Daniel K. hat geschrieben:Was wir für dich ist, ist Wurst. Zeige auf, wie v und dein v' unterschiedlich sein soll, v ist ja Strecke durch Zeitdauer, da muss dann bei dir auch Strecke oder Zeit in beiden Systemen unterschiedlich sein, warum und wie ist gefragt, zeige es an einem Beispiel mit Zahlen konkret auf, wenn du es kannst.
Nichts einfacher als das. Ich teile die 1ls mal in 1000 gleichlange Stecken auf, färbe diese abwechselnd rot und weiß und hefte einen solchen Maßstab an beide beteiligte Objekte, so dass sie sie vor sich her, an dem jeweils anderen Objekt vorbei schieben. Ich hoffe, wir sind uns einig, dass, wenn sich beide Objekte aufeinander zu bewegen, bei beiden Objekten die gleiche Anzahl in gleichen Zeitabschnitten vorbeiziehen und die Länge der Maßstäbe ändert sich dabei nicht (keinerlei materielle Längenkontraktion zu erkennen, man kann die Gesamt- oder jede beliebige Teilstrecke sogar zu jeder Zeit mit Maßbändern nachmessen). Unabhängig von einander kann man nun auf beiden Objekten (jeweils) eine Geschwindigkeit ermitteln. Wenn die Uhren nun unterschiedliche Gangraten aufweisen, kommt man bei einem Objekt definitiv auf eine andere Geschwindigkeit, als beim Anderen, weil bei geringerer Taktrate mehr und bei höherer Taktrate weniger sich vorbei bewegende Teilabschnitte gezählt werden können. Ergo eine Bewegung - zwei verschiedene Geschwindigkeiten. w=γv, so wie es bei Wikipedia (EN) steht und das ist das selbe, wie v'=γv. Kein Mensch auf Objekt A weiß, welche Geschwindigkeit auf Objekt B gemessen wird und umgekehrt, ohne Vergleich weiß man ja nicht mal, dass eine Uhr anders geht, als die Andere. Aber man kann sich die gemessenen Geschwindigkeiten gegenseitig zusenden (okay, bei so geringen Geschwindigkeiten, bei denen der Lorentzfaktor außerhalb der Meßtoleranz von Geschwindigkeiten liegt, kann man es vergessen und glauben, die Geschwindigkeiten wären gleich, aber Glauben heisst Nichtwissen).

Das Schlimmste, was nun passieren kann, ist, dass die empfangenen Geschwindigkeiten nicht mit den vorrausberechneten übereinstimmen und in diesem Fall, weiß man, dass man selbst auch bewegt sein muss. Das prolematischste dabei: die empfangenen Geschwindigkeiten, sind genau so hoch, wie die lokal gemessenen - das kann ja nur bei nicht relativistischen Bewegungen oder gegenüber einem dritten Punkt Gleichen der Fall sein.