Ernst hat geschrieben:Also klare Antwort; ist das richtig?
Ein Sender erzeugt im Ätherwind Wellen der Länge λ=λo*(c±v)/c mit λo als Wellenlänge bei Windstille.
Das ist schon mal der falsche Ansatz! Der Äther ist absolut ruhend! Das Licht bewegt sich in diesem Äther mit c. Für das Licht gilt das Relativitätsprinzip nicht! Es gibt da nämlich einen Unterschied, wenn man annimmt, das MMI sei ruhend und das Universum samt Äther bewege sich. Im Gegensatz zu beliebigen Bezugssystemen, die sich beliebig zueinander bewegen können, ist der Äther ein absolutes Bezugssystem! Es wird sich daher nie und nimmer gegen irgendein anderes Bezugssystem bewegen, sondern es werden sich alle Bezugssysteme in ihm bewegen!
Der Unterschied ist der: Nimmt man das MMI als ruhend an, und ein Sender schickt mit c eine Amplitude ab, so läuft die gegen den Ätherwind, welcher ihre Geschwindigkeit in Bezug zum Sender auf c-v vermindert und auf den Sender zurücktreibt, der die nächste Amplitude emittiert. Die Wellenlänge wird dadurch verkürzt, und zwar durch die vordere Amplitude. Der nächsten Amplitude ergeht es ebenso. Die Wellenlänge wird also von vorne gegen ihre Bewegungsrichtung verkürzt!
Nimmt man den Absolutäther als ruhend an, was er immer sein wird, wenn es ihn gibt, dann kann der richtige Ansatz nur sein, dass sich in ihm das MMI bewegt! Da sieht das aber anders aus! Der Sender emittiert eine Amplitude, die sich mit c von ihm weg bewegt. Währenddessen bewegt sich der Sender weiter und emittiert
hinter die erste Amplitude die zweite. Die Wellenlänge wird also von hinten, in ihrer Bewegungsrichtung verkürzt. Man sollte meinen, das käme sich auf dasselbe raus, das ist aber nicht so, denn je nach Ansicht wird die Lage der Welle in Bezug zum Medium unterschiedlich sein. Im ersten Fall wird die gesamte Welle gegen die Bewegungsrichtung verschoben und es gibt kein v*t des Senders, das der Empfänger ausgleichen könnte. Die verkürzten Wellen kommen mit c-v beim Empfänger an. Das ergibt zwar die Nominalfrequenz, aber je nach Weglänge auch gegenüber einer anderen Strömngsgeschwindigkeit eine andere Phasenlage. die eben von der Laufzeit abhängt. Das ist die Anschauung von Ernst.
Sie ist die falsche Anschauung, weil sich das Universum samt Äther nie und nimmer gegen irgendein Bezugssystem bewegen wird.
Wir gehen also nun von der zweiten Variante aus, wo die Welle in ihrer Bewegungsrichtung quasi von hinten verkürzt wird. Der Sender emittiert eine Amplitude, die sich mit c weg bewegt und bis zur Emission der nächsten Amplitude bewegt er sich mit v*t weiter. Diese Amplitude bewegt sich auch mit c, und hinter diese setzt der Sender wieder nach v*t die nächste ab. Das ergibt wieder die verkürzten Wellenlängen, aber nun läuft der bewegte Empfänger jeder Amplitude, die ankommen würde, mit v*t davon! Er hebt damit die um v*t erfolgte Verkürzung der Wellenlänge wieder auf! Und da v*t bei Sender und bei Empfänger bei jeder Geschwindigkeit denselben Betrag hat, wird diese Korrektur der Wellenlänge durch den bewegten Empfänger von der Geschwindigkeit des MMI im Äther unabhängig! Für den Empfänger ergibt sich bei jedem v die gleiche Emfangssituation. Er empfängt Nominal-Wellenlängen, genau solche, die er empfangen würde, wenn sich das MMI nicht im Äther bewegt!
Das nun mal im Detail:

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Position 1 im Bild: Sender und Empfänger ruhen im Äther. Der Sender schickt eine Amplitude zum Sender und nennen wir die mit c zurückgelegte Strecke die Nominalwellenlänge.
Position 2: bewegt sich der Sender vor der Emission der Amplitude gegen den ruhenden Empfänger, so ist die Wellenlänge verkürzt, aus der mit c zurückgelegten Strecke ergibt sich beim Empfänger eine höhere Frequenz.
Position 3: würde sich der Empfänger von der mit v*t versetzten Amplitude ebenfalls mit v*t weg bewegen, während dessen die Amplitude mit c sich nähert, so ergäbe sich wieder die Nominal-Wellenlänge. Aber der Empfänger müsste sich unabhängig von der Bewegung des Senders bewegen.
Postion 4: Sender und Empfänger bewegen sich gleichsinnig. Der Sender emittiert bei a eine Amplitude, die mit Geschwindigkeit c bei b angekommen ist, wenn der Sender nach v*t die nächste Amplitude emittiert. Der Amplitude b läuft gleichzeitig der Empfänger davon, zwischen der Amplitude c und d liegt die Nominalwellenlänge! Der Vorgang wiederholt sich laufend. Das Ergebnis ist: der Sender emittiert verkürzte Wellenlängen, der Empfänger erhält sie nominal. Je weiter der Empfänger entfernt ist, umso mehr verkürzte Wellenlängen werden zwischen ihm und dem Sender laufen, aber jeder sich nähernden Amplitude läuft der Empfänger mit v*t davon! Dadurch ist v exakt kompensiert und die Berechnung irgendeiner Laufzeit macht keinerlei SInn. Da die Geschwindigkeit keine Rolle mehr spielt, wird sich bei jeder Geschwindigkeit ergeben, dass sich die Empfangssituation bei keinem der Teilstrahlen durch Drehen des MMI ändern wird! Denn dieser Prozess läuft bei den vom Sender verlängerten Wellenlängen gleichermaßen ab, da empfängt der bewegte Empfänger mit der Bewegung v*t gegen diese Wellenlänger diese wieder nominal. Michelson wird an seinem Interferenzmuster keine Veränderung sehen!
Vergleiche mit Wellen in einem fließenden Bach etc. sind uangebracht, weil im Falle eines absoluten Bezugssystems das Relativitätsprinzip für das Licht nicht gilt! Übersieht man diese Doppler-Effekt Kompensation von v, muss man alles mögliche erfinden, um diese scheinbare Invarianz der Lichtausbreitung zu erklären, wie sie sich im MMI zeigt. Aber die Ursache ist nicht Relativität von Raum und Zeit, ist nicht Längenkontraktion und Zeitdilatation, sondern einfach der Doppler-Effekt, welcher eine absolute Konstanz der Perioden verursacht. Zwei entgegengesetzt wirksame Doppler-Effekte, einer vom Sender zum Medium und einer vom Medium zum Empfänger. Das ist der ganze Zauber!
Aber wir können mit dem MMI, dessen Resultat man eben mit
jeder Theorie erklären kann und das daher keinerlei Beweiskraft nach irgendeiner Richtung hat, leider nicht erfahren, ob es nun einen absoluten Äther gibt oder nicht!
Wer es verstehen kann möge es verstehen, und der Rest möge glauben was er will!
Grüße
Harald Maurer