Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Fr 1. Nov 2019, 20:46

Sciencewoken ist Yukterez.
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Das Modell der "Zeitdilatation" überprüft.

Beitragvon Zasada » Fr 1. Nov 2019, 20:47

Bild

These:
Wenn die Ereignispunkte in S absolut gleichzeitig erreicht werden (ihre Gleichzeitigkeit gilt absolut, denn sie gilt gleichermaßen in S wie in S'), so gilt diese Gleichzeitigkeit auch in S' unverändert. Es spielt keine Rolle, ob sich Systeme gegeneinander bewegen oder nicht: die zeitliche Form der Signale bleibt unverändert.
Es betrifft sie keine Zeitdilatation.

Werden vom Punkt P1 drei einsekündige Lichtsignale mit jeweils einer Sekunde Abstand emittiert (_ _ _), so erreichen sie den um 300.000 Kilometer entfernten Punkt P2 in unveränderter zeitlicher Form (_ _ _), wenn auch mit einer Sekunde Verzögerung.
Bewegt sich P2 gleichmäßig und gleichförmig entlang der x-Achse in Richtung P1, so bleibt die zeitliche Form der Lichtsignal-Übertragung erhalten - was sich aufgrund der Bewegung ändert ist sehr wohl die Frequenz der von P2 empfangenen Signale, nicht aber ihre zeitliche Form. Nähert sich P2 dem Sender, so erhöht sich die Signalfrequenz, entfernt er sich, so wird die Frequenz der vom P1 gesendeten Signale niedriger.
Die zeitliche Form (_ _ _) bleibt unabhängig vom jew. Bewegungszustand der Inertialsysteme erhalten, womit die behandelte Frage der Gleichzeitigkeit der Ereignisse in S und in S' bereits beantwortet ist.

Auch wenn die Signale den Beobachter in S'/P2 zeitverzögert erreichen, erreichen sie ihn in der konstanten zeitlichen Form (3 Impulse mit je 1s Abstand → keine ZD).

Beweis:
Würde sich die zeitliche Form des Signals verändern, indem sich die 1s-Signalabstände mit dem sich bspw. gleichmäßig verringenden Abstand von Quelle und Empfänger verkürzen würden, so müssten diese Signalabstände in der Nähe der Lichtquelle kürzer sein, als in weiterer Entfernung. Dies kann aber nicht sein, denn die zeitliche Form (_ _ _) der Signale in großer Entfernung identisch gemessen wurde, als im Sendepunkt (s.oben: die zeitliche Form wurde erhalten, Empfang um 1 sek verzögert).
Dies ist der Beweis dafür, dass die zeitliche Form der Lichtsignale Distanzinvariant ist: unterscheidet sich diese in der Entfernung (n+10) nicht von der zeitlichen Form der Signale im Sendepunkt (n), so kann keine Veränderung der zeitlichen Form zwischen (n+10) und (n) in gleichmäßig gleichförmig bewegten Systemen konstatiert werden.
Veränderte sich die zeitliche Form der versendeten Lichtsignale in Abhängigkeit zur zurückgelegten Strecke trotzdem, so müsste sich diese Form mit dem sich verringernden Abstand zwischen P2 und P1 gleichmäßig verändern, und sich auf der Höhe des Sendepunktes von dem bei (n+10) gemessenen Wert unterscheiden.
Das ist aber unmöglich, denn auf der gleichen Höhe des Empfangs- und Sendepunktes (n) ist die zeitliche Form des Signals bei P1 und P2 identisch und nicht zu unterscheiden von dem bei (n+10) gemessenen Wert.
Ich habe somit gezeigt, dass die Existenz der Zeitdilatation, in welcher Form auch immer, logisch ausgeschlossen ist, qed.
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Sa 2. Nov 2019, 04:54

Bild

Zeitliche Signalform bleibt konstant über die ganze Länge der Ausbreitungsstrecke.
Ruhen P gegeneinander, werden Signale in unveränderter Form bei den Punkten P2 (n+10) und P3 (n+20) empfangen.
Es gibt keinen Platz für Zeitdilatation.
Zeitlich dilatierte Signalform (für bewegten Empfänger) müsste mit dem sich gleichmäßig verändernden Abstand zur Lichtquelle differieren.
Die zeitliche Form des Signals wurde aber sowohl in P1, als in P2, als auch in P3 als konstant gemessen: d.h. das Signal liegt bereits in jeder Entfernung zur Lichtquelle in zeitlich unveränderter Form vor.
Es existiert also gar keine Möglichkeit, die zeitliche Signalformen F(n+20) und F(n+10) in zeitliche Signalform F(n) zu verwandeln. Zeitliche Signalformen F(n+20), F(n+10) und F(n) sind nämlich identisch (_ _ _).
Die Zeitliche Form der vom Punkt P1 emittierten Signale muss daher invariant bezüglich des Abstandes zwischen P1 und den Empfangspunkten P2 und P3 sein. Womit die Wirkung der Zeitdilatation an den genannten Punkten und Strecken ausgeschlossen ist.
Zuletzt geändert von Zasada am Sa 2. Nov 2019, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Sa 2. Nov 2019, 09:14

Wikiped:
"Die Gleichzeitigkeit von Ereignissen, deren Ort sich nur senkrecht zur Bewegungsrichtung ändert, ist in beiden Bezugssystemen [S,S'] gleich: Wenn die Lampe auf halber Höhe des Zuges hängt, so wird das Licht sowohl für den Beobachter am Bahnsteig als auch für den Beobachter im Zug gleichzeitig die Unter- und Oberseite des Zuges erreichen."

Die von Daniel K. beschriebene Situation ist:
Der Beobachter in S' rast an S vorbei und betrachtet die Ereignisse, die aus seiner Sicht in S passieren.
Nun "sieht" er die verlängerten Strecken: die reell stattfindenden Spiegel-Reflexionen der Lichtuhr (Ereignisse in S) finden jedoch nicht nur sowohl für ihn, als auch für den Beobachter in S gleichzeitig statt, sondern (konsequenterweise): die Ereignispunkte, an den die Photonen in S jeweils den oberen und den unteren Spiegel erreichen, ereignen sich in S und in S' simultan, denn ihre Gleichzeitigkeit ist absolut.
D.h.: die verlängerte Strecke existiert nicht: die Verzögerung, die in S' wahrgenommen wird, hat nur mit der Entfernung der Systeme und mit der Endlichkeit der Signalgeschwindigkeit zu tun, nicht etwa damit, dass sich die Strecken, welche von den Lichtstrahlen zurückgelegt werden, auf wundersame Weise verlängern (nur deshalb, weil die Lichtuhr von der Seite betrachtet wird).

Somit wird Einsteins Kategorienfehler tatsächlich korrigiert: es geht nun nicht mehr um die Realität der sich verzögernden Zeit, sondern um die Realität des sich entsprechend verringenden (Anflug an S) und vergrößernden (Abflug von S) Abstandes zwischen S und S'.
Verläuft die Bewegungsachse von S' dicht an der Lichtuhr, so wird
in dem Augenblick, in dem S' sich auf der Höhe von S befindet, (fast) kein Unterschied der Taktfrequenz der Lichtuhr in S und in S' registriert.

Im Klartext: Doppler → keine "Relativität der Gleichzeitigkeit" der Ereignisse.

Es gibt nur eine Realität, nur einen Abstand zwischen den Spiegeln einer Lichtuhr und nur eine Zeit, welche die Photonen darin benötigen, um diesen Abstand zu bewältigen.

»Zitat aus "Gravitation" v. W. M. Bauer, Seite 22: "In einem Raumschiff bleibt im Zustand der Schwerelosigkeit eine Pendeluhr stehen, und eine Sanduhr hört zu rinnen auf. Daraus folgert niemand, dass die Zeit stehen bleibt."«
Quelle: http://mahag.com/srt/uhr.php

Die Uhrmechanismen messen keine Zeit. Sie messen eigene Uhrzeit. Die Uhren und Zeit haben keine Verbindung. Insbesondere: die Taktrate einer Lichtuhr hat keinen Einfluss auf die Zeit.
Jede Taktabweichung einer Uhr hat mit eigenem Uhrmechanismus zu tun, nicht mit Geschwindigkeit, mit der die Zeit vergeht.

Bild Erkennt ihr die zwei von der Tankstelle?
Hafele und Keating mit ihrer schief und krumm aufgestellten Apparatur... :D
Die ganz unheimlich perfekt und monumental bestätigte Theorie...
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Lagrange » Sa 2. Nov 2019, 10:05

Zasada hat geschrieben:Bild

Zeitliche Signalform bleibt konstant über die ganze Länge der Ausbreitungsstrecke.
Ruhen P gegeneinander, werden Signale in unveränderter Form bei den Punkten P2 (n+10) und P3 (n+20) empfangen.
Es gibt keinen Platz für Zeitdilatation.
Zeitlich dilatierte Signalform (für bewegten Empfänger) müsste mit dem sich gleichmäßig verändernden Abstand zur Lichtquelle differieren.
Die zeitliche Form des Signals wurde aber sowohl in P1, als in P2, als auch in P3 als konstant gemessen: d.h. das Signal liegt bereits in jeder Entfernung zur Lichtquelle in zeitlich unveränderter Form vor.
Es existiert also gar keine Möglichkeit, die zeitliche Signalform F(n+20) und F(n+10) in zeitliche Signalform F(n) zu verwandeln. Zeitliche Signalformen F(n+20), F(n+10) und F(n) sind nämlich identisch (_ _ _).
Die Zeitliche Form der vom Punkt P1 emittierten Signale muss daher invariant bezüglich des Abstandes zwischen P1 und den Empfangspunkten P2 und P3 sein. Womit die Wirkung der Zeitdilatation an den genannten Punkten und Systemen ausgeschlossen sein.

Exakt.

Entfernt sich ein Beobachter von der Quelle, so wird die Zeit gedehnt - die Signalform wird auseinander gezogen.

Bei Annäherung wird die Zeit zusammengedrückt.
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Sa 2. Nov 2019, 10:12

Lagrange hat geschrieben:Exakt.
Entfernt sich ein Beobachter von der Quelle, so wird die Zeit gedehnt - die Signalform wird auseinander gezogen.
Bei Annäherung wird die Zeit zusammengedrückt.

Eben nicht
Zasada im ersten Satz hat geschrieben:Zeitliche Signalform bleibt konstant über die ganze Länge der Ausbreitungsstrecke.
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Zasada » Sa 2. Nov 2019, 10:17

Es kann keinen Unterschied zwischen der Anordnung, in der Punkte P zueinander ruhen und der Anordnung, in der Punkte P gegeneinander gleichförmig bewegt sind, geben (es gibt dafür zwei Gründe: den von mir oben vorgestellten und den, der vielleicht noch wichtiger ist: Identität von Ruhe und gleichförmiger Bewegung)
Zuletzt geändert von Zasada am Sa 2. Nov 2019, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Lagrange » Sa 2. Nov 2019, 10:24

Lagrange hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Bild

Zeitliche Signalform bleibt konstant über die ganze Länge der Ausbreitungsstrecke.
Ruhen P gegeneinander, werden Signale in unveränderter Form bei den Punkten P2 (n+10) und P3 (n+20) empfangen.
Es gibt keinen Platz für Zeitdilatation.
Zeitlich dilatierte Signalform (für bewegten Empfänger) müsste mit dem sich gleichmäßig verändernden Abstand zur Lichtquelle differieren.
Die zeitliche Form des Signals wurde aber sowohl in P1, als in P2, als auch in P3 als konstant gemessen: d.h. das Signal liegt bereits in jeder Entfernung zur Lichtquelle in zeitlich unveränderter Form vor.
Es existiert also gar keine Möglichkeit, die zeitliche Signalform F(n+20) und F(n+10) in zeitliche Signalform F(n) zu verwandeln. Zeitliche Signalformen F(n+20), F(n+10) und F(n) sind nämlich identisch (_ _ _).
Die Zeitliche Form der vom Punkt P1 emittierten Signale muss daher invariant bezüglich des Abstandes zwischen P1 und den Empfangspunkten P2 und P3 sein. Womit die Wirkung der Zeitdilatation an den genannten Punkten und Systemen ausgeschlossen sein.

Exakt.

Entfernt sich ein Beobachter von der Quelle, so wird die Zeit gedehnt - die Signalform wird auseinander gezogen.

Bei Annäherung wird die Zeit zusammengedrückt.

Der Grund ist, dass die Signale langsamer oder schneller am Beobachter vorbei sausen.
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Ernst » Sa 2. Nov 2019, 10:48

Zasada hat geschrieben:Wikiped:
"Die Gleichzeitigkeit von Ereignissen, deren Ort sich nur senkrecht zur Bewegungsrichtung ändert, ist in beiden Bezugssystemen [S,S'] gleich: Wenn die Lampe auf halber Höhe des Zuges hängt, so wird das Licht sowohl für den Beobachter am Bahnsteig als auch für den Beobachter im Zug gleichzeitig die Unter- und Oberseite des Zuges erreichen."
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Liest du eigentlich hier nicht mit? Wikipedia ist unzuverlässig (die Verfasser sind mitunter Leute wie Mike und Daniel) und so, wie das da steht, ist es Unfug.

Richtig formuliert muß es heißen:

"Die Gleichzeitigkeit von Ereignissen, deren Orte sich nur senkrecht zur Bewegungsrichtung ändern, ist in beiden Bezugssystemen [S,S'] gleich: Wenn die Lampe im Zug auf halber Höhe des Zuges hängt, so wird das Licht sowohl für den Beobachter am Bahnsteig als auch für den Beobachter im Zug gleichzeitig die Unter- und Oberseite des Zuges erreichen."

Das heißt, es, geht um die Gleichzeitigkeit zwischen diesen Orte untereinander. Und die Lampe wird im Zug mitbewegt.
Und es sind für diese Punkte die Ereignisse jeweils in S und in S' gleichzeitig. Aber die gleichzeitigen Ereignisse dort geschehen in S und in S' zu unterschiedlicher Zeit.

Das hätten dir längst die Möchtegernrelativisten erläutert haben, aber sie sind so dumm, daß sie ihre SRT zwar liebhaben, aber sie überhaupt nicht verstehen.
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Zuletzt geändert von Ernst am Sa 2. Nov 2019, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die letzte Gerade der Speziellen Relativitätstheorie.

Beitragvon Ernst » Sa 2. Nov 2019, 10:50

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Lagrange hat geschrieben:Bei Annäherung wird die Zeit zusammengedrückt.

Hast du Fieber?
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