Highway hat geschrieben:@Harald
Siehst du Harald. Das ist genau das, was ich dir vorher zum Thema faire Diskussion geschrieben habe. Erst das Thema versuchen auf eine andere Schiene zu schieben, und dann die Antworten schuldig bleiben. :lol:
Das ist kein anderes Thema auf die Schiene geschoben worden.
Soweit ich Ihren Versuchsaufbau verstanden habe, bewegt sich eine Wassereimer mit annähernd c auf der x-Achse. Aus der Seite fliesst Wasser in die y-z-Richtung. Eine zweiter, identischer Eimer bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung.
Habe ich es soweit richtig verstanden?
Ich tausche jetzt mal wegen Haralds Einwand die Gravitationsabhängigkeit raus und konstruiere ein analoges Bild.
Eine Rakete "Eimer" fliegt mit annähernd c auf der x-Achse. Senkrecht dazu wird ein Päckchen "Wassertröpfchen" auch mit annähernd c aus der Rakete geworfen.
Entspricht das soweit Ihren Vorstellungen?
Was Sie jetzt haben sind zwei überlagerte Geschwindigkeiten im Päckchen "Wassertröpfchen", nämlich in x-Richtung die Rakete + die Wurfgeschwindigkeit des Päckchens in y/z-Richtung. So würde es ein ruhender Beobachter wahrnehmen.
Wenn das Päckchen in Richtung der x-Achse geworfen werden würde, ist die Rechnung Ihnen vermutlich gleich klar, denn diese Form kennen Sie: Die Relativistische Addition. Da hier die Bewegungen auch in y-Richtung erfolgt (z- lasse ich mal weg, weil das hier keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bringt und die Rechnung nur noch komplexer wird) , geht das nicht so einfach. Die Transformationsgleichung lautet: vrel ist die Relativgeschwindigkeit in eine beliebige Richtung, t = t' = 0, r = (x,y) ist die Position, g ist Lorentzfaktor, keine Bewegung in z, r|| ist die parallele, rsenkr. die senkrechte Position zur Relativgeschwindigkeit.
ct' = g ( ct - r * vrel/c )
r' = -g vrel/c *ct + [ r+(g-1)(r * vrel) vrel/vrel²]
r|| = (r * vrel) vrel/vrel²
r senkrecht = r - r||
also
r'|| = g ( - vrel/c *ct + r||)
r'senkr. = rsenkr. = r - r||
Das ist die Transformation für den ruhenden Beobachter, der "Wassertröpfchen" an sich vorbeiflitzen sieht.
Sie können jetzt den zweiten Eimer analog berechnen und dann lustig hinundher transformieren. Die Rechnung ist allerdings analog und nur komplexer und bringt keine neuen Aspekte rein.
Eine Überlichtgeschwindigkeit kommt also auf keinen Fall heraus.
Leider wird die Berechnung schnell sehr unübersichtlich, da ich nicht weiss, wie ich mit dieser Forumssoftware eine vernünftige mathematische Notation hinbekommen soll, sonst könnte man noch die Herleitung zeigen, damit das klarer wird. (Obwohl dazu müsste ich es verständlich erklären können, und der Obererklärbär bin ich nicht.)
So, wie Sie sehen ist das die Antwort auf Ihre Frage und mitnichten ein neues Thema, Sie haben die Antwort nur nicht verstanden.
Mike