McMurdo hat geschrieben:Zasada hat geschrieben:Die Lichtstrahlen, welche von den Ereignissen A und B herkommen, begegnen sich stets exakt im Mittelpunkt M auch dann, wenn der Zug diesen Punkt mit 99% der Lichtgeschwindigkeit passiert und ihre Ankunft misst - seine Bewegung spielt für die Geschwindigkeit der Lichtstrahlen, und konsequenterweise für die Gleichzeitigkeit ihrer Ankunft bei M keine Rolle.
Tja, sowas passiert eben wenn man Bezugssysteme nicht kennt.
Für jeden 5. Klässler ist es natürlich völlig logisch: wenn ich mich auf eine Lichtquelle zubewege muss das Licht nicht mehr so viel Strecke überwinden und erreicht mich daher eher. Wenn ich mich von der Lichtquelle weg bewege dementsprechend später. Nur für Kritiker ist das irgendwie ein unüberwindbares Hindernis diesen Twist zu kriegen.
Tja, ich schlage vor, bevor ich dir erkläre dass und warum du irrst, dass wir diesen idiotischen Gesprächstil ad acta legen. Niemand ist hier 5-Klässler, Ignorant, beschränkt etc. nur deshalb, weil er Einsteins Theorie nicht glaubt.
Es gibt dafür etliche Gründe, die nicht durch Spott, sondern lediglich und eventuell durch sachliche Argumentation infrage gestellt werden können.
Zum Thema:
Du hast natürlich Recht darin, indem Du behauptest, dass "wenn ich mich auf eine Lichtquelle zubewege muss das Licht nicht mehr so viel Strecke überwinden und erreicht mich daher eher".
Ist ein gültiges Argument - es findet bloß keine Anwendung in der Anordnung von Einstein, denn es wird in dieser Anordnung die Situation exakt in dem Augenblick betrachtet (gemessen), in dem Punkte M des Bahndammes und M' des Zuges zur Deckung kommen.
Die Messung findet punktuell statt und betrifft den Mittelpunkt der Strecke AB, bei dem sich die Lichtstrahlen der Blitz-Ereignisse A und B begegnen.
Wenn die Messung in diesem Augenblick von M' aus vorgenommen wird, in dem die besagten Lichtstrahlen zugleich den Punkt M erreichen, dann müssen sie von M' gleichzeitig und nicht nacheinander detektiert werden (es wird vorausgesetzt: "die Lichtgeschwindigkeit ist konstant und hängt
nicht vom
Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers ab").
Wenn aber der Wert der Lichtgeschwindigkeit konstant, und
nicht vom
Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers abhängig ist, dann spielt die Geschwindigkeit (Bewegungszustand) von M' für den gemessenen Wert c der Geschwindigkeit der Lichtstrahlen A-M und B-M keine Rolle.
Beide Lichtstrahlen müssen sich im Augenblick der von M' durchgeführten Messung im Punkt M der Anordnung begegnen, sonst würde nicht die Aussage "die Lichtgeschwindigkeit ist konstant und hängt
nicht vom
Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers ab", sondern ihr Gegenteil gültig sein.
Beide Lichtstrahlen müssen sich im Augenblick der von M' durchgeführten Messung im Punkt M der Anordnung begegnen, sonst stimmen die Maxwell Gleichungen nicht.