Was ist eigentlich Gravitation?

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon M.S » Mo 30. Jun 2014, 18:07

contravariant hat geschrieben:...
Die Diskussion gabs auch schonmal. Da wurde sich auch drüber lustig gemacht, dass im Bereich "Computational Physics" nur so veraltetes Zeug wie Fortran und C verwendet wird. Als es dann drauf ankam, konnten die Highpperformane Java Verfechter allerdings nicht liefern..

Stimmt, ich erinnere mich. Fairnesshalber muss man allerdings anmerken, daß spacerat damals noch nicht hier im Forum vertreten war. (Was jetzt nicht bedeutet, daß ich seine Meinung bzgl. des angeblichen technologischen Fortschritts bzw. der Performance von Javaprogrammen teile). So ein kleiner Wettstreit, wo programmtechnisch von Kritikerseite auch mal was geliefert wird, wäre sicher lustig. Also, ich wäre dabei.
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon M.S » Mo 30. Jun 2014, 19:41

Spacerat hat geschrieben:Eine Kleinigkeit interessiert mich noch... wie habt ihr denn damals einen Programmiererwettstreit austragen können? Programme lassen sich hier ja nicht hochladen und auch sonst gibt es keine Jury?

Der Wettbewerb fand leider nicht statt, da auf der "anderen" Seite niemand fähig war, ein Programm zu schreiben. Das hat contravariant ja gemeint. Im Prinzip haben wir halt den Sourcecode hochgeladen und jeder der wollte, konnte auf seinem Rechner einen Benchmark durchführen.

Spacerat hat geschrieben:@M.S.:
Für einen Wettstreit habe ich grade wohl zuviel davon erzählt, was C-Programmierer peinlichst genau beachten müssten, denke ich.

Nein. du hast nichts erzählt, was nicht Allgemeingut ist.

spacerat hat geschrieben:Chancen hätte ich dann wohl nur, bei solchen, die nicht wissen, wovon ich da Rede.

Naja, wenn du auf der "anderen" Seite lauter Osterhasen zusammensuchst, dann kannst du natürlich alles beweisen.

spacerat hat geschrieben:Ausserdem sind Microbenchmarks eh' Selbstbetrug. Wer will feststellen, ob ein Unterschied von 100FPS (pro 1000FPS) von der VM, der C-Runtime, vom Betriebssystem oder tatsächlich vom Programm kommt?

Dann mach ma halt einen Macrobenchmark.

Egal, welche VM du benutzt. Ich garantiere dir, daß ich dir einen stinknormalen C-Code reinstelle, der schneller ist. Bei richtig einfachen Dingen, die deine VM optimieren kann, dann vielleicht nur marginal. Je komplexer die Aktion allerdings wird, desto mehr wird deine VM (im Vergleich zu C, Fortran usw) lahmen.

Und das die automatische Garbage Collection schneller ist, als wenn man sich den Speicher manuell je nach Bedarf holt, das bezweifle ich sehr. Angenehmer und sicherer, ja. Schneller, nie und nimmer.
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon contravariant » Mo 30. Jun 2014, 20:14

Spacerat hat geschrieben:Wie lange ist das her? Seit "java.nio." und LWJGL hat sich recht viel getan, der bisher größte Schritt war die JVM7 (ok... jetzt JVM8, aber die ist ja noch nicht all zu viel im Umlauf). Allerdings geht es da nicht nur um Java, sondern ganz klar um alle VM-Sprachen. Der Trend geht eindeutig zu diesen Sprachen und Betriebssysteme unterstützen sie immer mehr. Schlimmer noch: Windows Vista und Aufwärts laufen gar nicht mehr ohne ein dotNet-Framework. Diese VMs werden auch immer ausgeklügelter und man muss sich als C-Entwickler schon sehr reinhängen, einen durchschnittlichen VM-Entwickler abzuhängen. Z.B. beim Verschieben größerer Datenmengen muss der C-Entwickler selbst auf ein günstiges Array-Rollout achten, ein VM-Entwickler darf es ignorieren. Selbiges gilt für Variablendefinition im günstigsten Scope, Autoinlining von Programmcode und vor allem Garbage-Collection. Das darf man in C alles selber machen, aber die wenigsten achten da drauf.

Das kann alles sein. Ich kann es nur für den Bereich High-Performance-Computing/Computational Physics/Computational Chemistry beurteilen, und da ist die Situation anders. Wenn es auf Geschwindigkeit nicht ankommt, wird zunehmend Python und auch Matlab verwendet. Grade bei Python gibt es da eine schnelle Entwicklung an diversen Bibliotheken für Auswertung und Visualisierung von Daten. Das zusammen mit der Python REPL wird immer beliebter. Wenn es allerdings wirklich auf Performance ankommt, werden immer noch C und Fortran, zusammen mit den entsprechenden Bibliotheken, die dann auch in C/Fortran geschrieben sind, verwendet. Eine neue Entwicklung sind hier natürlich OpenCL und Cuda. Sprachen wie Java oder C# finden im HPC-Bereich allerdings schlicht keine Verwendung.

Spacerat hat geschrieben:Naja... um nochmal zu meinem Modell zu kommen... Ich brauche da die Fliehkraft, damit die einzelnen Ladungsträger nicht zusammenstossen, wobei sie sich ja gegenseitig ausbremsen würden.
Das Modell hat eigentlich nur den Sinn, Millionen erfundene Teilchen der Quantenphilosophie ganz simpel über zwei Ladungszustände zu erklären. Da wo Massendefekte auftreten, ließen sich diese schlicht über höhere oder niedrigere Rotationsgeschwindigkeiten erklären. Gravitation, wie gehabt, über aufsummierte EM-WW, die in der Ferne halt anziehend wirkt. Aber warum sollte diese EM-WW plötzlich nur noch anziehend wirken? Naja... bei dem Modell sind jedenfalls noch einige Fragen offen. Eine davon z.B. auch, wie das in diesem mit stabilen Atomen (Edelgasen) funktionieren soll.
Eine Frage soll aber schon mal beantwortet sein... Beim beschreiten neuer Wege ist für Irrationales kein Platz. Gleichberechtigte Inertialsysteme, die dann doch nicht gleichberechtigt sind, weil sie in irgend einer Form Lorentz-Transformiert werden müssen, beachte ich also gar nicht.

Tja.. was verstehst du unter "Fliehkraft"? Die "Fliehkraft" der Newtonschen Physik wirkt nämlich nur in rotierenden Bezugssystemen und taugt deshalb hier kaum um irgendwas am zusammenstoßen zu hindern.

Spacerat hat geschrieben:Für einen Wettstreit habe ich grade wohl zuviel davon erzählt, was C-Programmierer peinlichst genau beachten müssten, denke ich. Chancen hätte ich dann wohl nur, bei solchen, die nicht wissen, wovon ich da Rede. Ausserdem sind Microbenchmarks eh' Selbstbetrug. Wer will feststellen, ob ein Unterschied von 100FPS (pro 1000FPS) von der VM, der C-Runtime, vom Betriebssystem oder tatsächlich vom Programm kommt?

Ahh... es ist also ganz dolle schwierig, sowas in C richtig zu machen. Aber wenn man deine Postings gelesen hat, dann kann das ntürlich auf einmal jeder. Nunja.
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon Mikesch » Mo 30. Jun 2014, 20:17

M.S hat geschrieben: Und das die automatische Garbage Collection schneller ist, als wenn man sich den Speicher manuell je nach Bedarf holt, das bezweifle ich sehr. Angenehmer und sicherer, ja. Schneller, nie und nimmer.

Selbst wenn, nützt das in einer Real-Time-Umgebung nichts, da dazu der Zeitpunkt des gc vom Programmierer definiert wird, was unter Java definitiv nicht möglich ist. Damit zeigt Spacerat nur, daß er von Real-Time Programmierung nichts versteht.
Java hat andere Stärken, aber nicht gerade auf diesem Gebiet.

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Re: Was ist eigentlich Bewegung?

Beitragvon McDaniel-77 » Di 1. Jul 2014, 01:39

Hi Yukterez,

bitte falle doch nicht auf diesen Quatsch herein.
Bild
Wie soll denn der senkrecht abgestrahlte Laser-Strahl aus der Ruhe gebracht werden, damit er plötzlich in einem schrägen Winkel in Bewegungsrichtung abstrahlt? Das ist entweder ein offensichtlicher Betrugsversuch, also eine Irreführung der zu Bekehrenden, oder ein grober Fehler, der den ganzen Schwindel sofort entlarvt. Das Besondere am Licht ist ja eben die Unabhängigkeit seiner Ausbreitungsgeschwindigkeit. Es ist völlig egal, ob sich der Sender oder Empfänger bewegt, das Licht ändert deshalb seine Richtung nicht, das einzige was die relative Bewegung aufdeckt ist die Rot- bzw. Blauverschiebung.

Außerdem gilt das Relativitäts-Prinzip nicht, da es eben einen Unterschied macht, ob man sich bewegt oder ruht. Mit einer Lichtuhr kann man zweifelsfrei feststellen, wie schnell man sich bewegt, da c = const.

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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon McDaniel-77 » Di 1. Jul 2014, 01:47

Hi Jondalar,

Jondalar hat geschrieben:...jedenfalls bewegt sich der Ball ja schon mit dem Zug, hat also diesen Impuls bereits. Wenn die Lichtuhr beim Aussenden bewegt ist, hat der Laserstrahl den Impuls auch, wenn die erst verschoben wird, nachdem der Laserstrahl los ist, wird er wirklich den Spiegel nicht mehr treffen.


Licht verhält sich aber nicht so, und Materie auch nicht, wenn sie "relativistische" Geschwindigkeiten erreichen sollte.

Die Lichtgeschwindigkeit ist absolut, sie ist unabhängig von der Geschwindigkeit des Senders oder des Empfängers. Licht geht immer mit Lichtgeschwindigkeit und immer geradlinig bzw. radial vom Sender weg.

In einem ruhenden Zug würde ein Laserstrahl gegenüber die Wand an einem bestimmten Punkt treffen, fährt der Zug sehr schnell und der Laserstrahl verläuft quer zur Fahrtrichtung, dann trifft der Laserstrahl messbar etwas weiter hinten auf die Wand, da das Licht einfach eine Zeit braucht, bis es von einer Seite zur anderen "fliegt", währenddessen fährt der Zug aber ein Stück weiter, so trifft der Laserstrahl in Bewegung hinter dem Ruhepunkt auf die Wand.

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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon McDaniel-77 » Di 1. Jul 2014, 02:08

Hi Spacerat,

Spacerat hat geschrieben:Ich brauche da die Fliehkraft, damit die einzelnen Ladungsträger nicht zusammenstoßen, wobei sie sich ja gegenseitig ausbremsen würden.
Das Modell hat eigentlich nur den Sinn, Millionen erfundene Teilchen der Quantenphilosophie ganz simpel über zwei Ladungszustände zu erklären. Da wo Massendefekte auftreten, ließen sich diese schlicht über höhere oder niedrigere Rotationsgeschwindigkeiten erklären. Gravitation, wie gehabt, über aufsummierte EM-WW, die in der Ferne halt anziehend wirkt. Aber warum sollte diese EM-WW plötzlich nur noch anziehend wirken?


Weil Atome im Kern aus Protonen (und Protonen mit Elektronen, sog. Neutronen) und außen aus Elektronen bestehen. Da die Elektronen beweglicher als die Protonen sind, verweilen die Protonen im Kern. Die Anziehungswirkung der Protonen auf Elektronen kann nicht komplett von den Elektronen in der Hülle abgeschirmt werden, es werden auch fremde Elektronen ferner Atome angezogen. Die Abstoßende Wirkung der Elektronen untereinander fällt nicht so stark ins Gewicht, da sie beweglicher als Protonen sind und der Abstoßung flexibler ausweichen können.

Die Abstoßung der Protonen verschiedener Atome fällt auch nicht ins Gewicht, da der Abstand zwischen den Atomkernen größer ist, als der Abstand zwischen den Atomkernen und den fremden Elektronen anderer Atome. So überwiegt immer die Anziehungskraft, das ist geometrisch zu begründen.

Wenn du viele einzelne Magnete zusammen in eine Schüssel wirfst, dann ziehen sich die Magnete alle gegenseitig an, die Abstoßung fällt überhaupt nicht auf.

Grüße

McDaniel-77
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon Yukterez » Di 1. Jul 2014, 02:26

McDaniel hat geschrieben:Wie soll denn der senkrecht abgestrahlte Laser-Strahl aus der Ruhe gebracht werden, damit er plötzlich in einem schrägen Winkel in Bewegungsrichtung abstrahlt?

Der muss nicht aus der Ruhe gebracht werden, da die Uhr ja nicht beschleunigt wird, sondern der Beobachter relativ zur Uhr bewegt ist. Wenn der bewegte Beobachter seine Position als Koordinatenursprung {x=0,y=0,z=0} definiert, dann braucht die Uhr nicht viel zu tun, damit sie in diesem System bald auf {1,0,0}, hernach auf {2,0,0} usw. usf. platziert ist. Nichts anderes beschreibt das Beispiel von der Lichtuhr. Wenn du aber trotzdem unbedingt die Uhr beschleunigen willst um die Rechnung zu verkomplizieren empfehle ich ein innen verspiegeltes Glasfaserkabel zu verwenden.

Dir empfehlend, auch mal die Texte neben den Bildern zu lesen,

Bild
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon Yukterez » Di 1. Jul 2014, 03:31

Spacerat hat geschrieben:Diese Bereitschaft sehe ich bei dir teilweise ebenso wenig, wie z.B. bei Yukterez. Statt mich dauernd zu belehren, könnt ihr mir ebensogut bei der Ausarbeitung meines Modells behilflich sein

Also ich kann es mir nicht leisten, meinen Namen auf einem Modell das Einstein, an den ich voller Inbrunst glaube, widerspricht zu haben. Wie soll man dir außerdem behilflich sein, wenn du keine Belehrungen willst? Soll man dich etwa in deinen Irrtümern bestätigen, so wie das die Trolle untereinander machen?

McDaniel-77 hat geschrieben:Wie soll denn der senkrecht abgestrahlte Laser-Strahl aus der Ruhe gebracht werden, damit er plötzlich in einem schrägen Winkel in Bewegungsrichtung abstrahlt?

Ergänzend zu meinem Text noch ein Bild, welches bestens zu

McDaniel-77 hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:Bild

passt:

v Beobachter zu Uhr = 0.866c, τ = t/2:
Bild

v Beobachter zu Uhr = 0, τ = t:

Bild

Beide Bilder zeigen die selbe Situation.
Im ersten Bild beobachte ich aus dem Hubschrauber heraus die Uhr, am zweiten stehe ich neben ihr.
In beiden Fällen bewegt sich das Photon relativ zum Beobachter mit 1.0·c.
Seine Bahn ist für den oberen Beobachter zickzack, unten aber gerade.
Die verwendeten Formeln sind a²+b²=c² und τ=t·√(1-v²/c²).

Bild, Bild
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Re: Was ist eigentlich Gravitation?

Beitragvon Kurt » Di 1. Jul 2014, 06:54

Yukterez hat geschrieben:Beide Bilder zeigen die selbe Situation.


Genauso ist es!
Beweg doch mal die LUhr.


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