Doppelspalt-Experiment

Hier werden diverse Partikelmodelle diskutiert

Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 6. Okt 2025, 17:31

@rmw

Hier mal eine grundsätzliche Frage zu deiner Betrachtung über das Doppelspaltexperiment:

Mit welchen Strahlen willst du denn dieses Experiment machen? Denn zum Einen schreibst du von Licht, wo die Teilchen Photonen sind und andererseits von Elektronenstrahlen also wo die Teilchen Elektronen sind. Denn Photonen und Elektronen sind von Natur aus unterschiedlich. Dies zeigt sich schon in der einfachen daß Elektronenstrahlen von elektrischen und magnetischen Feldern abgelenkt werden können und Lichtstrahlen nicht. Bei Beiden sind Interferenzen zu beobachten. Nur haben Elektronen auch eine Ladung und eine Ruhemasse und Photonen nicht.

Gruß
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon rmw » Mo 6. Okt 2025, 18:21

Rudi Knoth hat geschrieben:Hier mal eine grundsätzliche Frage zu deiner Betrachtung über das Doppelspaltexperiment:


In erster Linie geht es mir um das Licht, denn da kann man mit einem Laserpointer selbst etwas herumprobieren.

Und wie gesagt mein Eindruck ist dass es sich hier an einem einzelnen Spalt ziemlich eindeutig um Streuung handelt und nicht um Beugung:
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Re: Elektronen

Beitragvon rmw » Mo 6. Okt 2025, 18:28

Frau Holle hat geschrieben:Es ist möglich und es ist auch nicht irgend eine Frequenz. Teilchen mit Masse – dazu gehören auch Elektronen – kann man die sog. DeBroglie-Wellenlänge zuordnen mit der entsprechenden Frequenz. Man kann sie berechnen und sie hängt von der Masse bzw. dem Impuls des Teilchens ab.


Aus der Ablenkung der Elektronen auf eine Wellenlänge zurück zu rechnen ist eine völlig hypothetische Schlussfolgerung.
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Re: Elektronen

Beitragvon Frau Holle » Mo 6. Okt 2025, 22:20

rmw hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Es ist möglich und es ist auch nicht irgend eine Frequenz. Teilchen mit Masse – dazu gehören auch Elektronen – kann man die sog. DeBroglie-Wellenlänge zuordnen mit der entsprechenden Frequenz. Man kann sie berechnen und sie hängt von der Masse bzw. dem Impuls des Teilchens ab.

Aus der Ablenkung der Elektronen auf eine Wellenlänge zurück zu rechnen ist eine völlig hypothetische Schlussfolgerung.

Man kann nicht nur zurück rechen, sondern auch voraus rechnen und dann im Experiment überprüfen.

Alles was man durch den Doppelspalt schickt verhält sich so wie berechnet, mit Interferenz einer bestimmten Frequenz. Das ist theoretisch und experimentell wasserdicht bestätigt.

Elektronen sind da keine Ausnahme. Für ein Elektron der Masse m = 10^(-30) kg und der Geschwindigkeit v = 1 km/s ergibt sich der Impuls p = mv und die Wellenlänge λ = h/p = 660 nm. Das entspricht rotem Licht. Es ergibt sich das entsprechende Interferenzmuster, wenn man solche Elektronen durch den Doppelspalt schickt.

Was meinst du haben die Wissenschaftler seit 100 Jahren gemacht? Nur in der Nase gebohrt? Nein, sie wollten genau das wissen und haben es immer so vorgefunden, ohne Ausnahme. Das sind Fakten, Mensch!

Einstein hat bis zum Lebensende nicht verstanden was genau diese Lichtquanten sind, aber die experimentellen Tatsachen konnte auch er nicht ignorieren. Es ist wie es ist. Niemand begreift es wirklich. Dabei hatte Einstein die Photonen entdeckt und dafür auch den Nobelreis bekommen.

Albert Einstein hat geschrieben:
Fünfzig Jahre intensiven Nachdenkens haben mich der Antwort auf die Frage: „Was sind Lichtquanten?“ nicht näher gebracht. Natürlich bildet sich heute jeder Wicht ein, er wisse die Antwort. Doch da täuscht er sich.

 
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Mathematik

Beitragvon rmw » Di 7. Okt 2025, 05:57

@Frau Holle

Das ändert alles nichts daran dass du eine mathematische Beschreibung hast, die mit der mathematischen Beschreibung einer Welle weitehend übereinstimmen mag. Es sagt aber nichts darüber aus was wirklich die Erklärung dafür ist.
Das man zwei Dinge mit der gleichen Mathmatik beschreiben kann sagt genau genommen gar nichts, den sonst müßte immer alles das gleiche sein was man mit der gleichen Mathematik beschreiben kann. Es kann das gleiche sein es muss es aber nicht.

Und ja, meines Erachtens läßt sich so gut wie eindeutig zeigen dass die Ablenkung des Lichts an einem Spalt auf Streuung an den Kanten beruht und eben nicht auf Beugung.

Einstein versteht sich darauf mit Mathematik Zusammenhänge zu beschreiben was nicht heißt dass seine Erklärungen richtig sind und das sind sie auch nicht.
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Predictor » Di 7. Okt 2025, 08:20

rmw hat geschrieben:
Das man zwei Dinge mit der gleichen Mathmatik beschreiben kann sagt genau genommen gar nichts, den sonst müßte immer alles das gleiche sein was man mit der gleichen Mathematik beschreiben kann.

Das ist der Punkt: Mathe. Mathe hat absolut nichts mit Wissen zu tun!

Was ist eine Formel und was ist Mathematik?

Eine Formel ist ein Mittel, um Informationen auf symbolische Weise auszudrücken. Eine Formel ist eine Folge von Buchstaben, Zahlen, Formelzeichen, Symbolen oder Wörtern, die dazu dienen, z. B. einen physikalischen oder mathematischen Sachverhalt oder Zusammenhang in verkürzter Form zu beschreiben.

Und die Mathematik (Größenlehre) ist eine reine Zahlenlehre. Mathematik hat mit der Natur nichts zu tun, sie existiert nicht, sie ist nur eine Sprache. Mathematik hat was mit zählen zu tun, und das zählen ist eine menschliche Aktivität. Mathematik wurde nicht entdeckt, sondern durch Definition, Symbole und Zeichen interpersonell entwickelt, das heißt Mathematik ist keine Naturerscheinung. Man kann zwar mit der Mathematik die Natur beschreiben, die Beschreibung ist aber nicht Teil der Natur, sondern Teil der Sprache und damit ein geistiges Produkt!

Wenn wir das wissen, dann wissen wir auch, dass bei einem Experiment folgende Reihenfolge eingehalten werden muss: Zuerst kommt ein Objekt, dann das Experiment, dann die Erklärung, dann die mathematische Berechnung und schließlich die kurze Erklärung mit einer Formel. Wer diese Reihenfolge nicht einhält, ist kein Wissenschaftler. Denn er hat überhaupt keine Ahnung, was Wissen bedeutet.

Beim Doppelspaltexperiment wird die erste Stufe übersprungen. Es gibt kein Objekt, sondern ein Konzept (Welle = geistiges Produkt). Und diesem werden dann mathematische Eigenschaften zugeschrieben. Das Ergebnis ist dann: Ein geistiges Produkt hat geistige Eigenschaften!

Deshalb ist es sinnlos, Menschen, die nicht wissen, was Wissen bedeutet, die Natur (Realität) zu erklären. Du kannst hier bis in alle Ewigkeit schreiben, sie werden die Natur trotzdem nicht verstehen!
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Re: Mathematik

Beitragvon Frau Holle » Di 7. Okt 2025, 09:59

rmw hat geschrieben:@Frau Holle

Das ändert alles nichts daran dass du eine mathematische Beschreibung hast, die mit der mathematischen Beschreibung einer Welle weitehend übereinstimmen mag. Es sagt aber nichts darüber aus was wirklich die Erklärung dafür ist.

Doch: Es sagt aus, dass sich Licht wie eine Welle verhält. Das ist die Erklärung, wie sich Licht verhält, nicht mehr und nicht weniger. Und das stimmt nicht nur "weitgehend" mit der mathematischen Beschreibung einer Welle überein, sondern ganz genau.

Du verwechselst Physik mit Philosophie. Die Physik beschreibt wie die Dinge nachweislich und berechenbar sind, nicht was sie sind.
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Predictor » Di 7. Okt 2025, 10:17

Frau Holle hat geschrieben:
Doch: Es sagt aus, dass sich Licht wie eine Welle verhält.

Da haben wir es wieder, Licht und Welle: zwei geistige Produkte!
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Frau Holle » Di 7. Okt 2025, 10:23

Predictor hat geschrieben:
rmw hat geschrieben:
Das man zwei Dinge mit der gleichen Mathmatik beschreiben kann sagt genau genommen gar nichts, den sonst müßte immer alles das gleiche sein was man mit der gleichen Mathematik beschreiben kann.

Das ist der Punkt: Mathe. Mathe hat absolut nichts mit Wissen zu tun! [...] Mathematik hat mit der Natur nichts zu tun

Was für ein Unsinn! Zwei Steine sind doppelt so viele wie einer, und zwei Gewichte à 500 g halten sich die Waage mit einem Gewicht von 1 kg. Das ist gesichertes Wissen über die Natur. Jederzeit überall nachprüfbar, ein sogenanntes Naturgesetz. Es ist von der Natur vorgegeben und vom Menschen nur gefunden, nicht erfunden. Mathematik ist die Sprache, mit der man solche Naturgesetze unmissverständlich ausdrücken kann.

Im Unterschied zu philosophischem Geschwurbel darüber, was Licht ist oder nicht ist. Jedes Kind weiß was Licht ist: Es ist das, was Helligkeit verursacht. Wie es dazu kommt, das beschreibt die Wissenschaft. Sie sagt nicht, was es ist, sondern wie, und das sehr genau.

Predictor hat geschrieben:Mathematik hat was mit zählen zu tun, und das zählen ist eine menschliche Aktivität.

Unsinn. Zwei Gewichte sind auch zwei Gewichte, wenn sie niemand zählen kann. Und 5 Wölfe sind eine erfolgreiche Jagdgesellschaft, auch wenn sie niemand abgezählt hat. Das hat mal gar nichts mit menschlicher Aktivität zu tun.

Predictor hat geschrieben:Wenn wir das wissen, dann wissen wir auch, dass bei einem Experiment folgende Reihenfolge eingehalten werden muss: Zuerst kommt ein Objekt, dann das Experiment, dann die Erklärung, dann die mathematische Berechnung und schließlich die kurze Erklärung mit einer Formel. Wer diese Reihenfolge nicht einhält, ist kein Wissenschaftler. Denn er hat überhaupt keine Ahnung, was Wissen bedeutet.

Reiner Blödsinn. Es gibt jede Menge Naturgesetze, für deren Entdeckung man erst mal gerechnet hat. Danach hat man dann Experimente entworfen, mit denen sich überprüfen lässt, ob die Natur sich so verhält, wie es die Rechnung nahelegt. Dass z.B. schnell bewegte Uhren scheinbar langsamer ticken wurde nicht erst an einem Objekt festgestellt und danach gerechnet, sondern umgekehrt. Die zur Feststellung nötigen Geschwindigkeiten sind so hoch, dass es einige Mühe machte passende Experimente zu entwickeln, welche die Rechnung widerlegen könnten.

Dass sich auch Materie wie eine Welle verhalten kann wurde von DeBroglie zuerst berechnet, und danach am Doppelspalt überprüft. Es hat sich als korrekt herausgestellt.

Predictor hat geschrieben:Deshalb ist es sinnlos, Menschen, die nicht wissen, was Wissen bedeutet, die Natur (Realität) zu erklären.

Sieht ganz so aus. Offenbar verwechselst du Wissen mit Glauben.
 
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Predictor » Di 7. Okt 2025, 10:40

Frau Holle hat geschrieben:
Zwei Gewichte sind auch zwei Gewichte, wenn sie niemand zählen kann.

"Gewicht" ist ein geistiges Produkt, es existiert nicht! Oder anders erklärt: "Gewicht" ist eine Eigenschaft eines Objekts. Man kann "Gewicht" nicht von einem Objekt trennen!

Frau Holle hat geschrieben:
Doch: Es sagt aus, dass sich Licht wie eine Welle verhält.

Ist dir bewusst, was du geschrieben hast?
Ich übersetze das mal:

"Doch: Es sagt aus, dass sich Licht (geistiges Produkt) wie eine Welle (geistiges Produkt) verhält"!
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