Solkar hat geschrieben:Und erneut Herr Maurer,
nach meinem Wissen sind Sie ja recht aktiv in der Szene der Deutschsprachigen RT-"Kritiker"; Sie sollten also einen Überblick haben, wer in Ihren Reihen welche Skills hat.
Weder Sie noch Chief kommen offenbar mit dem Additionstheorem zurecht; Ernst kriegt nicht einmal das System formalisiert, das er selbst vorschlägt - gibt es Ihren Reihen auch jemanden, der zumindest in Algebra und Grundlagen der Analysis soweit firn ist, dass er allfällige Berechnungen auch verstehen könnte?
Oder ist das mathematische Vollversagen der RT-Kritik, das sich hier gerade abzeichnet, symptomatisch?
Ich komme recht gut mit dem Additionstheorem zurecht. Nur braucht man es hier nicht, denn Aufgaben dieser Art - wie das von mir geschilderte Szenario - löst man mit der Lorentztransformation. Und in dieser sind sowohl ZD, ZK
als auch die rel. Geschwindigkeitsaddition bereits berücksichtigt! Kann man die Frage, was die Uhren anzeigen, mit der LT nicht beantworten, hilft auch das Additionstheorem nicht weiter!
Im übrigen ist mit "v" in all solchen Gedankenexperimenten stets die Relativgeschwindigkeit (in der SRT "Differenzgeschwindigkeit" genannt) zwischen 2 Objekten relativ zu einem dritten BS gemeint, in welchem z.B. in meinem Szenario die 10 Millionen km lange Laufstrecke ruht. In diesem BS kann eine Differenzgeschwindigkeit auch problemlos 2c betragen, und man geht hier niemals von einer relativistisch addierten Geschwindigkeit aus.
Nebenbei bemerkt rasen auch die Hadronen im LHC in Bezug zum Labor mit nahezu 2c zueinander. Wäre es nicht so, könnte man sich die Mühe sparen und die Ionen auch auf ein ruhendes Target knallen lassen. Diese "Differenzgeschwindigkeit", tatsächlich eine Relativgeschwindigkeit von fast 2c (aus Verlegenheit von manchen Relativisten auch als "Abstandsänderung pro Zeit" bezeichnet), ist unbestreitbar vorhanden, weil die gegenläufigen Hadronen von der letzten Scherung weg bis zur Kollision halb so lange brauchen wie eines für den Vollkreis brauchen würde. Sind sie gegenläufig jeweils auf nahezu c beschleunigt, liegt folglich auch die doppelte "Differenzgeschwindigkeit" vor, und weil das nichts anderes als die Geschwindigkeit ist, mit der sich die Bezugssysteme der Hadronen im Labor relativ zueinander bewegen, ist das auch die Relativgeschwindigkeit,
die als Basis für eine Lorentztransformation genommen wird - oder für die schizoide relativistische Gechwindigkeitsaddition, aus der sich dann ergeben soll, dass von den Bezugssystemen der Hadronen aus "gesehen" die Relativgeschwindigkeit kleiner als c sei und folglich der Geschwindigkeitsgewinn aus der sündteuren Methode nur 0,0009 c betrüge...
Ihre Behauptung, ich käme mit dem Additionstheorem nicht zurecht und die Forderung, man müsse bei der Darstellung des Szenarios bereits die Geschwindigkeiten relativistisch addieren, zeigt mir gelinde gesagt, dass Sie offenbar hinsichtlich Relativitätsheorie nicht jene Kompetenz besitzen, die Sie vorgeben und die Frage nach den Anzeigen der Uhren nicht beantworten können, sondern lediglich versuchen, andere Diskssionsteilnehmer auf mathematisches Glatteis zu locken. Das, und überdies der präpotente Stil Ihrer Beiträge erregen mein Missfallen einigermaßen - und wesentlich sympathischer würde ich es finden, Sie würden uns bemitleidenswerten Physik-nach Zahlen-Malern einfach mitteilen, was die Uhren meines Szenarios beim Vergleich anzeigen.
Können Sie das nicht, dann haben Sie auch keine Recht dazu, meine Argumente als "Malen-nach-Zahlen-Physik" zu bezeichnen oder ein mathematisches Vollversagen der RT-Kritik zu behaupten.
Also lösen Sie das Paradoxon auf und der Beifall wird nicht ausbleiben. Oder sparen sie sich die Worte, denn dieses Drumherum-Gerede kann dann Ihr Versagen auch nicht verschleiern..
Grüße
Harald Maurer