rmw hat geschrieben:Es gibt keinen Beweis dafür dass das Photon keine Masse hat, das ist lediglich eine hypothetische Annahme.
"Masse" ist eine Rechengröße. Ob Objekte Masse "haben" oder sich so auswirken, als hätten sie eine, bleibt sich gleich. Photonen haben in diesem Sinn eine Masse, weil ein Objekt, das Photonen abstrahlt, leichter wird. Wenn p=E/c und für E=mc² steht, dann resultiert p=mc. Dass die "Ruhemasse" eines Photons Null beträgt (ruhende Photonen gibt es nicht) ist lediglich eine Forderung aus der Theorie.
Das erinnert mich an ein Gedankenexperiment, das Einstein einst Bohr präsentierte, um die Unvollständigkeit der Quantenphysik aufzuzeigen. Er wollte den Massenverlust durch Photonen mit einer Waage feststellen, wobei sowohl die Masse quantitativ als auch der Zeitpunkt des Verlustes genau messbar wäre - was der Unschärferelation Heisenbergs widersprach. Bohr "rettete" die Quantenphysik mit dem Hinweis, dass lt. ART durch den Massenverlust die Vorrichtung leichter werde und in ein anderes Gravitationspotenzial gerate - damit trete durch Zeidilatation eine unbestimmte Zeitmessung ein. Damit bliebe die Unschärferelation gültig.
Entweder hat alles, was wir in die Schubladen Energie und Materie stecken, eine Masse ... oder nichts davon. Wir wissen nichts von den Ursachen physikalischer Phänomene, sondern schließen lediglich von den Wirkungen auf Ursachen zurück, die grundsätzlich fiktiv bleiben. "Masse" ist ein typisches Beispiel dafür. Ein anderes wäre "Kraft". Noch extremer: "Ladung". Und noch viele andere Grundbegriffe der Physik, von denen wir nicht wissen, auf welche Identität sie sich eigentlich beziehen.
Die SRT spielt sich vor dem Hintergrund absoluten Raums und absoluter Zeit ab. Schon der Begriff "Inertialsystem" fußt im Newtonschen absolutem Raum/Zeit Gefüge. Die Geschwindigkeit v zweier zueinander relativ bewegter Bezugssysteme beruht auf der Voraussetzung absoluter Zeit und absoluter Länge, denn v=dx/dt, und x wie t werden für beide Beobachter gleich angenommen... andernfalls ließe sich die Relativbewegung gar nicht definieren. Auch die relativen Raum- und Zeitmaße, die an die Stelle der absoluten treten, leiten sich letztlich von absoluten Maßen her, sonst hätte sie keinen relativistisch ausdrückbaren Zusammenhang. Alle Apparate zur experimentellen Überprüfung der SRT werden nach einer newtonschen Physik konstruiert und eingesetzt. In jeder Messung und Berechnung steckt deshalb Newton und damit die Vorstellung absoluten Raums und absoluter Zeit als Voraussetzung. E=mc² deckt das wunderbar auf - ob's den Relativisten schmeckt oder nicht...
Grüße
Harald Maurer
