Sciencewoken hat geschrieben:ZQUANTUM hat geschrieben:das Gesamtergebnis wurde jedoch anscheinend nie beeinflust.
Eben. Genau das war ja die Frage. Zu Kerry/Buch-Zeiten war ich noch jung und naiv, Gore/Bush hatte ich erwähnt und bei Trump/Clinton wurde meines Wissens nach die Neuauszählung gestoppt, nachdem man festgestellt hatte, dass Clinton tatsächlich landesweit insgesamt so um die 2 Millionen Stimmen mehr hatte, dies aber wegen "The Winner takes all" nichts änderte. An diesem Punkt stellte man die Frage, wie dies Alles sein kann, erneut nd wie immer zeigte man, dass es sein kann.
Da hast du was durcheinander gebracht:
Neuzählungen sind als solche kein ungewöhnlicher Vorgang bei einer US Wahl, tw. auch gesetzlich vorgeschrieben.
Die dabei erfolgten Korrekturen haben bisher keine Auswirkungen auf das Endergebnis gehabt. Im Schnitt ergab das um die maximal 250 Stimmen, die sich die Stimmenauszählungen veränderten.
Die Ausnahme war Bush vs. Gore. Da ging es im entscheidenden Staat Florida wirklich um wenige Stimmen. Es gab da drei widersprüchliche Entscheidungen des US Supreme Court. Im letzten Schritt wurde auf Klage von Bush ein weiteres Auszählen untersagt.
Es ist zu vermuten, dass Gore Florida und damit die US Wahl gewonnen hätte.
Dass das popular vote immer wesentlich mehr Stimmen für die Demokraten als für die Republikaner ausweist ohne dafür die Regierung zu stellen, ist eine Eigenart eines Mehrheitswahlsystem und dessen amerikanischen Auslegung. Im Prinzip verhindert es, dass eine Minderheit (die Landbevölkerung) durch eine Mehrheit (die Stadtbevölkerung) dauerhaft dominiert werden kann. Das war die Idee.
Durch die kreative Ausgestaltung der Wahlbezirke und der Ausgrenzung ganzer Wählergruppen schaffen es die Republikaner da noch kräftig nachzuhelfen, um trotz nomineller Minderheit oft genug die Mehrheit der electoral votes zu bekommen.