Doppelspalt-Experiment

Hier werden diverse Partikelmodelle diskutiert

Re: Teilchen

Beitragvon hmpf » Do 14. Mai 2026, 19:12

rmw hat geschrieben:... Dass Teilchen nicht auch eine Eigenschaft haben können die sich auslöscht kann man ebenfalls nicht sagen.

Manno, was an einem Teilchen könnte denn eine Wellenlänge haben?
Wenn Sie wüssten, wie ein Spektrometer physikalisch funktioniert, wüssten Sie, dass Spektrometer sich nur mit
elektromagnetischen Wellen erklären lassen.
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Re: Teilchen

Beitragvon Kurt » Do 14. Mai 2026, 19:23

rmw hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Dieses Licht ist auch bei seitwärtiger Beobachtung zu erkennen was bedeutet das es sich nicht um Spiegelung des "Strahls" handelt, sondern um neu erzeugtes Licht.

...

Das geht nur wenn das Licht eine "Welle" ist, also wellenartig.
Bei "Teilchenartig" gäbe es nur eine Erhöhung der Helligkeit, aber keine Erniedriegung.

Das Papier ist nicht glatt wie ein Spiegel, an rauen Oberflächen wird das Licht in alle Richtungen reflektiert. Es ist also nicht gesagt dass diese Streuung des Lichts nicht durch Reflektion zustande kommen kann.

Wie ändert sich diese Streuung wenn am Papier kein Licht mehr erzeugt wird?
Siehst du dann auch nochwas?

rmw hat geschrieben:Dass Teilchen nicht auch eine Eigenschaft haben können die sich auslöscht kann man ebenfalls nicht sagen.

Wiso nimmst du es dann an?
Welche Teilchen meinst du?

Kurt

.
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon Frau Holle » Fr 15. Mai 2026, 08:31

Kurt hat geschrieben:[...]
- das Laserlicht regt die Moleküle des Papiers zum Schwingen an, es "leuchtet" an dieser Stelle.
- durch zwei "Lichtstrahlen" die eine bestimmte Eigenschaft/bestimmten Zustand zueinander haben lässt sich die Anregung erhöhen, steuern, verhindern.

Ach sieh an, du hast es also doch kapiert und reitest wie immer nur auf Wörtern und Begriffen rum.

Wenn die Anregung vollständig verhindert ist, dann nennt man genau das eben "ausgelöscht" oder "destruktiv überlagert". Es ist ein- und dasselbe, nur weigerst du dich hartnäckig, stur und bockig wie immer, die übliche Sprache dafür zu verwenden.

Was hast du davon? Hauptsache widersprochen, etwas anderes behauptet und Verwirrung gestiftet, gelle. Das nenne ich destruktiv diskutiert, was offenbar dein Ziel ist. Anders kann ich mir dein Verhalten nicht erklären.

Kurt hat geschrieben:Vereinfacht lässt sich das so beschreiben: Die Erzeugerleistung der Blattmoleküle lässt sich konstruktiv und destruktiv beeinflussen/steuern. Das geht nur wenn das Licht eine "Welle" ist, also wellenartig.

Weniger umständlich, allgemeingültiger und verständlicher wird es üblich so beschrieben: So lässt sich die Überlagerung der Lichtwellen am Detektor bis hin zur Auslöschung steuern.

Kurt hat geschrieben:Dieses Verhalten des Lichtpunktes am Papier wurde/wird vom "MMI" und Co ausgenützt um Laufzeitunterschiede der beiden Lichtstrahlen zu erkennen.

So ist es. Nur braucht es nicht zwingend Papier. Jeder andere Detektor für Licht tut's auch.
Zuletzt geändert von Frau Holle am Fr 15. Mai 2026, 09:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Teilchen

Beitragvon Frau Holle » Fr 15. Mai 2026, 08:39

rmw hat geschrieben:Dass Teilchen nicht auch eine Eigenschaft haben können die sich auslöscht kann man ebenfalls nicht sagen.

Tja, dass sie keine Eigenschaft haben, die sie fröhlich oder traurig macht kann man auch nicht sagen. Was man alles nicht sagen kann könnte ganze Bibliotheken füllen. Wen interessiert das und wieso?

Mich interessiert nur, was man sicher sagen kann. Dazu gehört z.B., dass die sog. Lichtteilchen (Photonen) keine billiardkugeligen Teilchen sind. Und warum nicht? Na, weil sie z.B. niemals voneinander abprallen wie Billiardkugeln das immer tun, wenn sie kollidieren. Damit ist deine ganze These schon im Eimer.

Kapiert? Vermutlich nicht. Du findest sicher noch an der Haaren herbei gezogene Eigenschaften, die du ihnen andichten kannst, damit sie doch voneinander abprallen und auch an einer Kreiskante so umgelenkt werden, dass sie vermehrt am Poissonfleck im Zentrum vom Schatten landen, stimmt's? :lol:
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Fr 15. Mai 2026, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Doppelspalt-Experiment

Beitragvon hmpf » Fr 15. Mai 2026, 10:40

Also nochmal extra für Fanatiker:
Zum Thema Doppelspalt:
hmpf hat geschrieben:Für diejenigen die noch Zweifel an der Realität des Welle-Teilchen-Dualismus haben:
hmpf hat geschrieben:Einfach mal nach „doppelspalt ccd sensor“ googlen. Googles KI sagt dann:
Die Verwendung eines CCD-Sensors (Charge-Coupled Device) zur Aufnahme des Interferenzmusters eines
Doppelspalts ist ein klassisches Experiment in der Experimentalphysik, um den Wellen-Teilchen-Dualismus zu demonstrieren.

Und:
Bei extrem geringer Intensität (Einzelphotonen-Niveau) zeigt sich zunächst ein stochastisches Bild (Körnigkeit).
Bei Langzeitbelichtung bildet sich das Interferenzmuster heraus, was den Welle-Teilchen-Dualismus veranschaulicht.

Am Doppelspalt verhält sich das Licht wie eine elektromagnetische Welle und am CCD-Sensor, der ja aus z.B.
440.000 Einzelsensoren besteht, wie ein Photon, das nur jeweils von einem der 440.000 Sensoren registriert wird.
Wer jetzt noch am Welle-Teilchen-Dualismus zweifelt, kann nur ein Fanatiker sein.

hmpf hat geschrieben:...
Licht verhält sich bei der Absorption in Materie und der Emission aus Materie wie ein Teilchen bzw. wie ein
winzig kleines Energiepaket.
Bei der Reflektion oder Streuung an Materie verhält es sich wie eine elektromagnetische Welle.
Das ist der seit über 100 Jahren bekannte und täglich millionenfach in Laborspektrometern
bewiesene Welle-Teilchen-Dualismus.

Nochmal für die ganz langsamen hier.
Führt man das Doppelspalt-Experiment mit so geringen Intensitäten durch, dass nur ca. eines der
440.000 CCD-Elemente pro Sekunde anspricht, so kommt nach 10.000 Sekunden dasselbe Interferenzbild
heraus, als hätte man die Intensität so eingestellt, dass 10.000 Photonen vom CCD-Sensor pro Sekunde
empfangen werden.
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Re: Teilchen

Beitragvon rmw » Fr 15. Mai 2026, 11:19

Kurt hat geschrieben:Wie ändert sich diese Streuung wenn am Papier kein Licht mehr erzeugt wird?
Siehst du dann auch nochwas?

rmw hat geschrieben:Dass Teilchen nicht auch eine Eigenschaft haben können die sich auslöscht kann man ebenfalls nicht sagen.

Wiso nimmst du es dann an?
Welche Teilchen meinst du?

Nun, wenn die Oberfläche rau ist dann wird das Licht eben in alle Richtungen reflektiert, bei einem Spiegel nur in eine ganz bestimmte Richtung.
Umso glatter eine Oberfläche ist umso spiegelähnlicher wird die Reflektion.

Diese Reflektion in alle Richtungen ist übrigens mit einer Welle überhaupt nicht erklärbar, mit Teilchen ganz prolemlos, ganz unabhängig davon ob diese Teilchen, also Photonen, ganz einfach reflektiert werden oder ob sie absorbiert werden und wieder ausgesandt.

Ich meine Photonen, und Teilchen ganz einfach deswegen weil eine ganze Reihe von Eigenschaften des Lichts nur mit Teilchen erklärbar sind.
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Re: Teilchen

Beitragvon rmw » Fr 15. Mai 2026, 11:27

Frau Holle hat geschrieben:Mich interessiert nur, was man sicher sagen kann. Dazu gehört z.B., dass die sog. Lichtteilchen (Photonen) keine billiardkugeligen Teilchen sind. Und warum nicht? Na, weil sie z.B. niemals voneinander abprallen wie Billiardkugeln das immer tun, wenn sie kollidieren.

Jedenfalls ist ganz sicher dass Photonen nachweisbar sind.
Und der Comptoneffekt zeigt ja genau ein solches Verhalten.
Dass man es bei Photonen zueinander noch nicht beobachtet hat sagt genau genommen überhaupt nichts.
Photonen sind extrem klein und man muss es erst einmal schaffen einen solchen Vorgang zu beobachten.
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Teilchen

Beitragvon rmw » Fr 15. Mai 2026, 11:35

hmpf hat geschrieben:Führt man das Doppelspalt-Experiment mit so geringen Intensitäten durch, dass nur ca. eines der
440.000 CCD-Elemente pro Sekunde anspricht, so kommt nach 10.000 Sekunden dasselbe Interferenzbild
heraus, als hätte man die Intensität so eingestellt, dass 10.000 Photonen vom CCD-Sensor pro Sekunde
empfangen werden.

Was eindeutig zeigt dass es sich in dem Fall nicht um Auslöschung handelt sondern einen anderen Grund für diese Ablenkung geben muss.
Und da auch hier einzelne Photonen nachweisbar sind zeigt auch das dass es sich beim Licht in aller Konsequenz um Teilchen handelt.
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Re: Teilchen

Beitragvon hmpf » Fr 15. Mai 2026, 11:46

rmw hat geschrieben:
hmpf hat geschrieben:Führt man das Doppelspalt-Experiment mit so geringen Intensitäten durch, dass nur ca. eines der
440.000 CCD-Elemente pro Sekunde anspricht, so kommt nach 10.000 Sekunden dasselbe Interferenzbild
heraus, als hätte man die Intensität so eingestellt, dass 10.000 Photonen vom CCD-Sensor pro Sekunde
empfangen werden.

Was eindeutig zeigt dass es sich in dem Fall nicht um Auslöschung handelt sondern einen anderen Grund für diese Ablenkung geben muss.
Und da auch hier einzelne Photonen nachweisbar sind zeigt auch das dass es sich beim Licht in aller Konsequenz um Teilchen handelt.

Der andere Grund ist, dass es den seit über 100 Jahren bewiesenen Welle-Teilchen-Dualismus gibt.
Das Doppelspalt-Experiment und jedes Spektrometer beweisen jedem Nicht-Fanatiker, dass Photonen weder
nur Teilchen noch nur Wellen sind.
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Re: Teilchen

Beitragvon Frau Holle » Fr 15. Mai 2026, 12:35

rmw hat geschrieben:Und da auch hier einzelne Photonen nachweisbar sind zeigt auch das dass es sich beim Licht in aller Konsequenz um Teilchen handelt.

"In aller Konsequenz" ergibt sich mit solcher Logik auch folgendes:

Dass alle Überlebenden von Schiffbrüchen inbrünstig zum Schutzpatron der Seeleute gebetet haben zeigt eindeutig, dass Petrus allen geholfen hat.

Dass beschossene und notgelandete Jagdtflugzeuge vor allem Schäden an den Tragflächen haben, zeigt eindeutig, dass das die gefährdetsten Teile vom Flugzeug sind und gepanzert werden müssen.

Auf die Idee, dass es viele ertrunkene Seeleute gibt, denen Petrus trotz beten nicht geholfen hat, kommt man natürlich nicht. Oder dass Flieger, die nicht mehr notlanden konnten, woanders viel folgenschwerer getroffen wurden auch nicht.

Logik ist halt nicht jedermanns Sache.
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