Zitat:
Dr. J. Kremer, a. a. O. 1, 2 und 3
„Die „Zeitrelativität" überbietet alles Vorhergehende. Mit dem Begriffe der Gleichzeitigkeit wird der Begriff der Gegenwart erschüttert, die Allgegenwart der Weltunendlichkeit versinkt und zersplittert in lauter einzel-subjektive Momente ohne gemeinsames Band.“ „. . . es ist . . . das —- wenngleich unbeabsichtigte —- Verdienst der „RTH“, die Absurdität eines „absoluten Relativismus" bis zur Selbstwiderlegung überspannt zu haben" (1, S. 57).
„Es weiß ja noch heute auch von den Anhängern Einsteins selbst keiner zu sagen, worin eigentlich das gesicherte Ergebnis der Einsteinschen RTH besteht. Nach dem einen ist sie eine physikalische, nach anderen (z. B. dem Einsteinianer H. Reichenbach) eine philosophische Theorie, nach Einstein ist sie keines von beiden, sondern rein phänomenologisch“.
„Ich weiß nicht, ob in der Geschichte der Wissenschaften ein ähnlicher Fall von Massensuggestion und Irreführung ernster Gelehrter in einem kaum für möglich zu haltenden Maßstabe vorgekommen ist. Es scheint unfaßbar, wie Mathematiker, Physiker, Philosophen, ja vernünftige Menschen überhaupt sich derartiges auch nur vorübergehend einreden lassen konnten. . . .“ (aus 2).
„Es gibt so viele ,Relativitätstheorien' als verschiedene Versuche, die Einsteintheorie zu 'verstehen' denn ein Unsinn läßt sich nicht verstehen. Das ist auch das Geheimnis, welches den gegenseitigen Vorwürfen des 'Nichtverstehens' der Einstein-Theorie unter Physikern und Philosophen zugrundeliegt.“
„Es ist ungehörig, zwischen „physikalischer" und „philosophischer", Wahrheit zu unterscheiden, um der Einstein-Theorie ein Plätzchen innerhalb der für Fachphysiker reservierten, "physikalischen“ Wahrheit zu sichern. Es bedarf keiner Philosophie, um einen Widersinn als solchen zu erkennen und zu verwerfen, sondern nur eines gesunden Verstandes ... .“ „Daß „alle Messungen relativ" sind, bedeutet, daß jede gemessene Länge ein Vielfaches einer zwar willkürlich wählbaren, aber unveränderlichen Maßeinheit ist, also etwas ganz anderes als die Einsteinsche Veränderung der gewählten Maßeinheit als „Folge“ einer willkürlichen, in Gedanken erfolgenden Wahl des Bezugssystems durch den Physiker, durch welche die ganze Naturordnung der Willkür des positivistischen Physikers ausgeliefert wird. . .(aus 3).