Highway hat geschrieben:1.) Die Frequenz bleibt konstant
Richtig!
Highway hat geschrieben:2.) in der Folge bleibt die Winkelgeschwindigkeit konstant
Richtig, denn mit Winkelgeschwindigkeit meinst Du sicher die Kreisfrequenz!
Highway hat geschrieben:3.) in der Folge bleibt die Phasendifferenz konstant
Logischerweise, d.h. die Phasenwinkel hängen ja mit der Kreisfrequenz zusammen.
Es liegen beide Fälle des Doppler-Effekts in Medium vor. Bewegte Lichtquelle und bewegter Spiegel (Beobachter) bzw. bewegter Detektor. Es sind daher beide Doppler-Formeln anzuwenden.
Für den bewegten Beobachter, welcher die Wellen dem Medium entnimmt, gilt für die Kreisfrequenz, die er messen würde:
(1) ω_1 = ω_o (1-v/c)
Für die bewegte Quelle, welche die Wellenlängen verändert in das Medium abgibt, gilt für die Wellenlängen:
(2) λ = λ_o (1-v/c)
Der Detektor würde messen;
(3) ω_2 = 2πc /(λ_o (1-v/c)) = ω_o/(1-v/c)
Bewegen sich Quelle und Beobachter gleich schnell im Medium, heben sich (1) und (3) auf. Das ergibt:
ω = ω_o !
Das Medium hat daher keinen Einfluss auf die Kreisfrequenz. Sie und damit die Phasenlagen bleiben konstant - bei jeder Richtung im Medium und jedem v ! Das MM-Interferometer kann den Äther deshalb nicht detektieren. Ein verschobener Phasenwinkel bei einem Strahl würde bedeuten, dass die Kreisfrequenz nicht konstant geblieben ist. Das tritt nicht ein, weil die Doppler-Effekte die unterschiedlichen Geschwindigkeiten exakt kompensieren. Die Rechnung mit den unterschiedlichen Reisezeiten der Strahlen durch das MM ist ein Trugschluss!
Grüße
Harald Maurer

