jetzt.
Und sonst Nichts.
Kein Vorher, kein Nachher.
Es bedarf keiner Trennung der Jetzt's, es gibt sie nicht, es gibt nur das Jetzt.


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Re: Steinewerfen

Beitragvon Kurt » Mo 1. Feb 2010, 14:42

Braun hat geschrieben:Ganz einfach:

Trennung ist Raum.

Zeit ist Veränderung.



Braun


Raum ist Nichts.
Zeit ist das was Uhren anzeigen, also eine Zahl, erstellt von der Uhr durch Zählen ihrer selbsterzeugten Takte.

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Re: Steinewerfen

Beitragvon Kurt » Mo 1. Feb 2010, 20:58

Braun hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Braun hat geschrieben:Ganz einfach:

Trennung ist Raum.

Zeit ist Veränderung.



Braun


Raum ist Nichts.
Zeit ist das was Uhren anzeigen, also eine Zahl, erstellt von der Uhr durch Zählen ihrer selbsterzeugten Takte.

Kurt


Nichts ist Nichts. Raum ist Nichts zwischen mind. 2 GETRENNTEN Dingen.


Getrennte Dinge sind nebeneinander, lass sie einfach nebeneinander sein.
Lass sie einfach im Nichts sein.
Wozu brachst du da noch etwas, wozu brachst du dazu noch Raum?

Braun hat geschrieben:Uhren zeigen die Zeit an, indem sie VERÄNDERUNGEN zählen.


Veränderungen kann man nicht zählen, höchstens feststellen.
Uhren zählen, zählen ihre selbst erzeugten Takte.

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Re: Steinewerfen

Beitragvon Kurt » Di 2. Feb 2010, 16:36

Braun hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Braun hat geschrieben:Uhren zeigen die Zeit an, indem sie VERÄNDERUNGEN zählen.


Veränderungen kann man nicht zählen, höchstens feststellen.
Uhren zählen, zählen ihre selbst erzeugten Takte.

Kurt

Takte sind doch auch nur zyklische Veränderungen, oder nicht?


Natürlich, ich will aber betonen was eine Uhr letztendlich macht, nämlich nur zählen.
Da passt der Begriff Veränderungen nicht rein, denn dann braucht man eine "Vergangenheit".
Diese existiert aber nicht.
Der Takt muss sich also einzig aus der Gegenwart ergeben, dem Jetzt.
Und es muss auch klar sein dass sich der Uhrenwert erst dann verändert wenn gezählt worden ist,
es also keine -schleichenden- Zustände gibt.
Dieses und noch Anderes mehr, darum die Beharrung auf Zählen.
Und sie macht ja auch sonst nichts, oder?

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