Gerhard Kemme hat geschrieben:
Bezüglich der Widerlegungen klappt das mit der Falsifizierung auch gut ohne Experiment, indem eine Theorie logisch widerlegt wird. Wenn jemand beispielsweise die Behauptung aufstellt, man könne nicht schneller als 20 km/h mit dem Fahrrad fahren, dann braucht sich niemand aufs Rad zu schwingen, sondern dies kann hinreichend mit Hinweis auf widersprechende Erfahrungen widerlegt (falsifiziert) werden.
Eine allgemeingültige Regel ist ja, dass Geschwindigkeiten sich ganz normal addieren, so wie Galilei und Newton es berechnet haben, weil es durch die präzisen Vorhersagen der Ballistik millionenfach in der Empirie und in der Alltagsphysik bestätigt wurde (sogar die NASA arbeitet mit Newton). Diese allgemeingültige Regel ist auch aus der Erfahrung von jedermann herausgefunden worden: Man würde z.B. nicht instinktiv bremsen um eine Kollision zu vermeiden oder harmloser zu machen, wenn man nicht instinktiv wußte, dass Geschwindigkeiten sich addieren, oder eine Maus würde nicht vor einer Katze so schnell wie möglich weglaufen, wenn sie nicht wußte, dass Geschwindigkeiten sich addieren.
Die völlig aus der Luft gegriffene Behauptung, dass zwischen einem Lichtstrahl und einem Objekt die Geschwindigkeiten sich gar nicht addieren sondern die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden immer nur konstant c beträgt, bräuchte man m.E. nicht mehr experimentell im Labor zu widerlegen: Diese Behauptung ist wie gesagt in der Empirie eindeutig und millionenfach durch die Messungen der Geschwindigkeit von Objekten mit Laserpistolen oder Radaren widerlegt: Gemäß SRT sollte man zwischen einem Lichtstrahl und einem Objekt immer nur exakt die Relativgeschwindigkeit c messen, egal ob das Objekt ruht oder sich relativ zum Lichtstrahl bewegt. Das ist nicht der Fall: Man ermittelt sehr wohl andere Geschwindigkeiten als c zwischen den beiden, nämlich die Eigengeschwindigkeit des gemessenen bewegtens Objekts, also gilt sehr wohl auch c +/-v in unserer Alltagsdimension.
Diese völlig aus der Luft gegriffene Behauptung der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit des Beobachters ist übrigens offensichtlich ganz bieder auf einen mathematischen Fehler von Waldemar Voigt schon 1887 zurückzuführen, der ungemerkt und blind übernommen wurde:
Die Wissenschaft, sie ist und bleibt,
was einer ab vom andern schreibt
(Eugen Roth)
Viele Grüße
Jocelyne Lopez
