sanchez hat geschrieben:@Kurt
Stimmt nicht, nicht der Körper bewegt sich hin und her
Das habe ich gefunden:
Eigenfrequenz: Wenn ein Körper einmalig angeregt wird (zum Beispiel durch einen Stoß), schwingt er in seiner natürlichen Eigenfrequenz
Diese -natürliche Eigenfrequenz-
ist die Resonanzfrequenz, seine ihm eigene Schwingungsfrequenz wenn er selber, nach dem Stoss, der Flanke, ungehindert und unbeeinflusst sein kann/ist.
sanchez hat geschrieben:Resonanz: Trifft eine äußere periodische Schwingung (wie Schall oder ein Stoß) genau mit diesem Rhythmus auf den Körper
Das ist der Zustand/Benenner für den Zustand: er ist in Resonanz. Das sagt nichts über die Resonanzfrequenz aus, nur darüber das nun beide in Resonanz sind, beide die selbe Resonanzfrequenz benutzen.
Der Rhythmus ist die (passende) Frequenz.
In diesem Fall hier handelt es sich um eine von aussen angeregte Schwingung, der Schwingkörper, hier das Glas wird angeregt.
sanchez hat geschrieben:gerät er besonders stark in Schwingung – das ist die Resonanz.
Das ist der Zustand wo der Schwingkörper die ihm angebotene Schwingfrequenz besonders gut akkumulieren kann, also in Bewegung umsetzen.
Das geht soweit bis Moleküle zerbrechen.
Resonanz ist dabei der Zustand, die Resonanzfrequenz, die Frequenz die dabei auftritt, also die Resonanzfrequenz des Glases, seine Eigenresonanzfrequenz.
Denn diese Frequenz ist die gleiche wie die Frequenz die auftritt wenn das Glas nur angstupst wird, dann in seiner Eigenresonanzfrequenz, ohne äussere Einwirkung, weiterschwingt.
Mir ist klar, die Bezeichner sind ein wenig verwirrend. Wenn aber der Hintergrund und die Vorgänge klar sind dann ist das alles -ganz normal- und nicht mehr verwirrend.
sanchez hat geschrieben:Komplexe Systeme besitzen oft sogar mehrere
Und damit sind wir bei den "Oberwellen"!!
Ist wichtig!
sanchez hat geschrieben:Also ich kann das Sektglas zum Schwingen anregen, indem ich mit einem Löffel dagegen schlage.
Ja, diesen Löffelschlag bezeichne ich hier als Flanke. Eine solche soll sehr kurz im Verhältnis zur Eigenresonanzfrequenz sein damit der (Schwing)Vorgang nicht belastet wird.
sanchez hat geschrieben:Dann schwingt es mit der Eigenfrequenz, und macht einen entsprechenden Ton, sagen wir 440Hz.
Perfekt!
sanchez hat geschrieben:Alternativ kann ich einen Lautsprecher nehmen und neben das Glas stellen. Die Eigenfrequenz des Sektglases liegt bei 440Hz.
Wenn nun der Lautsprecher ein Signal mit 440Hz aussendet, fängt das Sektglas an zu schwingen.
Jein, es schwingt auch schon bei anderen Signalfrequenzen, jedoch sind das
erzwungene Schwingungen die keine steigende Amplitude aufbauen, also nicht akkumulierend wirken.
Bei den 440 Hz ist die Resonanzfrequenz des Glases getroffen, dieses sammelt die ankommenden Sinusanregungen auf und erhöht damit seine Schwingamplitude.
Solange halt bis sich entweder ein Gleichgewicht zwischen abgestrahlter Leistung (Glas wird zum Tonsender) und ankommender Leistung, ergibt oder das Glas zerspringt.
sanchez hat geschrieben:Das ist dann die Resonanz.
Passt nicht, dieser Begriff wird für mehrere Zustände/Umstände und Vorgänge verwendet.
Es muss also klar sein was im einzelnen gemeint ist. Es ist hier Vorsicht geboten!
Hier ist es (wenn man grosszügig ist) der Zustand/Umstand dass das Anregesignal des Lautsprechers die gleiche Frequenz besizt wie die Eigeresonanzfrequenz des Glases.
sanchez hat geschrieben: Eine Welle von außen regt eine Schwingung an.
Hm, ein ganz anderes Fass das du da aufmachst.
-Die Welle- an sich gibts nicht.
Wir können - in Welle- uns unterhalten, setzt aber voraus das wissen wovon wir da dann reden.
Anders gesagt: Das was der Lautsprechen an Wirkungen an die Luft abgibt, (das Anregesignal welches longitudinal dem Glas zugeführt wird) das regt das Glas zum Schwingen an.
Dann noch der Zusatz: wenn die Frequenz passt dann wird das Glas in seiner Eigenresonanzfrequenz angeregt und baut eine Eigenresonanzschwingung auf.
Hört sich jetzt noch ein wenig stachelig an, wenn klar ist was gemeint ist gehts auch viel -flüssiger-.
sanchez hat geschrieben:Das ist wie bei einem Kind auf der Schaukel. Man kann hinter der Schaukel stehen und zu jedem Zeitpunkt seine Arme strecken und versuchen so das Kind anzuschubsen.
Nur wenn man mit der richtigen Frequenz das Kind schubst (im richtigen Moment), schubst man das Kind konstruktiv an und es schaukelt immer höher.
Analog zum schwingenden Glas, dass durch den Einfluss von Schall sogar zerbrechen kann, wenn es laut genug ist.
Ja, sehr gut. Aber: es muss der jeweils richtige Zeitpunkt sein, sonst wird die Schwingamplitude kleiner/abgewürgt.
sanchez hat geschrieben:Und das Glas, bewegt sich. Es verformt sich.
Halt!
Das sind zwei, sich absolut widersprechende Aussagen.
Das Glas bewegt sich nicht, das macht das Kind auf der Schaukel.
Das Glas verformt sich, so wie im Video dargestellt, das macht das Kind (hoffentlich) nicht.
Dieser Unterschied ist sehr sehr wichtig, beschreibt er doch das was in der Natur so läuft.
sanchez hat geschrieben:Wie man im Video sieht, sind es zwei Zustände der Verformung.
Ein Oval, bei dem sich ständig abwechselt, Große Hauptachse und Kleine Hauptachse vertauschen sich in einer Periode (Schwingung).
Und damit sind wir beim Spin angelangt.
Im Video gibt es zwei abwechselnde Zustände des Glasrandes, einmal in OW-Richtung dicker, einmal in OW-Richtung dünner, also oval sich in der Richtung OW NS abwechselnd ( so wie du es beschrieben hast).
Nun denke dir noch weitere Eigenresonanzfrequenzen, die "Oberwellen" dazu, dann entstehen komplexere Schwingungsmuster.
Nicht nur das ovale mal so mal so, sondern auch noch mehrere Zwischensituationen/"Ovalzustände".
Ovalzustände die sich zu komplexen Zuständen zusammenmischen/überlagern.
Das ist es was ich mir unter "Spin" vorstelle.
Also Schwingungszustände die mehrere Eigenresonanzfrequenzen/Zustände gleichzeitig besitzen/ausführen.
Kurt
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