hmpf hat geschrieben:
Wie man sieht, absorbiert die Atmosphäre nach einem Meter bei 15 µm scheinbar genauso viel
wie die gesamte Atmosphäre bei 15 µm:
Das wäre natürlich Schwachsinn und beweist, dass über 99 % aller aktuellen CO2-Publikationen
vorsätzlich Lügen verbreiten.
Was Bild 4 korrekt zeigt
Transmission
T(λ)
für 1 m Weglänge
bei Bodendruck, trockene Luft
für verschiedene CO₂-Konzentrationen (280 / 400 / 600 ppm)
line-by-line berechnet (also physikalisch korrekt)
Richtig erkannt von dir:
Bei 1 m Weglänge ist das Zentrum der 15-µm-Bande praktisch gesättigt
Erhöhung der CO₂-Konzentration vertieft dort kaum noch die Transmission
Zusätzliche Absorption erfolgt fast nur noch in den Flanken
Bis hierher ist alles korrekt.
Der entscheidende Fehlschluss, du leitest daraus ab:
„Wenn sich die effektive Absorptionsstrecke von 10 m auf 5 m verkürzt, ändert sich an der Erderwärmung nahezu nichts.“
Dieser Schluss ist physikalisch unzulässig, weil er ein falsches Problem betrachtet.
Dieses Bild beantwortet nur folgende Frage:
Wie viel Bodenstrahlung kommt nach 1 m Luft noch unverändert durch?
Der Treibhauseffekt fragt aber: Aus welcher Höhe stammt die Strahlung, die das System Erde endgültig verlässt?
Das sind verschiedene physikalische Probleme.
In der Atmosphäre gilt überall: Absorption ↔ Emission
(Kirchhoff, LTE)
Das heißt:
Jede Schicht, die absorbiert, sendet gleichzeitig neue Strahlung aus
Strahlung wird nicht verbraucht
Es gibt keine feste „Absorptionsschicht“
Die „10 m-Schicht“ ist kein physikalisch sinnvoller Begriff für Wärmestrahlung.
Der korrekte Begriff: Emissionshöhe
Für jede Wellenlänge gilt: τλ(z)≈1
Die ins All entweichende Strahlung stammt überwiegend aus der Höhe, in der die optische Tiefe ≈ 1 ist.
Und jetzt der entscheidende Punkt: Wenn CO₂ verdoppelt wird: steigtκλ
τ = 1 wird in größerer Höhe erreicht dort ist die Luft kälter ⇒ geringere Abstrahlung
Das ist unabhängig davon, ob unten 1 m, 10 m oder 100 m „gesättigt“ sind.
Warum dein „10 m → 5 m“-Argument physikalisch falsch ist
Es setzt stillschweigend voraus:
einmalige Absorption
keine Emission
konstante Temperatur
homogene Atmosphäre
Keine dieser Annahmen trifft auf IR-Strahlung in Gasen zu.
Dein Argument wäre nur korrekt für:
kaltes Gas
ohne Emission
ohne Temperaturgradient
ohne Rückstrahlung
Das ist nicht die Atmosphäre.
Warum Bild 4 die Re-Emission nicht widerlegt
Du schreibst:„Bild 4 beweist, dass CO₂-Publikationen auf erfundener Re-Emission beruhen.“
Das ist logisch unmöglich. Warum?
Dieses Bild zeigt nur Transmission.
Es sagt nichts darüber aus, ob CO₂ emittiert.
Aber: Dass CO₂ emittiert, ist experimentell millionenfach bewiesen
IR-Spektroskopie
Gasthermometrie
Satellitenmessungen
Laborstrahler
Wenn CO₂ nicht re-emittieren würde, gäbe es keine rote Kurve im Satellitenspektrum
keine CO₂-Delle
keine Höhenabhängigkeit
Abb. (OLR-Spektrum) beweist die Emission direkt.




