Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Mi 31. Okt 2018, 22:39

Mikesch hat geschrieben:Nö, sagt ja keiner.


Naja, aber wenn Zeit selbst im weitesten Sinne kein Ereignis ist, dann hat sie ja noch weniger physikalische Bedeutung als ein Bewusstsein.

Metaphysisch kann ich sagen Zeit ist die Möglichkeit, dass Ereignisse stattfinden, sie macht aus einer statischen Welt, eine dynamische.

Aber physikalisch kann ich das so nicht sagen, da kann ich eigentlich nur sagen, Zeit ist eine Folge von Ereignissen - sie ergibt sich erst aus der Dynamik und man muss wohl auch ein Bewusstsein haben, um Zeit als solche überhaupt empfinden zu können. Ein Stein liegt nur rum, wird mal warm, wird mal kalt, reist irgendwann und zerbröselt - aber der zählt ja nicht mit.

Und die Götter sind so wie sie sind, denen beizubringen, dass sie mal anders gewesen waren und auch wieder anders werden könnten, war schon schwer genug und hat ein ganzes Zeitalter gebraucht. :D ....So richtig lustig ist es eigentlich nicht, bei dem Theater was wir hier unten da draus gemacht haben. Wenn ich da die Eiferer jeder Richtung höre, wie sie sich an Namen, Sprachen und Symbolen aufhängen, anstatt mal in Prinzipien, Aspekten und Entsprechungen zu denken - so wie es die alten Meister eigentlich auch gelehrt haben. Aber es gibt eben Zeitgenossen, die finden Babylon einfach geil, auch wenn sie selbst gar nichts davon verstehen, diese elenden Syntax-Terroristen.

Mikesch hat geschrieben:Die Zeitreisen sind immer kausal. Das heisst, das Ursache und Wirkung nicht die Reihenfolge tauschen.


Die Reise selbst ist noch kausal, aber die Ergebnisse dann unauflösbar paradox. Das Problem ist, dass ein Ereignis stattgefunden hat und das geht nicht wieder rückgängig zu machen. Wirklich existent ist nur der Moment und der ist immer und überall. Wenn jetzt irgendwo eine Supernova passiert, dann passiert die jetzt - wir sehen die vielleicht erst in hundert Jahren, aber dann ist sie auch schon hundert Jahre her.

Wenn ich das für meine Metaphysik kompatibel auszudrücken versuche, dann komme ich auf so was wie die Zeit ist der gemeinsame Wirkhorizont, auf dem Wechselwirkungen stattfinden.

Mikesch hat geschrieben:Am einfachsten mglw. das Zentrum der Bahnbewegungen von Erde und Mars.


Tja, man braucht jedenfalls ein Ruhesystem in dem sich beide unabhängig bewegen können, so dass man zwei Geschwindigkeiten für jeden Planet extra eine hat - mit nur der Relativgeschwindigkeit zwischen beiden, kann man ja keine Unterschiede berechnen.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon julian apostata » Do 1. Nov 2018, 10:53

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Das ist eine klare Aussage: Der Gang von Atomuhren hängt von der Gravitation (resp. Gravitationspotential) und der Bewegung ab.


Deine Lügen werden nicht wahrer, indem du sie ständig wiederholst.

[url]https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerefeld#Erdschwerefeld_an_der_Erdoberfläche[/url]

Der Wert der Erdbeschleunigung variiert wegen der Zentrifugalkraft, Erdabplattung und Höhenprofil regional um einige Promille um den ungefähren Wert ≈ 9,81 m/s2. Die Schwerebeschleunigung beträgt 9,832 m/s² an den Polen und 9,780 m/s² am Äquator.


Wenn der Uhrengang von der Gravitation abhängig wäre, so müssten sie auf Meereshöhe unterschiedlich schnell laufen. Tun sie aber nicht! Der Lauf der Zeit hängt vom Gravitationspotential ab. Das ist die Energie, die man bräuchte, um einen Körper vom Erdmittelpunkt zur Erdoberfläche hoch zu heben.

Du willst also den Lesern hier mit aller Gewalt weis machen, dass die Verhältnisse vor Ort für den Gang der Uhren verantwortlich wären. Sind sie aber nicht. Eine Wegbeschreibung ist hier ausschlaggebend. Und das Gravitationspotential ist eben die Beschreibung der Gravitation auf dem Weg vom Erdmittelpunkt zur Erdoberfläche.

Hantierer hat geschrieben:Das ergibt nun wieder keinen Sinn. Wenn man den Schieberegler betätigt ändern A und B ihre relative Geschwindigkeit zum Koordinatensystem auf dem Bildschirm,


Richtig. A und B bewegen sich aber trotzdem weiterhin relativ zueinander mit 0,8*c. Wer mir hier widersprechen will, der liefere hier mal ein Minkowskidiagramm ab, in dem für A nicht 10 Jahre und für B nicht 6 Jahre vergehen.

https://www.geogebra.org/m/muuuaggv
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 1. Nov 2018, 11:48

julian apostata hat geschrieben:Deine Lügen werden nicht wahrer, indem du sie ständig wiederholst.
Deine auch nicht. Deine Lügen werden btw. auch nicht wahrer, wenn du ständig irgendwelchen unbedeutenden Schwachsinn rechnest und dabei stets von der Realität abweichst.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Do 1. Nov 2018, 12:01

julian apostata hat geschrieben:Der Lauf der Zeit hängt vom Gravitationspotential ab.

Quatsch. Der Gang der Uhren hängt vom Gravitationspotential ab.

Wie ist deine Definition der Zeit? Oder einfach: Was ist Zeit?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Do 1. Nov 2018, 12:33

julian apostata hat geschrieben:Richtig. A und B bewegen sich aber trotzdem weiterhin relativ zueinander mit 0,8*c. Wer mir hier widersprechen will, der liefere hier mal ein Minkowskidiagramm ab, in dem für A nicht 10 Jahre und für B nicht 6 Jahre vergehen.


Da will ich dir nicht widersprechen. In dem Diagramm wird es ja auch so dargestellt, wie ich es auch machen würde. Man hat einen absolut ruhenden Bezug (angenommen) und darauf bezogen werden absolute Geschwindigkeiten angegeben. Da wird für A der Lorentzfaktor für die 0,25c berechnet und für B erst für 0,6875c und dann nach dem Richtungswechsel wird dann mit 0,875c gerechnet. Da hat also jeder seine eigene Lokalität, die vom anderen unabhängig ist. Und so kann ich das wenigstens als in sich konsistent akzeptieren.

Andere Relativisten wollen mir aber erklären, dass man zwischen zwei Objekten nur eine Relativgeschwindigkeit angeben kann und das wären ja die 0,8c, die dann für beide gelten würde. Wo sind denn da die echten, physikalischen Lokalitäten hin? Wie sollte ich so auf die 6 und 10 Jahre kommen? So rechnet man in Bezug zum Startpunkt für beide eine falsche Zeit aus. So ist das inkonsistent, Plausibilitätsprüfung nicht bestanden.

Man kann hier auch nicht zwischen A und B vertauschen. Für B vergehen 6 Jahre und für A vergehen 10 Jahre. Wenn A das andersrum betrachtet, so wie es das Relativitätsprinzip erlaubt, dann hat er 10 Jahre lang geglaubt, dass seine Reise nach 6 Jahren beendet wäre - er hätte also 4 Jahre eine schwere Zeit des Zweifelns vor sich. :)
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 1. Nov 2018, 12:37

Lagrange hat geschrieben:Wie ist deine Definition der Zeit?
Also meine bleibt

Wer was damit anfangen kann, gut und wer nicht, auch okay.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Do 1. Nov 2018, 12:44

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Wie ist deine Definition der Zeit?
Also meine bleibt

Wer was damit anfangen kann, gut und wer nicht, auch okay.

Das heißt, Zeit "vergeht" immer gleich schnell. Ändert man die Einheit so ändert sich die Anzahl der Einheiten. Passt.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Do 1. Nov 2018, 13:01

Lagrange hat geschrieben:Das heißt, Zeit "vergeht" immer gleich schnell. Ändert man die Einheit so ändert sich die Anzahl der Einheiten. Passt.

Klar, so wie ein Auto ja auch 200 fährt obwohl es nur 100 fährt... :roll:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 1. Nov 2018, 13:46

McMurdo hat geschrieben:Klar, so wie ein Auto ja auch 200 fährt obwohl es nur 100 fährt... :roll:
:lol: selbst das hast du nicht begriffen...
Ein Auto, dass 200 fährt, fährt natürlich nicht nur 100, sondern 199,99999999991098799551578988233. Aber selbst dein gerade frisch hypergeeichter Digital-Tacho wird den Unterschied zu 200 nicht zeigen können. :lol:
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Do 1. Nov 2018, 13:58

McMurdo hat geschrieben:Klar, so wie ein Auto ja auch 200 fährt obwohl es nur 100 fährt


Fahren und Wahrnehmen ist halt nicht das selbe.

Lagrange hat geschrieben: Ändert man die Einheit so ändert sich die Anzahl der Einheiten. Passt.


Das würde dann bedeuten, wenn das Meter auf ein Vielfaches des planksche Wirkungsquantum zurückgeführt wird, dass man dann die Längenkontraktion in Veränderung der Vielfachen darstellt und nicht wie ich es gedacht hatte, mit einer Veränderung der Urstrecke. Kann man beides machen. Diese Variante hätte zur Folge, dass Zeitdilatation und Längenkontraktion in diskreten Werten schrittweise, quasi gerastert oder gerundet, auftreten. Würde man die Länge der Urstrecke dafür variieren, hätte man kontinuierliche Werte. Na nur gut, dass ich kein Physiker bin. :D
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