Hallo icabaru
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Deine Texte sind mitunter entsetzlich lang, dass ich kaum weiss wo ich ansetzen soll. Also da wäre es mir lieber, nur einen oder zwei wichtige Punkte aufs Mal hervorzuheben statt gleichzeitig über alles zu diskutieren.
Ja stimmt. Aber ich versuche eben auf alles einzugehen was angesprochen ist. Schritt fèr Schritt ist uebrigens ganz in meinem Sinne (siehe Schluss des Beitrages).
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Was soll PE bedeuten? Meinst du das Potential im Gravitationsfeld? Falls ja, kommt darin keine Probemasse m vor. Die zweite Gleichung ist die vektorielle Beschleunigung (nicht die Kraft) im Gravitationsfeld. Schau mal bei
Wiki rein. Im skalaren Graviationspotential
phi = -M*G/r = -M*G*(1/r2 - 1/r1) (oder vektoriell mit einem Pfeil über dem r) gibt es keine Probemasse m. Die brauche ich erst, wenn die Zu-/Abnahme der potentiellen Energie im Gravitationspotential eines Probekörpers berechnet werden soll mit:
d_E_pot = -m*M*G*(1/r2 – 1/r1)
PE soll Potentielle Energie bedeuten und die Gleichung habe ich ja von Wiki bzw. Uni Muenchen
http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web ... nergie.htmDie dort dargestellte Kurve entspricht exakt meiner Argumentation und wird noch genauer zu interpretieren sein. Zum skalaren Gravitationspotential (phi) keine andere Meinung, nur das ich bis jetzt dabei bleibe, dass es eine Grenze hat. Beides kommt noch wie ich hoffe. Okey, man kann nicht alles auf einmal diskutieren.
Zitat:
Das Potential phi ist ja das Integral der Feldfunktion Newtons über die Feldbeschleunigung
g = M*G/r^2 (als skalar). Um ein analytisches Integral auszuwerten, müssen selbstverständlich die Differenzen gebildet werden. Wenn r2 im Klammerausdruck von phi ein quasi-unendlicher Abstand zum Gravitationszentrum ist, so konvergiert der Term 1/r2 -> 0 und kann weggelassen werden. Es bleibt nur noch der Term 1/r1 in der Klammer, der natürlich mit dem Term vor der Klammer multipliziert werden muss. Kann sein dass ich das in einem vergangenen Beitrag missverständlich ausdrückte, weil ich die Summanden im Klammerterm vertauscht habe um auf die Multiplikation mit -1 vor der Gleichung zu verzichten (entgegen der Notation in der Fachliteratur).
Zitat:
Wieso nicht? Newtons Gravitationstheorie ist doch proportional zur Masse, wie man an
F = m*M*G/r^2 unschwer erkennt.
So ist das eben nicht gemeint, denn hier ist es die Wechselwirkung zwischen zwei Massen M und m! Wenn die Gravitation als solche eine inhaerente Eigenschaft der Masse sein soll, so muss sich auch proportional zur Masse selbst verhalten. Setzt man z.B. die Gravitationskraft der Erde mit 9,80665m/s^2 mit 1 so muesste z.B. der Jupiter mit der 317,86fachen Erdmasse auch die 317,86fache Schwerebeschleunigung haben. Analog dazu die Sonne mit der mehr als 1000fachen Masse aller Planeten auch die 1000fache Schwerebeschleunigung. Exakt dies ist jedoch nicht der Fall und daher kann die Aussage nach Newton nur die die reale Wechelwirkung zwischen M und m gelten aber nicht als Nachweis, dass die Gravitationswirkung eine Eigenschaft der Masse selbst ist. Selbstverstaendlich muss die Masse erst einmal existent sein sein. Aber ihre blose Existenz erzeugt noch kein Gravitationsfeld! Das resultiert aus ihre Existenz und ihrer Bewegung!
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Über die entsprechende Metrik können gerade Vektoren auf einen beliebigen Punkt im Gravitationsfeld projiziert werden. Dabei ändern sie natürlich aufgrund der unterschiedlichen Krümmung der Raum-/Zeit entlang einer Strecke im Gravitationspotential ihre Länge und Richtung, was nach der ART als Krümmung der Raum-/Zeit interpretiert wird.
Einverstanden! Nichts anderes tue ich auch nur mit dem Unterschied, dass ich Laengeneinheit und Kruemmung mit konkreten numerischen Werten darstelle. Deren rechnerische Herleitung basiert auf den gesicherten Messwerten der Astronomie und hat mit Fantasien gleich welcher Art absolut nichts zu tun. Selbstverstaendlich kann die TP gleiches auch tun! Aber wo bleiben denn da nun die konkreten Werte fuer z.B. das Gravitationsfeld der Erde, die ebenso aus ihren realen
und bestens bekannten Bewegungsgroessen hergeleitet werden koennen??
Wir wollen keine Vektoren auf beliebige Punkte im Gravitationsfeld projizieren, dass kann man freilich an jeden beliebigen Punkt in jeden beliebigen Gravitationsfeld! Nein, es geht darum die numerisch exakte Kruemmung pro numerisch exakter Laengeneinheit mit numerisch genau definierten Kruemmungsgrad in Grad pro Laengeneinheit in einem konkrte und genau definierten Gravitationsfeld darzustellen. Es geht nicht darum was man projizieren kann oder koennte sondern darum, genau berechnete und eindeutig begruendete Vektoren (Skalare) exakt so darzustellen wie sie mathematisch begruendbar sind.
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2. Die TP postuliert die gekrümmte Raumzeit?? Wie also kann man annehmen, dass die Zeit als solche gekrümmt sein kann und woher bitte weiss die Zeit selbst, wann sie sich je nach numerisch unterschiedlich grosser Schwerkraft der Planeten entsprechend unterschiedlich krümmen soll??
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Woher die Zeit etwas wissen soll ist eine Kinderfrage. Bereits in der SRT der flachen Raum-/Zeit bilden der Raum und die Zeit ein zusammenhängendes Kontinuum, welches eine isolierte Betrachtung der einen Komponente ohne die andere nicht zulässt. In der ART werden die lokal immer flachen Raumzeiten eines infinitesimal kleinen Raum-/Zeitgebiets über die entsprechende Metrik (z.B. Schwarzschild-Metrik für ungeladene und nicht-rotierende Schwarze Löcher) als zusammenhängendes Kontinuum einer an jeder Stelle anders gekrümmten Raum-/Zeit projiziert.
Eben das halte ich keineswegs fuer eine Kinderfrage! Denn wenn man Raum und Zeit als zusammenhaengendes Kontinuum betrachtet, so kann die Zeit als solche keine Richtung haben!! Die TP jedoch hat gleich 4 Zeitpfeile definiert wie du weisst. Also was bitte nun konkret? Ich bin ganz einverstanden wenn man Raum und Zeit als zusammenhaengendes Kontinuum betrachtet. Nur was bedeuten dann die 4 Zeitpfeile??? Wenn die Zeitpfeile alle in eine Richtung zeigen und eine zusammenhaengende Einheit mit dem Raum bilden, dann hat also auch das Raum/Zeit Kontinuum eine Richtung??? Meinst du nicht das hier etwas nicht passt??
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Ich denke an dieser Stelle, dass wir uns zuerst über Newtons Gravitationstheorie unterhalten sollten, die ja eine nahezu perfekte Näherung in hinreichend schwachen Gravitationsfeldern unseres Sonnensystems ist, bevor wir uns der schwer zu verstehenden ART zuwenden. Ganz nach dem Motto: Eins nach dem anderen. Zuerst das Leichte, dann das Schwere!
Sehr einverstanden!!!
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Kann sein, dass ich dich jetzt missverstehe, aber die Gravitationsfelder überscheiden sich sehr wohl, d.h. ihre vektoriellen Grössen addieren sich unter dem Einfluss sämtlicher berücksichtigter Himmelskörper auf. Gerade deshalb sind die Ephemeriden ja so genau, weil je nach Rechenkapazität auch allergeringste Einflüsse wie die des kleinen Merkurs auf die Erde Eingang in die Rechnung finden.
Das wird interessant, kommt aber spaeter noch, denn wenn das so ist beeinflussen sich die Kraftfelder aller Planeten gegenseitig! Dann sollte man mit dieser Rechnung nicht nur die Einfluesse des kleinen Merkur auf die Erde, sondern die Enfluesse aller Planeten auf die Erde und die der Erde auf alle anderen Planeten nachweisen. Da bin ich aber mehr als gespannt auf die Resultate!
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Schon Keppler hat sich gefragt, warum sie Ellipsen sind obwohl Kreise da doch viel harmonischer waeren!??
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Das ist einfach eine Frage der Wahrscheinlichkeit dafür, dass für Ellipsenbahnen nahezu sämtliche Ausgangsbedingungen möglich sind, während diese für eine Kreisbahn genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Zudem verunmöglichen die Störgrössen der anderen Himmelskörper die perfekte Kreisbahn.
Eben exakt das ist eine der Kernfragen, denn hier gibt es einen ganz anderen Ansatz der zudem genaue und der Realitaet entsprechende Resultate liefert. Bitte letzten Beitrag zu Ende lesen.
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Und weil der Fakt, dass sich die Sonne mit genannter Raumgeschwindigkeit bewegt, erkläre mir bitte wie dies mit den Gleichungen nach Newton und Einstein korrekt erklärt und dargestellt werden kann, wenn man dort die Sonne als unbeweglichen Festpunkt definiert? Die TP weiss und sagt doch selbst, dass es im Universum keinen einzigen Punkt mit der Absolutgeschwindigkeit Null gibt und begreift dennoch nicht, dass sie damit in ihren Gleichungen nur eine der simultanen Geschwindigkeiten jedes Körpers berücksichtigt obwohl alle objektiv mehrere gleichzeitig haben?
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Das ist eine Frage welches Koordinatensystem man sich aussucht. In meiner Ephemeridenrechnung habe ich die Sonne zu Beginn ins Koordinatenzentrum gestellt. Nach über 8 Jahren ist sie ein wenig aus dem Zentrum herausgekrochen, da ja auch die Planeten – insbesondere der Jupiter – an ihr ziehen.
Das ist akzeptabel wenn man sich das Koordinatensystem so aussucht wie du oder die TP. Nach dem Prinzip der allgemeinen Kovarianz sind alle Bezugssysteme gleichwertig und ich habe mir nun ein anderes ausgesucht. Was ist daran bitte falsch? Und mit dem anderen (meinem) Bezugssystem komme ich ohne Gravitationskonstante und ohne numerische Groessen der Massen aber eben auf Grundlage der real gemessenen Geschwindigkeiten zu genaueren Werten als nach Newton. Im weiterem ist festzustellen das ich genau entgegengesetzt argumentiere. Denn ich meine nicht, dass die Planeten die Sonne mitziehen sondern die Sonne die Planeten. Wenn es so waere wie du schreibst, ergibt sich ein Kraftfluss von den Planeten zur Sonne. Folglich muessten alle Winkelgeschwindigkeiten der Planeten um die Sonne mindestens ebenso gross sein wie ihre eigene Winkelgeschwindigkeit. Sie sind aber ausnahmslos alle weit kleiner!! Ein Kraftfluss ist in dieser Richtung absolut ausgeschlossen! Zudem bleibt die Frage wodurch und womit die Planeten dann angeschoben werden??? Auch hier wird es noch recht interessant.
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Dass die Sonne ihr Planetensystem hinterherzieht und in 280 Millionen Jahren das Galaxienzentrum am äusseren Rand ihres Spiralarms unkreist, ist zwar eine Tatsache, jedoch für die kurzfristige Ephemeridenrechnung irrelevant.
Moment mal! Eben war das noch umgekehrt, da haben die Planeten an der Sonne gezogen??? Wie das nun? Und Relevanz oder Irrelevanz sind ein Frage der Definitionen bzw. der Praezission.
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Da spielen die Präzession und Nutation mit der einhergehenden Verschiebung des Frühlingspunktes der Erde für die Darstellung in äquatorialen Koordinaten eine wesentlich grössere Rolle.
Ja auf das Galaxiszentrum bezogen schon, aber wir beziehen uns hier nicht auf das Galaxiszentrum sondern eben auf die Schwerpunktachse der Sonne.
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Gramm ist keine SI-Einheit für die Masse, sondern Kilogramm. Ich würde mir die genauen Werte für die Massen, für G, für c und für alle übrigen Konstanten über Co-Data besorgen, die auch in den entsprechenden Wiki-Artikeln angegeben sind.
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Akzeptiert. Ist aber nebsaechlich und aendert nichts an der inhaltlichen Aussage.
Gruesse Icabaru