McMurdo hat geschrieben:Ist eure Aufmerksamkeitsspanne echt so kurz?
Ich schrieb am 07.06.2019, 11:35 Uhr: Ob sich 2 Ereignisse nun mal absolut Gleichzeitig für alle Beobachter ereignen oder nicht setzt zwingend voraus das mehrere, min. 2, Bezugssysteme betrachtete werden.
Denkblockade?
Einstein ermittelte bereits vor 114 Jahren, dass sich Gleichzeitigkeit nach seiner Methode ausschliesslich aus einem einzigen Bezugssystem heraus bestimmen lässt, aus dem nämlich, in dem die Punkte der gleichzeitigen Ereignisse ruhen.
Aus diesem Grund ist die Aussage der Witzfigur dämlich, die da behauptet:

- IMG_5404.PNG (50.4 KiB) 2422-mal betrachtet
Und deine Aussage ist Panne aus dem Grund, weil Einstein bereits vor 114 Jahren schrieb, dass sich eine Gleichzeitigkeit der Ereignisse aus mehr als einem Bezugssystem heraus aus Prinzip nicht eindeutig (oder wie du willst: absolut) feststellen lässt.
Was soll dann die Behauptung "Ob sich 2 Ereignisse nun mal absolut Gleichzeitig für alle Beobachter ereignen oder nicht setzt zwingend voraus das mehrere, min. 2, Bezugssysteme betrachtet werden."?
Albert Einstein hat geschrieben:"Wir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem Koordinatensystem aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind."
Das rot markierte stellt Dummheit den Riegel vor.
Um die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse zu konstatieren reicht ein Bezugssystem.
Absolut lässt sich die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B nur aus
einem Bezugssystem heraus feststellen, aus dem nämlich, in dem die Ereignispunkte A und B ruhen.
Dafür liefert Einstein die Methode:
Albert Einstein hat geschrieben:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.