von sanchez » Mi 21. Nov 2018, 13:06
@Zasada
Zur deiner Ehrenrettung.
Nehmen wir an, in M werden 2 Photonen gesendet. Eins fliegt nach A, das andere nach B.
Würde ich als Beobachter mit Photon A mitfliegen, könnte ich behaupten das sich Photon B von mir mit doppelter Lichtgeschwindigkeit entfernt, also 2c.
Aber, in diesem Szenario kannst du Photon B weder messen noch sehen, weil die Information von Photon B nie bei Photon A ankommt.
Die Bewegung ist ja „überlichtschnell“. Deswegen weiß Photon A nie, dass es ein Photon B gibt, oder kann messen wie schnell Photon B ist.
Und was man nicht messen, sehen oder Wirkung spüren kann, ist für Photon A schlichtweg nicht da. Ergo keine 2c Informationsausbreitung.
Von aussen betrachtet sieht das anders aus.
Photon A und Photon B sind von den Eigenschaften her gleich, aber sie sind nicht dasselbe.
Du schließt daraus, daher das Photon B und Photon A vom Infomationsgehalt gleich sind, dass du die du verschiedenen Richtungen zu einer Richtung addieren darfst
und du leitest aus deiner Summe der Richtungen eine doppelte Lichtgeschwindigkeit ab.
Du sagst, wenn sich die Information parallel zur Strecke AB ausbreitet, erhält man eine Informationsgeschwindigkeit 2c.
Das ist aber nur ein Spezialfall.
Ich kann, das sich kugelförmig ausbreitende Signal auch zu einem Empfänger schicken, der leicht oberhalb von M liegt (in 2 Lichtsekunden Entfernung zu M).
Dann hat die Strecke A-zu-Empfänger bei M einen Knick. Ist dann die Geschwindigkeit der Information deiner Meinung nach immer noch 2c?
Ein Beispiel für „Überlichtgeschwindigkeit“ ist die Expansion des Raumes.
Man kann mit Radioteleskopen bis zum Rand des Universums in 13,7 Milliarden Lichtjahren schauen.
Der Weltraum hört da aber nicht einfach auf.
Nein, Licht von jenseits dieser Sphäre kann uns nicht erreichen, weil die Expansion des Raumes dort, von der Erde ausgesehen, überlichtschnell ist.