Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 23. Jun 2010, 16:13

Ernst hat geschrieben:
Allerdings glaube ich auch, dass es keinen Sinn macht, weiter zu diskutieren, denn offenbar verstehen nur 2 Menschen hier die Situation richtig, alle anderen nicht.

So ist es. Es fehlt an einfachster Kenntnis. Die Sache ist so simpel, daß man sich über das Unverständnis nur wundern kann.


Natürlich ist die Sache ganz simpel. Das ist auch 100%ig klassische Physik. Glauben Sie etwa, Sie haben die klassische Physik erfunden, es fehlt bei Allen an einfachster Kenntnisse der Physik und Sie sind einzig in der Lage, das Prinzip einer Messung zu verstehen? 8-)

Ich behaupte auch nicht, dass man nicht mit dem Licht Abstandsänderungen messen kann, das kann man, das Prinzip ist ganz simpel, kann jeder verstehen, sogar ich, stellen Sie sich das vor. :P Ich behaupte nur, dass diese Art von Messungen nur widerspruchsfrei erklärbar ist, wenn man sie innerhalb der klassischen Physik ansetzt, mit dem Postulat der SRT produziert sie unlösbare Widersprüche und reine Esoterik.

Will man so ein einfaches Prinzip mit der SRT erklären und dabei das Postulat der Konstanz der LG zu bewegten Beobachtern verwenden, klappt es nicht mehr ohne gravierende Widersprüche, die mit der klassischen Physik überhaupt nicht existieren: Ein Lichtstrahl müsste dann alle zu ihm bewegten Objekten gleichzeitig erreichen, egal wie schnell sie sich zu ihm bewegen, wenn sie vom gleichen Ort und zum selben Zeitpunkt gestartet sind, weil die Abstandsänderung pro Zeiteinheit bei der SRT konstant bleiben muss (invariante Relativgeschwindigkeit aller Objekte zum Licht). Esoterik pur.


Ernst hat geschrieben:
@Jocelyne Lopez
Vor einiger Zeit hatte ich ihnen den Effekt ausführlich erläutert. Es handelt sich bei der Laserpistole prinzipiell wie auch beim Dopplerradar um die Anwendung des Dopplereffektes. Bitte lesen sie über den Dopplereffekt nach. Ihr Irrtum verflüchtigt sich dann von selbst.

@nePoet
Alles richtig und Deine Mühe ist redlich. Allerdings hatten wir solches schon früher veranschaulicht, leider ohne Erfolg. Mancheine(r) kommt damit unbeeindruckt immer wieder.


Das Dopplereffekt ist klassische Physik, keine SRT. Wenn man mit der klassischen Physik argumentiert jedoch gleichzeitig das absurde Postulat der Unabhängigkeit der LG zum bewegten Beobachter vergessen oder leugnen will, wie Sie es hier tun, zeugt es nur von Ihrem grundsätzlichen Unverständnis der Bedeutung dieses Postulats in der physikalische Realität und in der Mathematik, aber das wundern mich von Ihnen auch nicht, das ist nicht das erste Mal, dass man so etwas bei Ihnen feststellen kann. Ich verzichte also gerne auf Ihre Erklärungen, sowohl was die klassische Physik als auch die SRT anbelangt, und verpasse nichts Wesentliches dabei. Beeindrucken können Sie mich schon nicht und ich zweifle auch seit einiger Zeit, dass Sie überhaupt ein Kritiker der Relativitätstheorie sind. Sie sind lediglich ein Kritiker des Äthers, aber es reicht nicht, um die SRT zu kritisieren. Na ja, es gab immer schon bei MAHAG Pseudo-Kritiker oder hin- und her schwankende "Kritiker", damit muss man auch leben. 8-)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Mi 23. Jun 2010, 16:28

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich behaupte auch nicht, dass man nicht mit dem Licht Abstandsänderungen messen kann, das kann man, das Prinzip ist ganz simpel, kann jeder verstehen, sogar ich, stellen Sie sich das vor. :P Ich behaupte nur, dass diese Art von Messungen nur widerspruchsfrei erklärbar ist, wenn man sie innerhalb der klassischen Physik ansetzt, mit dem Postulat der SRT produziert sie unlösbare Widersprüche und reine Esoterik.

Will man so ein einfaches Prinzip mit der SRT erklären und dabei das Postulat der Konstanz der LG zu bewegten Beobachtern verwenden, klappt es nicht mehr ohne gravierende Widersprüche, die mit der klassischen Physik überhaupt nicht existieren: Ein Lichtstrahl müsste dann alle zu ihm bewegten Objekten gleichzeitig erreichen, egal wie schnell sie sich zu ihm bewegen, wenn sie vom gleichen Ort und zum selben Zeitpunkt gestartet sind, weil die Abstandsänderung pro Zeiteinheit bei der SRT konstant bleiben muss (invariante Relativgeschwindigkeit aller Objekte zum Licht). Esoterik pur.



Wenn man sie falsch anwendet, dann schon.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » Mi 23. Jun 2010, 16:37

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:Das Messgerät schickt Impulse zu Auto A, das mit 100 km/h unterwegs ist. Geschwindigkeit der Impulse ist c.

Da das Relativitätsprinzip von dir ja offenbar nicht angezweifelt wird, gilt auch
Das Messgerät ist mit 100 km/h unterwegs und schickt Impulse zum parkenden Auto A. Geschwindigkeit der Impulse ist c.


Ich verstehe nicht den Sinn dieser Aufstellungen,


Diese Aufstellung ergibt auch keinen Sinn, sie sagt nichts aus.

"Das Messgerät ist mit 100 km/h unterwegs"
"Geschwindigkeit der (dieser) Impulse ist c"

Wo ist da ein Sinn zu erkennen?
Es ist in keiner Auflistung zu erkennen wogegen die Geschwindigkeiten ermittelt wurden, bzw. bezogen sind.

Solange das nicht klar ist kann jeder behaupten was er will.
Denn keiner sagt etwas aus dass irgendwie einen Bezug hat, also sind alle Aussagen nutzlos(bezugslos).


Gruss Kurt
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Mi 23. Jun 2010, 16:45

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:Das Messgerät schickt Impulse zu Auto A, das mit 100 km/h unterwegs ist. Geschwindigkeit der Impulse ist c.

Da das Relativitätsprinzip von dir ja offenbar nicht angezweifelt wird, gilt auch
Das Messgerät ist mit 100 km/h unterwegs und schickt Impulse zum parkenden Auto A. Geschwindigkeit der Impulse ist c.


Ich verstehe nicht den Sinn dieser Aufstellungen,


Diese Aufstellung ergibt auch keinen Sinn, sie sagt nichts aus.

"Das Messgerät ist mit 100 km/h unterwegs"
"Geschwindigkeit der (dieser) Impulse ist c"

Wo ist da ein Sinn zu erkennen?
Es ist in keiner Auflistung zu erkennen wogegen die Geschwindigkeiten ermittelt wurden, bzw. bezogen sind.

Solange das nicht klar ist kann jeder behaupten was er will.
Denn keiner sagt etwas aus dass irgendwie einen Bezug hat, also sind alle Aussagen nutzlos(bezugslos).


Gruss Kurt


Na, auf was sind denn Messungen der Polizei bezogen?


Wenn bei einer Radarmessung der Polizei die Geschwindigkeit zu EINEM Auto ermittelt wird, ist völlig klar, wo der Bezug ist. Wenn es dann plötzlich um Relativgeschwindigkeiten von vielen Autos zueinander geht, ist das etwas völlig anderes.
Mirko
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Ernst » Mi 23. Jun 2010, 17:03

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Ich behaupte nur, dass diese Art von Messungen nur widerspruchsfrei erklärbar ist, wenn man sie innerhalb der klassischen Physik ansetzt, mit dem Postulat der SRT produziert sie unlösbare Widersprüche und reine Esoterik.

Nein. Der Dopplereffekt existiert auch in der SRT. Er liefert gegenüber der klassischen Physik allerdings bei extrem hohen Geschwindigkeiten eine etwas andere Frequenzänderung bei gegebener Relativgeschwindigkeit. Bei Autogeschwindigkeit ist das aber vernachlässigbar.
Prinzipiell ist die Radarpistole also mit der SRT kompatibel.

Ich verzichte also gerne auf Ihre Erklärungen, sowohl was die klassische Physik als auch die SRT anbelangt, und verpasse nichts Wesentliches dabei. Beeindrucken können Sie mich schon nicht und ich zweifle auch seit einiger Zeit, dass Sie überhaupt ein Kritiker der Relativitätstheorie sind.

Bitte, ich will mich nicht aufdrängen. Verpassen tun sie dann nichts, wenn Ihnen andere Teilnehmer Hinweise auf solche falschen Auffassung, wie im vorliegenden Fall, geben.

Kritik an der SRT wird von den Fachleuten nur zur Kenntnis genommen, wenn sie substantiell begründet wird. Sich als Kritiker zu bezeichnen, bringt da gar nichts. Die SRT ist auch nicht grundsätzlich falsch. Kritikwürdig ist meines Erachtens einmal die Herleitung unter Verwendung des zweiten Postulats und zum anderen die Übernahme der Gesetze der Elektrodynamik in die gesamte Physik einschließlich der Mechanik.

Gruß
Ernst
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 23. Jun 2010, 17:40

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Ich behaupte nur, dass diese Art von Messungen nur widerspruchsfrei erklärbar ist, wenn man sie innerhalb der klassischen Physik ansetzt, mit dem Postulat der SRT produziert sie unlösbare Widersprüche und reine Esoterik.


Nein. Der Dopplereffekt existiert auch in der SRT. Er liefert gegenüber der klassischen Physik allerdings bei extrem hohen Geschwindigkeiten eine etwas andere Frequenzänderung bei gegebener Relativgeschwindigkeit. Bei Autogeschwindigkeit ist das aber vernachlässigbar.
Prinzipiell ist die Radarpistole also mit der SRT kompatibel.


Ob es "vernachlässigbar" für unsere empirischen Zwecke ist oder ob es tatsächlich eine "etwas andere Frequenzänderung" bei extrem hohen Geschwindigkeiten gibt, sagt überhaupt nichts über die theoretische, messtechnische und logische Stichhaltigkeit des Postulats der Unabhängigkeit der LG zu bewegten Beobachtern aus. :|

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » Mi 23. Jun 2010, 17:58

Mirko hat geschrieben:
Na, auf was sind denn Messungen der Polizei bezogen?


Das würde mich schon lange mal interessieren.
Also worauf sind sie bezogen?


Welche Bezüge werden hier verwendet?
a' Starenkasten am Strassenrand
b' Laserpistole im fahrendem Auto

Welche Aussagen zur jeweiligen Lichtgeschwindigkeit werden in den Beispielen genannt?

Mirko hat geschrieben:Wenn bei einer Radarmessung der Polizei die Geschwindigkeit zu EINEM Auto ermittelt wird, ist völlig klar, wo der Bezug ist. Wenn es dann plötzlich um Relativgeschwindigkeiten von vielen Autos zueinander geht, ist das etwas völlig anderes.


Es ist also klar wo der Bezug ist, wo ist er denn?
Wieso ist es etwas Anderes wenn es um Relativgeschwindigkeiten zu anderen Autos geht.
Hier gelten die gleichen Gesetze.
Die Diskussion hab ich nicht verfolgt, es kann also durchaus sein das sich da was falsch sehe.
Ich habe mich auf die obigen Aussagen beschränkt, denn da sind keine Bezüge genannt.
Also sind auch keine Aussagen zu irgendeiner Geschwindigkeit erstellbar.


Gruss Kurt
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 23. Jun 2010, 19:04

Zum Thema Geschwindigkeitsmessung per Radar:
Ein an einem stehenden Auto reflektiertes Radarsignal wird mit derselben Frequenz reflektiert wie sie das Radarsignal der Radarquelle und Messeinrichtung hatte. Wellenlänge λ und Schwingungsdauer T sind gleichbleibend.
Sinuswelle.jpg
Sinuswelle.jpg (10.14 KiB) 6833-mal betrachtet

Wenn ein Fahrzeug dem Radarsignal entgegen kommt, dann ändert sich nach dem Dopplereffekt die Frequenz. Die Erklärung hierfür wäre, dass die Wellenlänge λ zwar gleich bleibt, dass diese Strecke aber in kürzerer Zeit überwunden wird, so dass das sich bewegende Fahrzeug eine niedrigere Schwingungsdauer wahrnimmt und reflektiert, d.h. nach f=1/T wäre die Frequenz bei einem Fahrzeug in Draufzufahrt dann größer, d.h. höher.
Was hat das jetzt mit unserer Fragestellung zu tun, ob sich die Relativgeschwindigkeit zwischen einer Elektromagnetischen Welle und einem bewegten Objekt in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Objektes ändert?
Die Frequenz des in der Messeinrichtung empfangenen reflektierten Radarsignals entspricht der Relativgeschwindigkeit zwischen Geschwindigkeit des Autos und Geschwindigkeit der Elektromagnetischen Welle, d.h. je höher die Frequenz - Zufahrt - desto höher die Relativgeschwindigkeit. Insofern ist die Relativgeschwindigkeit zwischen einer Elektromagnetischen Welle und einem bewegten Objekt von der Geschwindigkeit des Objektes abhängig, was von einigen Relativisten bestritten wird.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Mi 23. Jun 2010, 20:36

Kurt hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Na, auf was sind denn Messungen der Polizei bezogen?


Das würde mich schon lange mal interessieren.
Also worauf sind sie bezogen?





Ich muss dir jetzt nicht wirklich erklären, wo Jocelynes Denkfehler liegt?
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Mi 23. Jun 2010, 20:39

Gerhard Kemme hat geschrieben:Zum Thema Geschwindigkeitsmessung per Radar:

Die Frequenz des in der Messeinrichtung empfangenen reflektierten Radarsignals entspricht der Relativgeschwindigkeit zwischen Geschwindigkeit des Autos und Geschwindigkeit der Elektromagnetischen Welle, d.h. je höher die Frequenz - Zufahrt - desto höher die Relativgeschwindigkeit. Insofern ist die Relativgeschwindigkeit zwischen einer Elektromagnetischen Welle und einem bewegten Objekt von der Geschwindigkeit des Objektes abhängig, was von einigen Relativisten bestritten wird.


http://www.elektrotechnik-fachwissen.de/nachrichtentechnik/frequenz-wellenlaenge.php
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