Frau Holle hat geschrieben:Rudi Knoth hat geschrieben:
[...]das deutet doch auf die "RdG" hin oder?
Es geht nicht um einen Nachweis der RdG oder um Signale. Es geht darum, ob es stimmt oder nicht stimmt, dass man theoretisch
in einem Zug, der permanent gleichförmig und geradlinig relativ zu Bahnhöfen bewegt ist, folgendes feststellen kann...
- Die Dilatation einer Zuguhr im Vergleich zu zwei Bahnhofsuhren
- Die Dilatation einer Bahnhofsuhr im Vergleich zu zwei Zuguhren
...
und dass damit die Symmetrie der SRT eindeutig gezeigt ist, ohne dass man den Zug verlassen muss.
Daniel K. behauptet u.a., man könne auf keinen Fall eine Uhr im eigenen Ruhesystem dilatiert sehen.
Sehr schön, damit hast Du es ja explizit benannt, und nein man kann nicht sehen, was es nicht gibt, die ruhende Uhr im eigenen Zug misst dort die Eigenzeit, man kann diese nicht im eigenen Ruhesystem dilatiert sehen. Eine Uhr dilatiert per Definition, wenn sie weniger als die Eigenzeit in einem System misst, also τ γ⁻¹ s. Durch die Asynchronität der im System bewegten Uhren scheinen diese schneller zu laufen, als die im System ruhende Uhr, aber das tut keine der bewegten Uhren, jede bewegte Uhr am Bahnhof geht dilatiert, man muss diese eben nur zweimal ablesen und nicht unterschiedliche Uhren am Bahnhof welche ja im Ruhesystem des Zuges asynchron gehen.
Frau Holle hat geschrieben:
Ich behaupte dagegen, dass man so die Eigenzeit ganz eindeutig und invariant feststellen kann, die zwischen zwei Vergleichs-Ereignissen in jedem System vergangen ist.
Genau das behauptest Du, und das ist falsch. Was Du greifst sind Anzeigen einer Uhr, nicht die Differenz auf einer Uhr durch zweimaliges Ablesen. Du vergleichst nur zwei Anzeigen, und erklärst, die Uhr zeigt 27 s und die 20 s und damit ist es für beide Beobachter klar, welche Uhr langsamer gelaufen ist, und welche schneller und somit auch, welches von beiden Systemen das Ruhesystem ist und welches das bewegte System.
Frau Holle » Mo 2. Jan 2023, 23:00 hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
Offenbar willst Du wirklich beweisen, dass durch das Betrachten von Uhren die an einem vorbeiziehen, man ermitteln kann, ob man selber bewegt ist, oder das anderes System.
Klar, das ist sogar noch einfacher zu beweisen, 1. Synchronisiere drei Uhren von Erde, Mond und deiner Rakete. 2. Berechne die Zeitdilatation für deinen schnellen Raketenflug dorthin. 3. Fliege mit der angesetzten Geschwindigkeit zum Mond und knapp daran vorbei. 4. Lese deine Borduhr und die Monduhr ab im dem Moment, wo sich der Mond an dir vorbei bewegt. Deine Borduhr wird weniger Zeit anzeigen als die Monduhr. ...
Weil du dich zum Mond bewegt hast und nicht der Mond zu dir. Wenn du vorher richtig gerechnet hast, wird die Anzeige auch mit deiner Rechnung übereinstimmen. Noch Fragen?
Frau Holle » Do 11. Mai 2023, 01:55 hat geschrieben:Man kann in Kurts Zug feststellen
wer sich bewegt und wer nicht, wenn man rausschaut auf die Bahnhofsuhren. Das geht durch Uhrenvergleich wie beschrieben mit Fall A, im Bus lese ich die eigene Uhrzeit ab und gleichzeitig die Uhrzeit draußen vom Kirchturm, der gerade vorbeikommt. Das mache ich später nochmal in der nächsten Ortschaft mit meiner Uhr und der Kirchturmuhr dort. Wenn auf meiner Uhr dann weniger Zeit vergangen ist als draußen, dann weiß ich, dass sich nicht die Orte draußen an mir vorbei bewegen, sondern ich mich mit dem Bus von einem ruhenden Ort zum anderen bewege.
Denn, bewegte Uhren gehen langsamer als ruhende. Meine ist langsamer, das habe ich ja sicher festgestellt, also ruhen die relativ schnelleren draußen und ich bewege mich mit dem Bus, q.e.d.
Frau Holle » Mi 31. Mai 2023, 23:01 hat geschrieben:Ich will nur zeigen, dass man im selben System ... sowohl eine eigene Uhr (zu der man ruht) als auch eine fremde Uhr (zu der man nicht ruht) dilatiert sehen kann.
Deine "Fallunterscheidung" ist nicht möglich, weil Du zwei zueinander bewegte Systeme einfach nicht nach Ruhesystem und bewegtes System trennen kannst, beide Systeme sind nur zwei zueinander bewegte Ruhesystem, hier gilt das Relativitätsprinzip, und Du kannst im selben System keine Uhr zeigen, zu der man ruht, die dilatiert geht, denn die im eigenen System ruhende Uhr misst die Eigenzeit τ in SI-Sekunden, eine Uhr die dilatiert muss τ γ⁻¹ zählen und das macht nur eine im System bewegte Uhr.
Erkenne die Fakten einfach an, Deine Aussagen sind falsch.
Frau Holle hat geschrieben:Es geht einfach um die zwei Fälle wie sie auch hier genannt sind:Fall A: Wenn eine Uhr im Zug an vielen Uhren am Bahnsteig vorbeizieht, dann geht sie langsamer.
Fall B: Wenn eine Bahnhofsuhr am Bahnsteig an vielen Uhren im Zug vorbeizieht, dann geht sie langsamer.
Fall A ist falsch, die Uhr im Zug geht ruhend im Zug nicht dilatiert und nicht langsamer, sie misst die Eigenzeit im Ruhesystem des Zuges, die Uhren am Bahnsteig sind im Ruhesystem des Zuges bewegte Uhren und gehen dilatiert, also langsamer als die ruhende Uhr im Zug und ganz sicher nicht schneller. Und so ist es auch im Fall B, die "eine" Uhr am Bahnhof misst dort die Eigenzeit und die vielen Uhren im Zug sind im Ruhesystem des Bahnhofs bewegte Uhren und die gehen nicht schneller als die Uhr am Bahnhof, sondern dilatiert, da im Ruhesystem des Bahnhofs eben bewegt.
Die Anzahl der Uhren die Du in einem System aufstellst hat keinen Einfluss darauf, welche Uhr nun langsamer oder schneller geht.
Frau Holle hat geschrieben:
Natürlich ist das etwas salopp gesagt, aber wenn man die Uhrenvergleiche so macht, dann ist das eben das Ergebnis:
Zwischen zwei Vergleichen ergibt sich A) mehr Eigenzeit im einen und B) im anderen System. Und weil die Vergleiche immer bei den Begegnungen der Uhren gemacht werden, ist das Ergebnis invariant, in allen Systemen gleich. Man muss sein IS, also den Zug oder Bahnhof nicht verlassen um dieses Ergebnis zu bekommen. Das ist alles. Es ist trivial.
Das mit dem "invariant" ist und bleibt Unfug, alle Koordinatenwerte aller Punkte sind unveränderlich, egal wann und wo sie wer auch immer in welchem System abliest. An jedem Punkt befinden sich zwei zueinander bewegte Uhren aus S eine und eine aus S'.
Frau Holle hat geschrieben:Daniel K. bestreitet seit Monaten, dass man die Symmetrie der SRT auf diese Weise mit bestimmten Uhrenvergleichen im Zug zeigen könne und unterstellt mir hartnäckig, dass ich damit eine absolute Bewegung behaupte, womit ein Inertialsystem von der Natur bevorzugt wäre, was dem Relativitätsprinzip, der SRT und der RdG widerspreche, weshalb man es eben nicht so feststellen könne. Meine Fallunterscheidung (wie ich es nannte) zwischen A und B
sei Blödsinn. Es handele sich gar nicht um unterschiedliche Fälle.
Wenn du dich dazu mal äußern willst ... Überlegungen zur RdG mit Signalen oder so helfen leider nicht weiter.
Ja der böse Daniel will einfach nicht zugeben, dass Du die Physik zerbröseln kannst, macht er auch nicht bei dem PDF von Kurt, nur dreht Kurt nicht so verbal am Rad wie Du.
Das ist der Weg ...