Ernst hat geschrieben:Wie kommst du nun darauf, daraus etwas für unterschiedliche Zeitskalen abzuleiten. Zudem sprichst du von Taktraten. Falls du deine Konstellation als Uhr ansehen willst. Dazu taugt sie ohnehin nicht. Ihre Taktzeit wird ständig größer.
Und du fragst noch, wie ich etwas von unterschiedlichen Zeitskalen ableite? Weißt du, wie eine Uhr funktioniert? Weißt du, wie eine Lichtuhr funktioniert? Bei einer Lichtuhr kannst du nur Reflexionen an einem der Spiegel zählen. Die Dauer zwischen zwei Reflexionen kannst du nur mit einer weiteren (Licht)Uhr messen. Die Dauer der Abstände, mit denen die weitere Uhr ihre takte zählt, nur mit der Uhr, deren Dauer du ursprünlich ermitteln woltest oder erneut mit einer weiteren (Licht)Uhr. Das kannst du bis zur Verrottung und darüber hinaus machen, und du wirst niemals feststellen können, wie lange Dauer eigentlich dauert. Du kannst es nur definieren und mit der Uhr, mit der du das definiert hast, alle anderen in ihrem natürlichen Gang verfälschen - sprich kalibrieren bzw. synchronisieren. Du wirst nie erfahren, welche Uhr nun richtig geht, denn selbst die eine Auserwählte tut es nicht gegenüber allen Anderen. Du kannst aber feststellen, dass Uhren auch mal schneller ticken, statt langsamer und deswegen müssen sie mechanisch verlangsamt werden, wie z.B. die Uhren in GPS-Satelliten. Dort wo eine Uhr ohne gravitativen Einfluss am schnellsten geht, was man durch ständige Uhrenvergleiche in Verbindung mit Referenzmaßen (Urmetern) ganz leicht feststellen kann, ist ein Punkt der absoluten Ruhe im Universum erreicht. Das Referenzmaß ist btw. nötig, weil man durch simples Messen von Frequenzen nicht feststellenkann, welche Uhr die langsamere ist - der rel. Doppler-Effekt ist symmetrisch, obwohl nur eine Uhr nachgeht. Also übermittelt man die lokal gemessene Sendefrequenz multipliziert mit einer global festgelegten Strecke (z.B. Urmeter) und das ergibt eine Geschwindigkeit. Die übermittelte Geschwindigkeit wird sich garantiert von der lokal gemessenen Geschwindigkeit unterscheiden, es sei denn die beiden Objekte bewegen sich identisch in entgegengesetzte Richtungen gegenüber einem dritten Punkt bzw. einem übergeordnetem Bezugssystem/Raum/Äther/Grundsubstanz. Höhere Geschwindigkeit durch niedrigere Geschwindigkeit ergibt dann einen Faktor um welchen der Teilnehmer, von dem die höhere Geschwindigkeit kam, seine Uhr verstellen muss, um sie mit der Anderen zu synchronisieren.
In GPS wird dies über die wohl "elastischste Zahnstange derWelt" (das GPS-Signal) mit Chip-Codes, Timestamps und dem Parameter Lichtgeschwindigkeit realisiert. Über diese Daten können Satelliten, Bodenstationen usw. ihre Positionen ermitteln und wenn es Sende-Empfänger sind, diese Positionen in einem Almanach speichern, damit auch jene die Satelliten-Positionen bekommen, die das Signal nur empfangen können und deren Uhren synchronisiert werden müssen.