Skeptiker hat geschrieben:Tatsächlich hat er das nicht behauptet und das steht so auch nicht auf Folie 10.
Ashby selbst hat in seinen Veröffentlichungen nie infrage gestellt, dass diese Korrekturen unerlässlich sind.
Der Originaltext in Ashbys Arbeit lautet:
Weitere kleine Frequenzverschiebungen können durch Uhrendrift, Umweltveränderungen und andere
unvermeidbare Effekte entstehen, wie etwa die Unfähigkeit, den Satelliten in eine Umlaufbahn mit genau der
gewünschten großen Halbachse zu bringen. Die Navigationsnachricht liefert den Benutzern Korrekturen der Satellitenuhrfrequenz, sodass die Uhrenfrequenzen tatsächlich so nah wie möglich an der Frequenz des Referenzuhrenensembles des U.S.
Naval Observatory bleiben. Aufgrund solcher Effekte wäre es jetzt schwierig,
GPS-Uhren zur Messung relativistischer Frequenzverschiebungen zu verwenden.
Als die ersten GPS-Satelliten eingesetzt wurden, war der werkseitig angegebene Frequenzoffset leicht fehlerhaft, da der wichtige Beitrag des Zentripetalpotentials der Erde (siehe Gleichung (18)) in einer Phase der Auswertung versehentlich weggelassen worden war. Obwohl die GPS-Verantwortlichen bereits in den frühen 1980er Jahren auf diesen Fehler aufmerksam gemacht wurden, vergingen acht Jahre, bis die Systemspezifikationen geändert wurden, um die korrekte Berechnung widerzuspiegeln [2].
Als das Verständnis der zahlreichen Fehlerquellen des GPS langsam besser wurde, war es schließlich sinnvoll, die korrekte relativistische Berechnung einzubeziehen. Es ist gängige Praxis geworden, solche Offsets nicht auf Rubidium-Uhren anzuwenden, da diese während des Starts unvorhersehbaren Frequenzsprüngen ausgesetzt sind. Stattdessen werden die Frequenzen solcher Uhren gemessen, nachdem sie in die Umlaufbahn gebracht wurden, und die tatsächlich erforderlichen Frequenzkorrekturen werden in das Uhrkorrekturpolynom eingearbeitet, das die Navigationsnachricht begleitet.
Diese relativistische Berechnung wurde erst nach 8 Jahren im Block II eingeführt. Und bei den Rubidium Uhren gar nicht.
Grüße