Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon All » Fr 10. Okt 2014, 13:05

Spacerat hat geschrieben: Was Ironie ist, weißt du schon ja?


Nein. :mrgreen:
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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Manamana » Fr 10. Okt 2014, 16:33

Harald Maurer hat geschrieben:Denken wir uns eine sehr große Lichtuhr, in welcher der obere Spiegel eine Lichtsekunde entfernt vom unteren ist. Ein Photon braucht demnach bis zum oberen Spiegel 1 s. Die Uhr bewegt sich z.B. mit 0,5 c. Wie sieht es ein relativ ruhender Außenbeobachter:

In dieser 1 s ist der mit 0,5 c bewegte Spiegel 149896,229 km weiter gelaufen. Für das Photon hat sich die Laufstrecke diagonal verlängert auf 335178,157614 km. Es hat in dieser 1 s 299792,458 km (mit c!) zurückgelegt und demnach noch 35385,69961 km bis zum Spiegel, welcher sich aber noch weiter bewegt, während das Licht diese 35385,69961 km zurücklegt und daher den Spiegel nicht mehr treffen kann! Die Lichtuhr bleibt aus Sicht des Außenbeobachters also je nach Größe der Uhr und ihrer Geschwindigkeit entweder sofort oder nach kurzer Zeit stehen!

Das ist ein klassischer Denkfehler, wie ihn zb viele Studenten in den erste Semestern machen, wenn sie die SRT lernen, aber die Konzepte noch nicht verstanden haben. Hier wird fälschlicherweise die Annahme gemacht, dass das Photon der bewegten Lichtuhr den unteren Spiegel bereits nach einer Sekunde (im Ruhesystem gemessen) erreicht haben müsste, aber genau das ist ja mit der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit nicht vereinbar und genau deswegen folgt aus dem Gedankenexperiment zur Lichtuhr ja auch bei korrekter Analyse die Zeitdilatation.

PS: Ob so mancher es hier wahrhaben will oder nicht, die SRT ist in sich wohldefiniert und nicht widersprüchlich. Die Annahme die man hineinstecken muss sind lediglich:

1: Existenz bzw Gleichberechtigung von Inertialsystemen (ist im übrigen nicht neu und schon bei Newton und Galileo so)
2: Konstanz der (Vakuum)lichtgeschwindigkeit in diesen IS (das ist die einzige Neuerung)

Akzeptiert man diese beiden Punkte, dann akzeptiert man automatisch auch die SRT, da diese nur aus diesen beiden Annahme abgleitet werden kann. Akzeptiert man diese beide Punkte nicht, dann kann man sich fröhlich weiter mit Crank- und Voodoo-Physik befassen.
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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Manamana » Fr 10. Okt 2014, 17:17

Spacerat hat geschrieben:Du hast die Definition der Zeit vergessen! Denn nur, wenn Zeit das ist, was die Uhr anzeigt, trifft die SRT zu. Wenn Zeit aber konstant ist, gehen nur ein paar Uhren falsch, während die Zeit unbeeinflußt von irgendwelchen Bewegungen unbestechlich vergeht.

Nein habe nichts vergessen, das du von der Zeit verlangst konstant zu sein ist, mag dein persönliches Wunschdenken an die Natur sein. Die Beobachterabhängigkeit der Zeit folgt aus Annahmen 1 und 2 automatisch und zwar ob es einem gefällt oder nicht.
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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Manamana » Fr 10. Okt 2014, 17:36

Spacerat hat geschrieben:Und du willst mir erzählen, du hättest die SRT verstanden? :lol:

Ja. Eigentlich wollte ich dir auch keine gratis online Nachhilfe mehr geben, aber diese Lektion ist nochmal geschenkt.

Ok, sicher... wer die LG als Tempolimit zulässt, benötigt dort, wo sonst ÜLG herauskäme natürlich Längenkontraktion und/oder Zeitdilatation.

Was anderes hab ich auch nicht behauptet, siehe Annahmen 1 und 2.
Definieren muss man beinhaltende Begrifflichkeiten trotzdem, die ergeben sich nicht einfach.

Definieren muss man Zeit schon, in dem man zb eine Messvorschrift angibt nachdem eine Zeiteinheit zb die Sekunde innerhalb eines IS ermittelt werden kann (Dauer von einer bestimmten Anzahl von Zerfällen eines Atomkerns oder ähnliches). Als Referenz eben, nach der alle Messungen durchgeführt werden. Aber die Zeitdilatation folgt trotzdem aus 1 und 2 egal wie du die "Ursekunde" definierst.
Denn wenn man die LG (und zwar nur die Geschwindigkeit des Lichts) an der Hardware Auge fest macht, werden nämlich durchaus auch höhere Geschwindigkeiten möglich.

Ausser dir macht aber niemand die Geschwindigkeit "an der Hardware Auge" fest, was auch immer das heißen mag. Jeder normale Mensch rechnet einfach Weg/Zeit.
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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Yukterez » Fr 10. Okt 2014, 17:46

Spacerat hat geschrieben:Denn nur, wenn Zeit das ist, was die Uhr anzeigt, trifft die SRT zu

Eine ideale Uhr zeigt per Definition die richtige Zeit an.

Spacerat hat geschrieben:Wenn Zeit aber konstant ist, gehen nur ein paar Uhren falsch

Siehe oben oder unten:

Bild hat geschrieben:Bild

mit Betonung auf

Bild hat geschrieben:Um dem Zeitbegriff überhaupt physikalische Bedeutung zu geben, bedarf es der Benutzung irgendwelcher Vorgänge.

Bild, Bild
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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Kurt » Fr 10. Okt 2014, 17:54

Manamana hat geschrieben:Ausser dir macht aber niemand die Geschwindigkeit "an der Hardware Auge" fest, was auch immer das heißen mag. Jeder normale Mensch rechnet einfach Weg/Zeit.


Jeder normale Mensch meinst du, rechnet einfach Weg/Zeit?

Warum nehmen dann manche einen Weg der nicht festgelegt ist und eine Geschwindigkeit die keinen realen Weg/Zeit beinhaltet und keine Zeit die auf eine reale Uhr bezogen ist?
Sind das nun die -Normalen- oder sind es diejenigen die versuchen sich auf Umständen aufzustützen die real sind und von denen vergleichbare und realitätsbezogene Aussagen rauskommen können?

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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Kurt » Fr 10. Okt 2014, 17:56

Yukterez hat geschrieben:
Spacerat hat geschrieben:Denn nur, wenn Zeit das ist, was die Uhr anzeigt, trifft die SRT zu

Eine ideale Uhr zeigt per Definition die richtige Zeit an.


Soso, Zeit zeigt sie an.
Was ist denn -die Zeit-?

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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Yukterez » Fr 10. Okt 2014, 18:02

Kurt hat geschrieben:Was ist denn -die Zeit-?

Nichts was ich dabei verschwenden werde mich mit dir darüber zu unterhalten.

Bild, Bild
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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Manamana » Fr 10. Okt 2014, 18:06

Ihr könnt wie gesagt kreischen und plärren wie ihr wollt. Wenn man die Gleichberechtigung von IS und die Konstanz der LG akzeptiert (und das hat nichts mit dem menschlichen Auge zu tun), dann folgt nunmal die SRT. Wenn man diese beiden Dinge nicht akzeptiert, dann kann einem wohl auch keiner mehr helfen.
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Re: Es gibt keine Widersprüche bei der Lichtuhr

Beitragvon Kurt » Fr 10. Okt 2014, 18:06

Spacerat hat geschrieben:
Yukterez hat geschrieben:Eine ideale Uhr zeigt per Definition die richtige Zeit an.
In der SRT zeigt jede korrekt gebaute Uhr die richtige Zeit an, das ist ja der Trick. Uhren werden nach dem Prinzip gebaut, wie es Manamana schilderte.
Aber Vorgänge (die eine Uhr antreiben) verändern sich durch Bewegung nunmal, nicht aber der Lauf der Zeit.


Nicht nur durch Bewegung, sondern auch durch die Zustände die da sind wo die Uhr läuft.

Spacerat hat geschrieben:Nette Frage Kurt. Das was Yukterez da gepostet hat, beinhaltet eindeutig die Definition der Zeit in der SRT, die da lt. Einstein immer noch lautet: "Zeit ist, was die Uhr anzeigt" (ob es einem gefällt oder nicht).


Da das was die Uhr anzeigt überall anders ist ist es halt nunmal notwendig sich auf eine Anzeige festzulegen.
Anders, und das ist ja nun hier immer wieder sichtbar, kommt nur Unsinn/Unbrauchbares/Unzutreffendes heraus.

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