Zu contraviants „Berechnung“:
contravariant hat geschrieben:
Da ja niemand es wagt mal eine Rechnung durchzuführen, tue ich das jetzt halt.
Kreisbewegung in 2D:
Betrachten wir ein Objekt der Masse m = 1 auf das die Kraft F = -r wirkt. Seien weiterhin r der Ort der Masse, v = d/dt r dessen Geschwindigkeit und a = d/dt v = d^2/dt^2 r dessen Beschleunigung. Dann ergibt sich nach F = m*a die Bewegungsgleichung
F = m*a
=> d^2/dt^2 r = -r. (1)
Nehmen wir weiterhin die Anfangsbedingungen
r(0) = (1,0) und v(0) = (0,1).
Dann löst
r(t) = (cos(t), sin(t)
die Bewegungsgleichung (1), da
r(t) = (cos(t), sin(t))
=> v(t) = d/dt r = (-sin(t), cos(t))
=> a(t) = d^2/dt^2 r = (-cos(t),-sin(t)) = -r.
Das kann man dann mal plotten
Dateianhang:
Der Dateianhang centri.png existiert nicht mehr.
Offensichtlich ergibt sich eine Kreisbahn, durch auschließliche Wirkung der Zentripetalkraft, die den Körper zu jeden Zeitpunkt zum Mittelpunkt des Kreises zieht.
Diese „Berechnung“ ist typisch relativistische Hütchenspielerei nach der Art: Sim sala bim, hokus pokus fidibus, ja wo ist denn nun die Zentrifugalkraft geblieben!?!
Und das Publikum wundert sich und glaubt am Ende dem Hütchenspieler, daß es die Zentrifugalkraft gar nicht gibt.
Ich denke, daß contravariant inzwischen sehr wohl weiß, wo der relativistische Trick bei diesem Hütchenspiel ist, so dumm kann er gar nicht sein. Trotzdem macht er hier weiter mit diesem Trick, und deshalb muß er sich nicht wundern, wenn ich ihn hier nun als typisch relativistischen Hütchenspieler bezeichne und entsprechend behandle.
Der Trick bei der ganzen „Berechnung“ ist im Prinzip der, das gewünschte Ergebnis, nämlich eine offenbar nicht vorhandene Zentrifugalkraft, und eine offenbar nur allein wirksame Zentripetalkraft, schon im Ansatz der Berechnung festzuschreiben, nach der Devise, daß hinten herauskommt, was vorn hineingesteckt worden ist.
Der Hütchenspieler muß bei der Berechnung also nur alles weglassen, was die Zentrifugalkraft betrifft, dann tritt sie auch nicht in Erscheinung, und nur den Teil berücksichtigen, der die Zentripetalkraft betrifft, dann tritt auch nur die Zentripetalkraft auf.
Daß dieser Trick funktioniert, daß also trotzdem als „richtiges“ Ergebnis eine Kreisbahn herauskommt, liegt daran, daß eben in der für eine Kreisbahn erforderlichen Größe der Zentripetalkraft bereits automatisch und unsichtbar für den Zuschauer die beteiligte Zentrifugalkraft der anderen, jenseits des Drehpunktes liegenden Masse enthalten und erfaßt ist!
Das weiß der relativistische Hütchenspieler contravariant inzwischen sehr wohl, trotzdem zieht er hier diese Schau ab, vermutlich auch deshalb, um sich hier mit seinen „Berechnungen“ aufzuplustern.
Der Trick im Detail besteht nun darin, alles wegzulassen, was jenseits des Drehpunktes liegt. Also einfach einen festen Drehpunkt anzunehmen, und den hier ganz entscheidenden Körper, welcher die Zentripetalkraft auf die Umlaufmasse ausübt, völlig im Dunkeln zu lassen, natürlich auch dessen Reaktion.
Wie ersichtlich, erwähnt oder berücksichtigt contravariant in seiner „Berechnung“ in keiner Weise die Herkunft dieser zentripetalen Beschleunigung.
Der Zuschauer denkt, sie kommt einfach vom festen Drehpunkt. Aber physikalisch ist in diesem Fall die Erde mit ihrer (im Vergleich riesigen) Masse der jenseits des Drehpunktes liegende andere Umlaufkörper, dessen Umlaufradius praktisch Null ist, und deshalb als fest erscheint, aber nicht ist. Die Trägheitskraft der Erde, also deren Zentrifugalkraft, erbringt dann die Zentripetalkraft in contravariants „Berechnung“.
Das heißt, die Zentripetalkraft in contravariants „Berechnung“ ist bei einer fest mit der Erde verbundenen Drehachse die Zentrifugalkraft der Erde in diesem Zweikörpersystem, welches contravariant offensichtlich
in betrügerischer Absicht als Einkörpersystem darstellt.
Und wenn die Drehachse nicht fest mit der Erde oder einer größeren Masse verbunden ist, wenn also die Gegenmasse fehlt, funktioniert contravariants „Berechnung“ nicht mehr, denn dann ist das tatsächlich ein Einkörpersystem, und statt daß die Masse beschleunigt wird, beschleunigt der virtuelle Drehpunkt, und statt daß die Masse eine Kreisbahn im Inertialsystem beschreibt, rotiert nun der virtuelle Drehpunkt um die im äußeren Inertialsystem geradeaus sich bewegende Masse. Dieser Vorgang erfolgt auch in der Realität tatsächlich so, wenn man die Drehachse nicht fest genug verankert. Dann löst sich die Drehachse aus der Verankerung, und die umlaufende Masse fliegt als Geschoß durch die Gegend.
Es gibt physikalisch kein Einkörpersystem, bei dem eine Masse um einen virtuellen Drehpunkt umläuft. Jede mathematische Berechnung gemäß einer solchen Konstellation behandelt in Wirklichkeit ein Zweikörpersystem, dessen zweiter umlaufender Körper nach Größe und Bahngeschwindigkeit so beschaffen ist, daß der gemeinsame Drehpunkt in Ruhe ist. Und diese Bedingung wird nur erreicht, wenn die Zentripetalkraft der einen Masse von der Zentrifugalkraft der anderen Masse erbracht wird.
Von all dem sieht und hört der Zuschauer natürlich nichts. Contravariant, der relativistische Hütchenspieler, muß es aber inzwischen wissen. Ich habe ihm den physikalischen Sachverhalt anhand eines speziellen Zweikörpersystems und einer logischen Herleitung und mit entsprechenden Erläuterungen hier mehrfach und wiederholt dargestellt.
Ich warne contravariant. Betrug und Beihilfe zum Betrug, insbesondere in dem ungeheuerlichen relativistischen Wissenschaftsbetrug, gehört nicht mehr zur Wissenschaftsfreiheit und Meinungsfreiheit.
Hierzu wiederhole ich:
Dateianhang:
Drehsystem01.jpg [ 36.34 KiB | 6771-mal betrachtet ]
Aus dem Bild mit den einander umlaufenden, über ein Seil miteinander verbundenen Massen geht eindeutig hervor, daß die Zentripetalkraft der einen Masse durch die Zentrifugalkraft der anderen Masse erbracht wird und erbracht werden muß.
In einer Berechnung des Zweikörpersystems können die Zentrifugalkräfte unberücksichtigt bleiben, entweder weil sie sich gegenseitig kompensieren
oder weil die Zentrifugalkraft der einen Masse bereits in der Zentripetalkraft der anderen Masse enthalten und erfaßt ist.
Contravariants Berechnung beweist deshalb nicht, daß in seiner Berechnung keine Zentrifugalkraft enthalten oder erfaßt ist, sondern im Gegenteil, daß wenn man die Zentrifugalkraft der jenseits des Drehpunktes umlaufenden Gegenmasse als (vom festen Drehpunkt ausgehend angenommene) Zentripetalkraft der umlaufenden Masse einsetzt, zu einer Kreisbahn kommt.
Ich empfehle contravariant, dieses zu bestätigen, andernfalls er später erhebliche Probleme bekommen könnte.
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Pernes