Angenommen:- Die Atmosphäre besteht nur aus N₂ und O₂ (nicht IR-aktiv → strahlungsinaktiv)
- Nur die Oberfläche nimmt Strahlung auf (Sonnenlicht) und gibt Wärmestrahlung ab (kein IR-Austausch in der Luft!)
- Die Atmosphäre ist transparent für Strahlung – sie transportiert Energie nur mechanisch (Wärmeleitung und Konvektion)
Es gibt zwei verschiedene Energietranspotmechanismen:a) Wärmeleitung (konduktiv):
Wärme fließt durch zufällige Molekularbewegung & Stöße, beschrieben durch Fouriersches Gesetz. In Luft ist die Wärmeleitfähigkeit sehr klein, also ist Wärmeleitung ineffizient über große Distanzen (z. B. von der Erdoberfläche in 10 km Höhe kaum spürbar)
b) Konvektion (adiabatisch):
Luftpakete steigen durch Auftrieb auf, ohne sofort Wärme mit der Umgebung auszutauschen → adiabatisch.
Dabei dehnen sie sich aus → kühlen ab.
Das folgt aus dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik (ohne Wärmeaustausch).
Daraus ergibt sich der sog. adiabatische Temperaturgradient, typisch −9.8K/km
Im Unterschied zum mikroskopischen Energietransport mit der geringen Wärmeleitfähigkeit erfolgt der Transport durch Konvektion makroskopisch durch größere Luftpakete, nicht bloß einzelne Moleküle.
Wie stellt sich die vertikale Temperaturverteilung ein?Die Oberfläche wird durch Sonneneinstrahlung warm.
Die Luft direkt über dem Boden erwärmt sich durch Wärmeleitung – aber nur in den untersten ~1–2 Meter effektiv.
Warme Luft hat geringere Dichte → Auftrieb → Konvektion beginnt.
Luftpakete steigen auf und kühlen sich adiabatisch ab.
Solange die Atmosphäre mechanisch instabil ist (unten wärmer als oben), läuft Konvektion weiter.

- Konvektion in der Luft.gif (23.77 KiB) 1081-mal betrachtet
Was wäre, wenn es nur Wärmeleitung gäbe?Wenn man annimmt, dass die Atmosphäre ruhig bleibt (keine Konvektion), dann würde sich über die Zeit ein linearer Temperaturverlauf durch Wärmeleitung einstellen.
Aber: Wegen der geringen Wärmeleitfähigkeit der Luft dauert das viele Wochen bis Monate.
In der Realität würde selbst minimaler Temperaturunterschied in Bodennähe sofort Konvektion anstoßen.
Rein leitende Atmosphäre ist unrealistisch für eine durch die Sonne beheizte Oberfläche!Die Konvektion ist nicht unähnlich zu siedendem Wasser im Kochtopf. Gasblasen steigen auf und kühlen dabei ab. Den Phasenüberhang flüssig/gasförmig gibt es natürlich in der betrachteten Atmosphäre nicht (trockene Konvektion).
Wenn man z. B. eine Platte von unten erwärmt, beginnt das Gas darüber Konvektionsrollen zu bilden – genau wie in der Atmosphäre.
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Nachdem das nun schon x-mal erklärt werden musste habe ich leider wenig Hoffnung, dass es jetzt endlich verstanden wird von unserem pöbelnden "Physiker" hier.