Spacerat
Natürlich kann man Begriffe so definieren, dass jeder weiß, wovon man spricht. Dieser „Jeder“ muss nur die vereinbarten oder vorgegebenen Definitionen akzeptieren.

Mit der von mir „geforderten“ Akzeptanz fängt aber auch gleichzeitig das Problem an. Das tun nämlich nicht alle. Die, die gewisse Definitionen nicht akzeptieren können, können sich dann gleich aus der Diskussion verabschieden.
Der Begriff Existenz ist ja auch nur ein Begriff, der in dem jeweiligen zu beschreibenden System erforderlich ist. In Systemen, in denen dieses Wort nicht benötigt wird, existiert es auch nicht. Es ist sozusagen überflüssig. Ich sage damit nicht, dass es das Universum nicht gibt.
Was die meisten ja suchen, ist eine 100%ige Übereinstimmung mit dem gesprochenen Wort. So etwas „existiert“ nicht mal im Ansatz, denn alles was wir beschreiben ist konstruiert. Sprache ist nur Mittel zum Zweck und funktioniert auch, wenn sich alle an die vorgegebenen Grundlagen halten. Eigentlich ganz einfach.
Man kann grundsätzlich sagen, dass alles was gedacht ist, ist gemacht und gewollt. Unklar ist aber, wo das Denken anfängt. Scheiße ne? So geht es nämlich immer weiter.
Das größte Problem ist die natürliche Sprache. Sie ist ungenau und Aussagen sind oft beliebig interpretierbar.
Abhilfe schaffen die formalen Systeme, die nach festgelegten Regeln funktionieren. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass die Mathematik ein formales System ist. Formale Systeme haben meiner Ansicht nach nur eine mechanische Struktur. Problem ist nur, das diese Mechanik irgendwann unanschaulich wird und sich unserer alltäglichen Anschauung entzieht. Wenn man die Symbolketten und Regeln akzeptiert, dann passt ja alles. Wenn nicht, dann müssen manche Leute eben nach einer Realität suchen. Sie werden auch eine Realität finden, aber bisher war es immer nur die EIGENE.
