nocheinPoet hat geschrieben:
Das scheint immer wieder hier ein Knackpunkt zu sein, gibt doch einfach dann immer noch mal ein paar Links dazu an, auch stille Leser finden mal den Beitrag und suchen dann wild rum.
Wer die Beziehung aus der Synchronvorschrift zum Postulat nachvollziehen will, braucht sich doch nur die Originalarbeit Einsteins aus 1905 genau anzusehen:
http://www.mahag.com/fremd/einstein_1905.pdfnocheinPoet hat geschrieben:
Nun es scheint aber sehr viele Menschen zu geben, ich meine unter den Physikern, die kommen damit gut klar und finden das nicht so absurd wie Du. Und es scheint doch super zu passen, bisher kann keiner etwas in der Natur zeigen, das diese Annahme falsifiziert. Warum funktioniert das so toll, wenn es denn dann so absurd ist, und Du meinst ja damit sicherlich auch, das es falsch ist.
Bisher konnte keiner etwas in der Natur zeigen, was diese Annahme verifiziert! Die SRT "funktioniert" auch nirgendwo, was aber zu funktionieren scheint, ist die LET von Lorentz. Denn Absoluteffekte gibt es nur in dieser. Alle experimentellen "Bestätigungen" der SRT sind aber Absoluteffekte.
nocheinPoet hat geschrieben:
Ich verstehe Dich doch richtig, Du meinst, man könnte Licht hinterher reisen, so wie dem Schall auch, und würde wenn man es „richtig“ macht, das Licht eben nicht mehr mit c messen, sondern mit c -v, oder? Warum gibt es nicht ein Experiment, das eben genau so etwas mal zeigt, werden die Menschen unterdrückt und daran gehindert solche Experimente zu machen, oder gibt es solche, aber die werden nicht veröffentlicht?
Ob man Lichtgeschwindigkeit mit c oder mit c+/-v misst, hängt von der Gleichzeitigkeitsdefinition und der Synchronisation der Uhren ab, mit welchen man misst. Wer mit demselben Licht, das er misst, die Uhren synchronisiert, wird selbstverständlich immer nur c messen. Genau das ist ja der Knackpunkt.
nocheinPoet hat geschrieben:
Das ist natürlich nicht einfach zu begreifen und in so einem Bild nicht wirklich logisch. Aber so ein Bild ist eben auch nur ein Bild, eine einfache Erklärung. Licht ist eben kein LKW und das ganze findet eben auch in der Raumzeit und nicht nur im Raum statt.
LKw bewegen sich auch in der Raumzeit. Oder auch nicht - denn die Raumzeit ist ja nur ein theoretisches Konstrukt als Folge der Postulate. Diese Postulate sind nicht bewiesen (dann wären es ja keine Postulate), insbesondere ist nicht bewiesen, dass die LG unabhängig vom Beobachter ist - wie sich das aus dem RP, so wie Einstein das auffasst, ergibt.
Das ist alles einfach zu begreifen und es ist völlig klar, dass die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit keine wunderbare und märchenhafte Eigenschaft des Lichts, sondern eine Messkonstanz ist. Ein Lichtstrahl, der unterschiedlich schnell bewegte IS durchquert, kann nicht in jedem "c" HABEN, sondern nur unter bestimmten Messvorschriften so gemessen werden - indem man mit ihm auch synchronisiert. Es ist keine Frage, dass Einstein damit die Berücksichtigung eines allfälligen Äthers überflüssig machen wollte - aber das ZP durchkreuzt diese Absicht deutlich. Da hilft leider kein Argument heraus. In seiner Arbeit bringt Einstein 2 Uhren wieder zueinander und plötzlich sollten sie unterschiedlich schnell gelaufen sein, obwohl sie gleichberechtigt waren. Einstein selbst und andere SRT-Spezialisten haben den Fehler sehr wohl erkannt und später den unterschiedlichen Uhrenlauf auf die Beschleunigung zurückgeführt. Siehe dazu die Anmerkungen von Petry, Seite 31 seiner PDF:
http://home.vrweb.de/~si.pe/Zur%20Elekt ... oerper.pdfAber die Beschleunigung als Ursache für real auftretende ZD ist experimentell auch widerlegt. Siehe dazu den von Dir selbst angeführten Link:
http://www.relativitaetsprinzip.info/ex ... dauer.htmlund den Abschnitt "Kein Einfluss der Beschleunigung"!
Wer sich mit der SRT beschäftigt, durchlebt 3 Stadien:
1.) Man versteht sie nicht und glaubt, sie ist falsch.
2.) Man versteht sie und hält sie für richtig.
3.) Man durchschaut sie und weiß, sie ist falsch.
Das dritte Stadium hast Du noch nicht erreicht.
Grüße
Harald Maurer