Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Mikesch » Di 5. Mär 2019, 14:58

fallili hat geschrieben:Du hast völlig recht.
Mikesch fallili, Daniel K... haben genau eine gestörte Persönlichkeit, mit der man sich hier auseinander zu setzen haben.

:mrgreen:
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Di 5. Mär 2019, 15:04

:roll:
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Ischtar » Mo 8. Apr 2019, 18:18

Zasada hat geschrieben:These: Die Relativitätstheorie erklärt nicht die Natur.
Die Beschreibung von Platon, kann heute folgend gedeutet werden. Die Wirklichkeit, welche sich dem Betrachter zugänglich zeigt, ist eine Projektion, die uns nicht die Wirklichkeit an sich, sondern nur ihre Signale erkennen lässt. Die Menschen als bewusst agierende und bewusst urteilende Instanzen sind dadurch aus Prinzip nicht in der Lage, von der Wirklichkeit etwas anderes zu empfangen, als ihre sinnlich wahrnehmbaren Zeichen.


Guter & informativer Beitrag!
Ich bin mir nicht sicher, ob man sagen könnte, die SRT ist weniger eine Theorie der Ontologie als eine epistemische Theorie der Messung unter Einbeziehung von c = const. Ich würde aber nicht platonisch argumentieren, sondern dass, wie so häufig, ontologische und epistemische Aussagen (in Form mathematischer Terme) verwechselt werden; konkret hier: die reversiblen Effekte der SRT sind keine ontologischen Effekte, sondern Effekte der (Signal-) Messungen. Raum & Zeit werden nicht wirklich verändert (wobei es nicht mal ausgemacht ist, dass es so etwas wie Zeit oder Zeitfluss real gibt)
Wir sitzen nicht in einer Höhle, sondern mitten in der Wirklichkeit; und in der erkenntnistheoretischen Bearbeitung der überaus komplexen Natur kategorisieren, isolieren, simplifizieren und mathematisieren wir und projizieren dann zurück und glauben deshalb, alles, was mathematisch ist, ist auch real.
Ich denke nicht, dass Galilei Recht hatte: wir entdecken nicht die mathematischen Gesetze, wir konstruieren sie. Und eine gesunde Distanz zu ihren Aussagen, die Wirklichkeit betreffend, wäre m.E. unbedingt erforderlich.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Di 9. Apr 2019, 08:59

DerGast hat geschrieben:
Ischtar hat geschrieben:Guter & informativer Beitrag!
Ich bin mir nicht sicher, ob man sagen könnte, die SRT ist weniger eine Theorie der Ontologie als eine epistemische Theorie der Messung unter Einbeziehung von c = const. Ich würde aber nicht platonisch argumentieren, sondern dass, wie so häufig, ontologische und epistemische Aussagen (in Form mathematischer Terme) verwechselt werden; konkret hier: die reversiblen Effekte der SRT sind keine ontologischen Effekte, sondern Effekte der (Signal-) Messungen. Raum & Zeit werden nicht wirklich verändert (wobei es nicht mal ausgemacht ist, dass es so etwas wie Zeit oder Zeitfluss real gibt)
Wir sitzen nicht in einer Höhle, sondern mitten in der Wirklichkeit; und in der erkenntnistheoretischen Bearbeitung der überaus komplexen Natur kategorisieren, isolieren, simplifizieren und mathematisieren wir und projizieren dann zurück und glauben deshalb, alles, was mathematisch ist, ist auch real.
Ich denke nicht, dass Galilei Recht hatte: wir entdecken nicht die mathematischen Gesetze, wir konstruieren sie. Und eine gesunde Distanz zu ihren Aussagen, die Wirklichkeit betreffend, wäre m.E. unbedingt erforderlich.

Wenn die Ergebnisse von Messungen nicht real sind -

wenn Messungen nicht die Wirklichkeit widergeben -

was ist dann die "Wirklichkeit"?

Was ist dann "real"?

Und was bedeutet "gesunde Distanz"?

Messwerte ignorieren?

Welche Messungen? Du kannst keine vorzeigen.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Ischtar » Di 9. Apr 2019, 10:39

DerGast hat geschrieben:Wenn die Ergebnisse von Messungen nicht real sind -
wenn Messungen nicht die Wirklichkeit widergeben -
was ist dann die "Wirklichkeit"?
Was ist dann "real"?
Und was bedeutet "gesunde Distanz"?
Messwerte ignorieren?
Mir ist - auch erkenntnistheoretisch - keine Alternative bekannt.
Das die Messmethoden - die Versuchsanordnung - mit größter Vorsicht zu handhaben sind, ist klar.
Aber bestätigte Ergebnisse?

Vllt. kann ich mit den Begriffen "Schein" und "Wesen" erläutern, was ich meine:
Wenn ich bei v > 0 eine Verkürzung des Stabes messe, dann erscheint mir der Stab verkürzt wg. der Messumstände (c=const, v>0).
Bei v = 0 verschwindet die Kontraktion und der Stab stellt sich mir in seinem Wesen, so wie er an sich ist, dar. Die Dinge ändern sich nur aufgrund des Wechsels des Bezugssystems bzw. der Relativgeschwindkt. also nur scheinbar.
Natürlich sind Messungen real, aber eben auch interpretierbar im Hinblick darauf, was sie über die Natur aussagen.
Ein anderes Beispiel ist Newtons Gravitation; die Glg. ist korrekt, wird durch Messungen bestätigt, aber die Interpretation als "ziehende Kraft" (die auch noch hinwegtransformiert werden kann) war nicht plausibel, da ist Einsteins "gekrümmter Raum" plausibler.
Ich glaube (trotz Heisenberg), dass sich hinter der (positivistischen) gemessenen Welt noch eine reale Welt verbirgt, die es zu erkennen gilt.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Di 9. Apr 2019, 10:52

Ischtar hat geschrieben:Ein anderes Beispiel ist Newtons Gravitation; die Glg. ist korrekt, wird durch Messungen bestätigt, aber die Interpretation als "ziehende Kraft" (die auch noch hinwegtransformiert werden kann) war nicht plausibel, da ist Einsteins "gekrümmter Raum" plausibler.

Die ziehende Kraft kann als stoßende ("drückende") Kraft erklärt werden (Druckkraft=Druck mal Fläche). Aber Krümmung von "Raum" kann überhaupt nicht erklärt werden weil es im leeren Raum nichts gibt, was gekrümmt werden könnte.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Di 9. Apr 2019, 11:26

Und die sich daraus ergebenden Phänomene sind eben nicht scheinbar, sondern real - sie bilden die Wirklichkeit ab.


"Real" wie das Ergebniss der Gleichzeitigkeitsmessung der Lichtereignisse bei K, welche von K' nicht als gleichzeitig empfangen werden...

IMG_5169.PNG
Die gleichzeitig stattfindenden Ereignisse A und B erfolgen aus Sicht von K' nicht gleichzeitig.
IMG_5169.PNG (7.06 KiB) 1863-mal betrachtet


, welche aber auch für K' als gleichzeitig gelten sollen, wie es sich hier zeigt:

IMG_5168.PNG
Die Anordnung wird um 90° gedreht. Dieselben Ereignisse A und B erfolgen auch aus Sicht von K' gleichzeitig.
IMG_5168.PNG (9.18 KiB) 1870-mal betrachtet



Soviel zur "Realitätsliefernden" Messung in der Physik.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon McMurdo » Di 9. Apr 2019, 11:40

Zasada hat geschrieben:
Und die sich daraus ergebenden Phänomene sind eben nicht scheinbar, sondern real - sie bilden die Wirklichkeit ab.


"Real" wie das Ergebniss der Gleichzeitigkeitsmessung der Lichtereignisse bei K, welche von K' nicht als gleichzeitig empfangen werden...

IMG_5169.PNG


, welche aber auch für K' als gleichzeitig gelten sollen, wie es sich hier zeigt:

IMG_5168.PNG



Soviel zur "Realitätsliefernden" Messung in der Physik.

Was ein Wunder!!! Wer hätte das gedacht, das wenn man die Länge von Strecken verändert plötzlich Sachen Gleichzeitig wahrgenommen werden, die man vorher nicht Gleichzeitig wahrgenommen hat.
Niveaumäßig ähnlich hoch anzusiedeln wie die Erkenntnis das es Differenzgeschwindigkeiten gibt.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Di 9. Apr 2019, 11:45

McMurdo hat geschrieben:...

Kannst du woanders trollen?
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Maseltov » Di 9. Apr 2019, 12:03

Lagrange hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:...

Kannst du woanders trollen?


Ich befürchte er wird Euch weiter die Realität vorhalten :)
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