fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Was detektieren die Beobachter:
Alle Beobachter, die sich auf der Mittellotebene zu den Blitzeinschlagorten befinden, wenn sie die Lichtblitze detektieren, detektieren die Lichtblitze GLEICHZEITIG, egal, ob sie sich relativ zum IS Bahnhof (und damit relativ zu den Lichteinschlagorten) bewegen oder nicht.
Bei Newton und SRT gleich.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Alle Beobachter, die sich NICHT auf der Mittellotebene zu den Lichteinschlagpunkten befinden, wenn sie die Lichtblitze detektieren, detektieren die Lichtblitze NICHT GLEICHZEITIG, egal, ob sie sich relativ zum IS Bahnhof (und damit relativ zu den Lichteinschlagorten) bewegen oder nicht.
Bei Newton und SRT gleich.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die Feststellungen 1 und 2 gelten nicht nur im IS Bahnhof, sondern in jedem IS.
Bei Newton und SRT gleich.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Obwohl im IS Bahnhof die Blitzeinschläge gleichzeitig passieren, hängt es natürlich von der Position des Detektors (Beobachters) beim Empfang der Lichtsignale ab, ob er sie gleichzeitig oder nicht empfängt. Und das ist unabhängig davon, ob er sich bewegt oder nicht. Das ist NICHT die RdG der SRT!
Nein, das ist die RdG bei Newton. Ist bei SRT nicht anders.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Was die Relativität der Gleichzeitigkeit wirklich ist:
Die Ausgangssituation ist, dass im IS Bahnhof, die beiden Blitzeinschläge GLEICHZEITIG an UNTERSCHIEDLICHEN Orten passieren. In allen zum IS Bahnhof gleichförmig bewegten IS, die sich NICHT parallel zur Mittellotebene der Blitzeinschlagorte bewegen, sind die Blitzeinschläge NICHT GLEICHZEITIG. Das ist die RdG.
Ja, kein Unterschied zu Newton, außer dass die Werte, die sich bei Newton ergeben, um ZD und LK verändert herauskommen zum Zwecke der Erfüllung des Postulats.
Die klassische Kinematik unterscheidet sich nur geringfügig von jener der SRT. Bei geringen Geschwindigkeiten sind die Unterschiede überhaupt zu vernachlässigen. Also was sollen Deine Argumente aussagen?
Einstein schildert das ungleichzeitige Eintreffen der Signale im Zug zum Unterschied des gleichzeitigen Eintreffens im Bahndamm und nennt dies "Relativität der Gleichzeitigkeit". Beobachter führen das nicht auf ungleichzeitigen Empfang sondern auf ungleichzeitige Absendung der Signale zurück. Oder auch nicht.
Siehe letzten Absatz in Einsteins-Original-Zitat. Das Szenario entspricht der Klassik, wobei Beobachter der Klassik ebenfalls zum Schluss kommen könnten, die Signale wären ungleichzeitig abgeschickt worden - was sie aber nicht tun, wenn sie von c=const nichts wissen. Und natürlich ist die Gleichzeitigkeit in beiden Theorien relativ, nur dass sie halt bei Einstein an anderen Koordinaten auftritt. In der SRT hat die RdG einen Zweck, in der Klassik nicht. Aber relativ ist relativ - egal wo und zu welchem Zweck. Für den einen gleichzeitig kann für den anderen ungleichzeitig sein. Auch bei Newtons Wärtern und Schaffnern.

Einserseits wird gesagt, die SRT sei nicht viel anderes als Newton und bei kleinen Geschwindigkeiten sogar gleich, andererseits wird vehement versucht, signifikante Unterschiede darzustellen. Ist aber kaum zutreffend. Newton zeichnet ein IS aus und die SRT eben auch. Bei Newton funktioniert mit der Korpuskel (Emissions-) Theorie das Relatvitätsprinzip, in der SRT funktioniert es nicht, weil die Wahl eines Bezugssystems, in dem die Gleichzeitigkeit gelten soll, die Wahl des anderen nicht mehr zulässt, denn dann gibt es einen Widerspruch. Einstein ist Newton mit eingebauter ZD ud LK und etwas veränderter bzw. erweiterter RdG. Voraussetzungen für c=const. Und Relativität der Gleichzeitigkeit gibt es klassisch eben auch. Newtons Wärter und Newtons Schaffner streiten sich immer noch darüber, ob die Signale gleichzeitig oder ungleichzeitig angekommen sind.

Grüße
Harald Maurer