Jan hat geschrieben:
Also ZD und LK ...
Die beiden reichen nicht aus, da braucht man noch mehr relativistische Effekte zur Erklärung der Sache.
Da wäre zuallererst mal das Ehrenfest'sche Paradoxon
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenfestsches_ParadoxonIm Leitersystem müssen nämlich Ionen und Elektronendichte gleich sein, während im Elektronensystem sich deren Abstand um den Faktor 1/sqrt(1-u²/c²) vergrössert.
Im Laborsystem (wo das Testelektron ruht) muss noch u (Elektronengeschwindigkeit) zu v (Leitergeschwindigkeit) relativistisch addiert werden. Erst dann kommt die Lk zum Einsatz um die unterschiedlichen Ladungsdichten zu ermitteln.

Bei der Berechnung der elektrischen Feldstärke des rasenden Leiters brauchen wir noch diese Zusammenhänge.
Stromstärke=Ladung pro Drahtlänge * Elektronengeschwindigkeit und
(magnetische Feldkonstante) *(elektrische Feldkonstante)*c²=1

In der 2. Zeile steht dann die Gleichung für die magnetische Feldstärke, die wir eigentlich gar nicht brauchen, weil wir das über ganz locker über die unterschiedlichen Ladungsdichten erklären können.
Ja und warum wir den Wurzelfaktor streichen können, wenn wir ins Leitersystem wechseln ist dann wegen des gleichen Transversalimpulses in beiden Systemen wohl auch klar.
Fassen wir nochmal zusammen, welche relativistischen Effekte hier zusammen spielen.
1. Ehrenfest'sche Paradoxon
2. relativistische Geschwindigkeitsaddition
3. Lk
4. Zd (wegen Transversalimpuls)
Wenn wir einen dieser vier Effekte weglassen, ergäbe die relativistische Mathematik nicht mehr das, was man im Labor messen würde.
Oder mit anderen Worten. Wäre die SRT falsch, so würde sie sich durch ihre eigene Mathematik widerlegen. Tut sie aber nicht!