Guten Morgen Lagrange
Hubbles stetiges hin und her, ist auch auf die von ihm gemessenen, immer größer werdenden Rezessionsgeschwindigkeiten zurückzuführen.
Beispiel mit jährlich ansteigenden Beobachtungsgrenzen:
Hubble 1929 Nebel RG v ~ 1800 km/s
Hubble 1936 Nebel RG v ~ 39.000 km/s
Hubble
1942 Nebel RG v ~ 43.000 km/s
Bzgl. deines Hubble Zitates 42 sehen wir, dass seine Zweifel an der Expansion, mit seinen aus Beobachtung gewonnen RG-Werten einhergingen.
Alle damals ansonsten zu beobachtenden v lagen nämlich wesentlich geringer. Beispiel Sonnenumlauf galaktisches Zentrum 250 km/s.
Hubble konnte für die hohen Radial-Geschwindigkeiten somit keinen beobachtbaren Vergleich herstellen und versuchte nun vermehrt über die These die er 1935 in Hubble &Tollman veröffentlichte, sprich den "Photonenzahl-Effekt", der auf Lichtermüdung hinausläuft, die seiner Meinung "viel zu hohen Geschwindigkeiten" zu erklären. Zu bemerken ist das Hubble 42, lediglich einen Raumbereich von 250 M LJ beobachten konnte.... und somit Objekte die hinter diesem Bereich lagen, theoretisch noch wesentlich schneller "Unterwegs sein müssten... Das war natürlich verwirrend.
Und zwar so verwirrend, wie wir oben dank deinem Zitat lesen können, dass er im Verlauf seiner Veröffentlichungen (wie bereits vorher angedeutet), immer wieder versuchte beide Theorien zu vermischen. Expansion ja vlt., aber mit wesentlich geringeren v. Geschwindigkeiten die imgrunde viel zu gering, als dass man noch von Expansion sprechen könnte, aber eben kombiniert mit Lichtrmüdung.
Kommen wir deshalb einmal zu Hubble letztem Werk 1958:
Die beobachtete Koeffizient [die Größenordnung der Erhöhung] ist hier kleiner als der in der Beziehung bei dieser Auslegung der Rotverschiebungen berechnete, ist aber viel näher an den Koeffizienten, der keine Bewegung beinhaltet. Eine sorgfältige Prüfung der möglichen Quellen von Unsicherheiten läßt vermuten, daß die Beobachtungen wohl eher zuteffen, wenn Rotverschiebungen keine Geschwindigkeits-Verschiebungen sind. Wenn Rotverschiebungen Geschwindigkeits-Verschiebungen sind, dann müssen einige wichtige Faktoren in der Untersuchung vernachlässigt werden.
Hubble spricht sich hier
zuletzt gegen die hohen RG aus und präferiert somit eindeutig, den mit Tolman veröffentlichten "Photonenzahl-Effekt" als beste Erklärung. Es gibt seiner Meinung nach keine "Geschwindigkeits-Verschiebungen". Witzig ist, dass wenn Hubble von "Medium" spricht, stets auch das Gravitationsfeld der ART mit einbezogen wurde. Ich hoffe letzeres ist klar, wenn wir die Lichtermüdung die Hubble präferierte, als gegeben hinnehmen.
Danke.
ZQ